Luftwaffe

80 Objektschützer gehen in den Auslandseinsatz

80 Objektschützer gehen in den Auslandseinsatz

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  • Objektschutzregiment der Luftwaffe
Datum:
Ort:
Schortens
Lesedauer:
2 MIN

Mali, Jordanien, Afghanistan und Niger: In diese vier Einsatzgebiete wurden 80 Soldaten des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ verabschiedet. Sie alle verlegen in den nächsten Wochen in einen längeren Auslandseinsatz.

Oliver Tamminga am Rednerpult forderte die Soldaten auf, „den besonderen Geist unseres Verbandes mit in den Einsatz zu tragen“.

Oberstleutnant Oliver Tamminga forderte die Soldaten auf, „den besonderen Geist unseres Verbandes mit in den Einsatz zu tragen“.

Bundeswehr / Phurin Chapha

„Ein Auslandseinsatz ist immer gefährlich und darf nie zur Routine werden“, sagte Oberstleutnant Oliver Tamminga, der Kommandeur des I. Bataillons des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ beim Appell in Schortens. „Wir sind ein Einsatzverband! Einsätze gehören für uns wie selbstverständlich zu unserem Berufsbild dazu. Soldat sein ist eben kein Beruf wie jeder andere!“ Sein Bataillon stellt das Gros der Soldaten, die in den Einsatz verabschiedet wurden.

Kein „normaler“ Dienst

Regimentskommandeur Oberst Marc Vogt am Rednerpult.

Oberst Marc Vogt wertete die Anwesenheit der Gäste als Zeichen der besonderen Wertschätzung.

Bundeswehr / Phurin Chapha

Regimentskommandeur Oberst Marc Vogt begrüßte bei dem Appell neben dem Landrat des Landkreises Friesland, Sven Ambrosy, auch den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Wangerland, Reiner Tammen, und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Schortens, Anne Bödecker.

Tammen, selbst ehemaliger Zeitsoldat, betonte, dass dies für ihn ein besonderer Termin sei. „Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, werden hier verabschiedet und in einen Auslandseinsatz geschickt. Das ist ein Einsatz, der sich nicht planen und umsetzen lässt, wie ein normaler Dienst hier an Ihrem Standort, egal wie gut Sie ausgebildet sind.“ Er wünschte den Soldaten, dass sie in jeder Hinsicht gesund zurück nach Hause und zu ihren Familien, Freunden und Bekannten kommen.

Vielfältige Aufgaben in den Einsätzen

Militärseelsorger Bernhard Jacobi holt aus einer Tüte kleine Schutzengel undüberreicht jedem Soldaten einen.

Militärseelsorger Bernhard Jacobi überreichte jedem Soldaten einen kleinen Schutzengel.

Bundeswehr / Phurin Chapha

Regimentskommandeur Oberst Marc Vogt spricht zu den Soldaten, die in den Einsatz gehen.

Der Regimentskommandeur erläuterte die Aufgaben in den einzelnen Einsatzgebieten.

Bundeswehr / Phurin Chapha

Verabschiedet wurden Soldaten aus dem I. und II. Bataillon, der Ausbildungsstaffel und dem Regimentsstab. Sie übernehmen in den Einsätzen folgende Aufgaben:

  • 15 Soldaten der 4. Staffel übernehmen die Sicherung des deutschen Anteils in Niamey. Sie werden im Juni/Juli in Verbindung mit dem Gipfel der Afrikanischen Union zeitweise durch 30 Soldaten aus der 1. Staffel unterstützt.
  • Die 4. Staffel sichert mit neun Soldaten Transporte in Kabul.
  • Die Pioniere der 6. Staffel lösen mit zehn Soldaten ihre Kameraden aus der Staffel in Gao ab.
  • Die Brandschützer der 7. Staffel stellen mit vier Soldaten ein weiteres Kontingent in Gao. Zwei weitere Brandschützer werden ihre Expertise in Jordanien beziehungsweise Afghanistan einbringen.
  • Ein Trupp der Feldnachrichtenkräfte aus Kerpen, verstärkt durch zwei Infanteristen der 3. Staffel, werden in der Aufklärungskompanie in Gao eingesetzt.
  • Dazu kommen acht weitere Soldaten, die als Einzelabstellung nach Al-Asrak und nach Masar-i Scharif verlegen und dort ihre Expertise und Arbeitskraft einbringen.


von Mario Gerhardt