Insektenhotel und Langgraswiese - Die Hardthöhe blüht und summt

Insektenhotel und Langgraswiese - Die Hardthöhe blüht und summt

  • Umweltschutz
  • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
3 MIN

Auf den Grünflächen der Hardthöhe macht das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr) mit dem Aufbau eines Insektenhotels und der Entstehung einer Langgraswiese auf das Insektensterben aufmerksam. Initiiert wurde das Insektenschutzprogramm „Die Hardthöhe blüht und summt“ durch die Erste Vizepräsidentin des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Hedwig Hoffmann, die gemeinsam mit ihren Experten der Abteilung Gesetzliche Schutzaufgaben (GSGesetzliche Schutzaufgaben) und den Bundeswehr-Dienstleistungszentren (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Mayen und Köln am 17. August 2020 das Insektenhotel einweihte.  

Ein hohes Insektenhotel auf einer Wiese

Insektenhotel auf der neuen Langgraswiese des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr

Bundeswehr/Anja Viering-Kamp

Insekten erbringen eine wichtige Leistung in unserem Ökosystem. Doch die Insektenwelt wird durch Monokulturen, Insektizide und Versiegelung der Böden gefährdet. Referentin und Biologin in der Abteilung GSGesetzliche Schutzaufgaben, Oberregierungsrätin Esther Koch, erklärt: „Vielfalt und Häufigkeit der Insekten gehen zurück und die Arten schwinden.“ In unserer Umwelt finden wiederum immer weniger Tiere Nahrung und Lebensraum. Mit einem Aktivprogramm möchte das BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr neuen Lebensraum für Insekten schaffen und ein klares Zeichen für den Insektenschutz setzen.

Einweihung der neuen Lebensräume für Insekten

Die Schaffung neuer Lebensräume für Insekten ist ein besonderes Anliegen der Ersten Vizepräsidentin des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Hedwig Hoffmann. Experten der Fachabteilung GSGesetzliche Schutzaufgaben entwickelten das Projekt „Die Hardthöhe blüht und summt“, um die Rasenflächen des Amtes naturnäher und insektenfreundlicher zu gestalten. Am 17. August 2020 errichtete Garvin Weber, Ökologe beim BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Mayen, gemeinsam mit Frank Tentler, Meister im Geländebetreuungsdienst des BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Köln, auf einer nunmehr natürlich herangewachsenen Langgraswiese ein Insektenhotel. Hoffmann weihte das Hotel gebührend mit den Fachkräften ein. Hierzu waren unter anderem auch der Abteilungsleiter GSGesetzliche Schutzaufgaben, Direktor BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Peter Hauck, der Gruppenleiter GSGesetzliche Schutzaufgaben II, Direktor BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Erhard Spath, und die zuständige Projektbeauftragte Regierungsoberamtsrätin Uta Felgenhauer, anwesend.

Ein Mann überreicht einer Frau ein kleines Insektenhotel

Vizepräsidentin erhält eine Miniaturversion der Niststätte vom BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Mayen

Bundeswehr/Anja Viering-Kamp

Hoffmann dankte ihrer Fachabteilung sowie den Hauptakteuren des Tages, von den BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Mayen und Köln. „Nach über 60 Jahren Kurzrasen schaffen wir auf unseren Grünflächen einen natürlichen Lebensraum. Wir werden zukünftig weitere Areale für eine naturnähere Gestaltung finden.“, lässt Hoffmann verlauten und erhält von Weber feierlich eine Miniatur des Insektenhotels. Es ist vom BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Mayen angefertigt und wird seinen Standort auf der Hardthöhe finden, worüber sich Hoffmann ganz besonders freut. Denn ihre Herzensangelegenheit, die Grünflächen des Amtes insektenfreundlicher zu gestalten, nimmt damit weiteren Fortschritt.

Ein Insektenhotel bietet neue Nistmöglichkeiten

Unter den Platanenbäumen der Wiese steht nunmehr ein Insektenhotel. Es ragt türgroß über die Wiese und schafft Nist- und Brutmöglichkeiten für Insekten. Eine Schautafel erklärt dem Besucher seinen Zweck. Biologin Koch freut sich auf den neuen Lebensraum: „Wir sind sehr gespannt, welche fliegenden Insekten sich im Frühjahr einnisten werden.“

Die Bauelemente des Insektenhotels werden eingepasst

Ökologe Weber beim Befüllen des Insektenhotels

Bundeswehr/Anja Viering-Kamp

Und Weber erklärte: „Wir haben beim Aufbau des Insektenhotels die Windrichtung beachten müssen, denn die Insekten müssen von der Frischluftschneise, die über die Hardthöhe hineinweht, geschützt sein. Insekten mögen es ferner warm, daher ist das Hotel zur Sonnenseite ausgerichtet.“ In einem regen Vortrag erklärte Weber die Art der Füllungen des Hotels und die Bohrungen in den Hölzern, die den Insekten als Rückzugsmöglichkeiten dienen. Ein Drahtgeflecht um die Niststätten bietet Schutz gegen natürliche Fressfeinde. „Dank eines kleinen Schaukastens kann man im kommenden Jahr einen Blick in ein paar Brutröhren werfen und genau sehen, wie sich die Tiere vom Ei zur Larve und zum ausgewachsenen Insekt entwickeln“, so Weber.

Dank Umstellung der Pflege zur Langgraswiese

Um das Nahrungsangebot für die Insekten zu verbessern, setzt das Aktivprojekt auf die Rückgewinnung der natürlichen Vegetation. Die bis dahin kurzrasigen Flächen wurden erstmalig in diesem Jahr durch verlängerte Mähintervalle in Langgraswiesen umgewandelt.

Eine Wespe sitzt auf den angeschnittenen Bambusrohren des Insektenhotels

Eine Wespe untersucht neugierig das neue Insektenhotel

Bundeswehr/Anja Viering-Kamp

„Die Hardthöhe bietet ein großes Potential für eine naturnähere Gestaltung“, erläutert die Projektbeauftragte und examinierte Landschaftsplanerin Uta Felgenhauer. „Wir haben uns für die Verwilderung der Grünflächen zwischen dem Haus 207 und der Nordwache entschieden. Die Flächen werden nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Auf Insektizide wird bereits seit Jahren verzichtet. Das verbesserte Nahrungsangebot zum Beispiel an Schafgarbe und Wilde Möhre hat bisher sichtbar und hörbar zu einem erhöhten Insektenvorkommen geführt.“





von Christiane  Kahl  E-Mail schreiben
Ein zehnstöckiges Gebäude auf Stelzen mit einer Fassade aus Sandstein.

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