„Denn Zukunft kann man bauen.“

„Denn Zukunft kann man bauen.“

  • Infrastruktur
  • Heer
Datum:
Ort:
Müllheim
Lesedauer:
2 MIN

In Eschbach wurde am 3. September 2020 die aktuell modernste Schießanlage der Bundeswehr durch die Deutsch-Französische Brigade eingeweiht. Fast 21 Millionen Euro an Baukosten wurden von der Bundeswehr in den Standort investiert. Die bereits bestehende Standortschießanlage wurde auf zwei Langstände und drei Kurzstände erweitert.

Ein Mann in Uniform zielt mit einer Pistole

Oberst Martens vom KompZKompetenzzentrum BauMgmtBaumanagement Stuttgart K2 (Bauherr) ist einer der ersten, der die Anlage testet

Bundeswehr/Andreas Keck


„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen - denn Zukunft kann man bauen“, mit diesem Zitat aus dem Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry begann der Leiter des Kompetenzzentrums für Baumanagement Stuttgart, Leitender Regierungsdirektor, Reinhold Wismüller sein Grußwort. „Gute Ausbildung ist die beste Lebensversicherung, die wir unseren Soldatinnen und Soldaten mit auf den Weg in die Einsatzgebiete geben können.“ Und bestmögliche Ausbildung benötigt auch die bestmögliche Infrastruktur.

Das ist die neue Schießanlage:

Luftbildaufnahme einer Schießanlage

Die Standortschießanlage von oben

Staatl. Hochbauamt Freiburg/Nik van Veenendaal, Waldkirch

Die Standortschießanlage Eschbach wurde für rund 21,0 Millionen Euro unter Beteiligung zahlreicher Firmen aus der Region von Grund auf saniert und auf zwei Langstände sowie drei Kurzstände erweitert. Ein Aufenthalts-, Werkstatt- und Lagergebäude wurde neu errichtet.  Zur Reduzierung des Schießlärms wurde eine Rasterkassettendecke über die komplette Anlage verbaut. Diese besteht aus rund 22.000 Lärmschutzvollelementen mit einseitig gelochten Aluminiumblechpaneelen mit Innendämmung, analog der Bauweise für Lärmschutzwände an Bahnstrecken und Autobahnen. Zusätzlich wurde zum Schutz der Gesundheit der nutzenden Verbände eine Lüftungsanlage installiert, die den Abtransport der Schießgase unterstützt.  Die Steuerung der Zieldarstellung und die Trefferaufnahmen erfolgen WLAN-gesteuert und ermöglichen eine intensivere Schießausbildung.  Mit dieser modernen Art von Schießanlagen werden zum einen die gestiegenen Ausbildungserfordernisse der Truppe an die Schießausbildung besser erfüllt. Gleichzeitig kann den höheren Lärm- und Umweltschutzanforderungen des zivilen Umfelds in angemessener Weise Rechnung getragen werden.

„Dem Besten verpflichtet“

Zwei Männer in Uniform halten einen großen symbolischen Schlüssel in ihrer Mitte

Generalleutnant Kai Ronald Rohrschneider Abteilungsleiter BMVgBundesministerium der Verteidigung FüSK und Brigadegeneral Peter Mirow bei der Schlüsselübergabe

Bundeswehr/Andreas Keck

Das ist das Motto der Deutsch-Französische Brigade, dem Hauptnutzer der neuen Schießanlage. In der Brigade dienen 5.000 Soldatinnen und Soldaten in sechs Standorten verteilt in zwei Ländern. Das Haupteinsatzgebiet der Brigade ist Mali mit drei Missionen – EUTMEuropean Union Training Mission, MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali, BARKHANE. Aufgrund der großen Präsenz in den Einsätzen der Bundeswehr und der französischen Armee schafft der Bau der neuen Schießanlage optimale Voraussetzungen für die Brigade. Auf den Schießbahnen werden deutsche und französische Soldatinnen und Soldaten ausgebildet. Die neue Schießanlage ist nur wenige Kilometer von Müllheim, dem Heimatstandort der Deutsch-Französischen Brigade entfernt.

von Annette Spengler  E-Mail schreiben
Ein zehnstöckiges Gebäude auf Stelzen mit einer Fassade aus Sandstein.

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