Bundeswehr-Feuerwache Köln unterstützt bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen

Bundeswehr-Feuerwache Köln unterstützt bei Waldbränden in Nordrhein-Westfalen

  • Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
  • Zentrum Brandschutz der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Nordrhein-Westfalen
Lesedauer:
2 MIN

Zwei Waldbrände in Nordrhein-Westfalen haben am Mittag des 20. April zwei Großeinsätze der Feuerwehr ausgelöst. In Wenden im Kreis Olpe standen 30.000 Quadratmeter Wald in Flammen, in Gummersbach-Strombach brannten 35 Hektar Wald. Insgesamt 650 Feuerwehrleute waren zwei Tage im Einsatz. Um Amtshilfe wurde auch die Bundeswehr-Feuerwache Köln gebeten. Die unterstützte mit fünf Kameraden, zwei Flugfeld-Löschfahrzeugen und einem Einsatzleit-KfzKraftfahrzeug.  


Ein Feuerwehrauto mit einem Wasserstrahl an einem brenndenden Waldstück

Aus nächster Nähe wird der Waldbrand gelöscht

Bundeswehr/Tim Roesner

Nachdem uns die Kreisleitstelle Gummersbach am Montag alarmiert hatte, rückten wir mit zwei Großfahrzeugen und unserem Einsatzleitfahrzeug aus“, berichtete Brandrat Christoph Pelz, Leiter der Bundeswehr-Feuerwache in Köln-Wahn. Vom Bereitstellungsraum Bellingroth an der A4 wurden die Löschfahrzeuge der Bundeswehr in den Einsatzabschnitt Strombach gelotst. Die meterhohen Flammen bedrohten ein Wohngebiet und einen Bauernhof. Die große Trockenheit der letzten Tage hatte die Waldbrandgefahr massiv erhöht, starke Winde begünstigten zudem eine rasante Ausbreitung des Feuers. „Unser Einsatzauftrag war die Sicherung des Bauernhofes sowie das Verhindern der Ausbreitung der Flammen in eine Tannen-Schonung“, so Pelz.


Mehrere Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr stehen nebeneinander

Kooperation der Einsatzkräfte

Bundeswehr/Tim Roesner

Wasserversorgung im Pendelverkehr

Das Bundeswehr-Flugfeldlöschfahrzeug Schwer übernahm die Brandbekämpfung direkt an der Brandstelle in der Tannenschonung. Das Löschfahrzeug Mittel übernahm die Sicherung des Bauernhofes, wässerte den Boden und den Baum-Bewuchs in direkter Umgebung. Außerhalb des vorhandenen Schotterweges war das Befahren des Waldgeländes für die beiden Großfahrzeuge der Bundeswehr nicht möglich. „Ein direktes Angreifen der Flammen war aufgrund mangelnder Schlauch-Kapazitäten daher nicht sinnvoll und zielführend“, informierte Pelz. „Daraufhin stellten unsere Kameraden die Wasserversorgung im Pendelverkehr zwischen Hydranten und Schadensgebiet sicher.“


Ein Feuerwehrfahrzeug in einem Waldgebiet, daneben Feuerwehrleute

Eines der größten Löschfahrzeuge der Bundeswehr im Einsatz

Bundeswehr/Patrik Koch


Waldbrände unter Kontrolle

Durch die Entwicklung großer Rauchwolken wurden die Bewohner des Bauernhofes und einer angrenzenden Wohnsiedlung sicherheitshalber evakuiert. Zudem unterstützten Wasserwerfer der Bundespolizei und zwei Polizei-Hubschrauber bei der Brandbekämpfung. Nach Einbruch der Dunkelheit entschied die Einsatzleitung die Bundeswehr-Feuerwehr abzuziehen, da ein sicheres Befahren des Waldgebietes nicht mehr möglich war. Am Dienstag hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Waldbrände weitestgehend unter Kontrolle, aktuell werden jedoch noch einzelne Glutnester bekämpft. Insgesamt sind 50 Hektar Wald abgebrannt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.


Ein Feuerwehrfahrzeug in einem qualmenden Waldgelände

Das Löschfahrzeug der Bundeswehr im Waldbrandgebiet

Bundeswehr/Patrik Koch


von Jörg Jankowsky  E-Mail schreiben
Ein zehnstöckiges Gebäude auf Stelzen mit einer Fassade aus Sandstein.

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