Luftwaffe

A400M – Nachwuchspiloten beenden erfolgreich die Ausbildung

A400M – Nachwuchspiloten beenden erfolgreich die Ausbildung

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Datum:
Ort:
Wunstorf
Lesedauer:
2 MIN

Am Ende der zweijährigen Transportpilotenausbildung steht die Graduierung. Hierbei erhalten die jungen Luftfahrzeugführerinnen und Luftfahrzeugführer ihren Militärluftfahrzeugführerschein und die „Flugzeugführerschwinge“.

In einer Luftfahrzeughalle stehen vor zwei Flugzeugen Soldaten auf Abstand in Formation.

Ohne Familien, Freunde und militärische Gäste findet die Graduierung in Bremen statt

Bundeswehr/Simon Otte

Ein bedeutender Moment im Leben der Pilotinnen und Piloten, ein Moment der eigentlich zusammen mit Freunden und der Familie geteilt wird. Nicht so in diesem Jahr. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation, fand die Übergabe in einem den Hygieneregeln entsprechenden und auf das Minimum reduzierten, militärischen Rahmen statt. Die sonst folgende Feier mit den Familien und Freunden viel aus.

„Zur Bewältigung der Krise müssen alle beitragen“

Der Stellvertretende Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62, Oberst Wolfgang Stern, brachte die Besonderheiten in seiner kurzen Ansprache auf den Punkt. „Unzählige Menschen in Deutschland sind direkt von der Krise betroffen, durch Erkrankung, wirtschaftliche Nachteile und soziale Isolation. Zur Bewältigung der Krise müssten alle beitragen“, so Stern.

Über die Schulter eines Soldaten sieht man einen Redner am Pult.

In der Halle der Pilotenschule der Lufthansa in Bremen hält Oberst Wolfgang Stern, Stellvertretender Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62, seine Rede zur Graduierung

Bundeswehr/Simon Otte

Weiterhin würden viele Angehörige der Bundeswehr die Zivilgesellschaft unterstützen. In Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. „Sie alle bringen persönliche Opfer.“ Vor diesem Hintergrund sei eine nicht ganz angemessene Graduierung vergleichsweise klein und zu verschmerzen.

Lufttransport ist immer im Einsatz

Nach 27 Monaten Ausbildung, unzähligen Theoriestunden und Prüfungen, sowie Flügen mit drei Ausbildungsmustern, haben es die zwölf Nachwuchspiloten der Crew 08/18 geschafft. Sie werden mit der Verleihung der „Schwinge“ ein Teil der Gemeinschaft der Militärflugzeugführer sein.

Oberst Stern bringt die Schwinge an der Uniformjacke eines anderen Soldaten an. Beide tragen Maske.

Nach zwei Jahren Ausbildung der lang ersehnte Moment. Der Erhalt der „Schwinge“.

Bundeswehr/Simon Otte

Für Oberst Stern etwas Besonderes. „Sie können und sollten stolz darauf sein“. Dabei nutzte er die Möglichkeit den Piloten einen Blick in die Zukunft aufzuzeigen: „Schon bald werden Sie Verantwortung übernehmen für Ihre Crew, Ihre Passagiere und für all diejenigen, die Sie mit Ihrem Auftrag unterstützen“, denn der Lufttransport sei immer im Einsatz. „Wir sind die ersten im Einsatzgebiet und die letzten die es wieder verlassen“, so der stellvertretende Kommodore.

Modernste Luftfahrzeuge Europas

An einem Beispiel schilderte er es noch etwas genauer: „Sie werden Situationen erleben, in denen Sie morgens mit Ihrer Familie frühstücken, abends dann mit Splitterschutzweste in Mali, oder in Afghanistan das Beladen Ihres Flugzeuges überwachen und sich am nächsten Tag zu Hause die Neuigkeiten aus der Nachbarschaft berichten lassen.“

Dabei können sich die Piloten auf die modernsten Luftfahrzeuge freuen, die die Luftwaffen zu bieten hat. Ob A400M, die neuen Flugzeuge der Flugbereitschaft, oder auch die unbemannten Aufklärungssysteme der Luftwaffe, nach weitergehender Ausbildung werden diese den Piloten anvertraut. Für Oberst Stern ein Vertrauensvorschuss: „Man wird sich auf Sie verlassen. Ihre Aufgabe wird es sein, diesem Vertrauen gerecht zu werden.“

Ein Soldat wird vor angetretener Formation befördert. Alle tragen Maske.

Mit dem Bestehen der Pilotenausbildung folgt für Offiziersanwärter auch die Beförderung zum Leutnant

Bundeswehr/Simon Otte
von Martin Buschhorn