Zum einen die reine Anzahl. Ich bin derzeit der einzige weibliche Kampfführungsoffizier im Waffensystem Patriot. Alleine dadurch hat man eine Sonderrolle und steht unter genauerer Beobachtung, wo sicherlich ein Mann anonymer bleiben kann. Generell wurde ich, gerade am Anfang kritisch beäugt, vermutlich kritischer als männliche Kameraden. Wir haben bei Übungen eigentlich immer Bewerter in unserer Kabine, man steht also zu quasi jedem Zeitpunkt unter einer Prüfungssituation. Hier kam es mir so vor, als wollten diese auch erstmal gucken, was die Frau da so macht. Aber nach nunmehr fast zwei Jahren auf diesem Dienstposten glaube ich nicht mehr, dass ich anders behandelt werde, weil ich eine Frau bin. Zumindest kommt es mir nicht so vor. Ich bestehe aber auch auf keinen Fall auf die Sonderrolle „Frau“, sondern will und werde genauso behandelt wie meine Kameraden.