Luftwaffe

Blue Flag: Planen mit Weitblick

Blue Flag: Planen mit Weitblick

  • Blue Flag
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Israel
Lesedauer:
2 MIN

Die Luftwaffe nimmt mit rund 140 Soldatinnen und Soldaten sowie sechs Eurofightern an der internationalen Großübung Blue Flag in der Negev-Wüste teil. Viele Stunden arbeiten die Frauen und Männer daran, die Kampfflugzeuge für ihre Missionen einsatzbereit zu halten. Koordiniert wird das ganze durch das Herzstück der Technik – die Einsatzsteuerung.

Die beiden Einsatzsteuerer spielen bei Blue Flag in der ersten Liga im Gegensatz zum Heimatfußballclub

Im Gegensatz zu Stabsfeldwebel Sambales geliebten Heimatverein spielen die beiden Einsatzsteuerer hier in der ersten Liga

Bundeswehr/Jane Schmidt

Zuerst erstellen die erfahrenen Stabsfeldwebel die Flugaufträge. Die Grundlage dafür ist die Art der geplanten Mission an dem Tag. Daraus ergibt sich, welche Konfiguration – also welche Beladung – die Eurofighter für den anstehenden Flug benötigen. „Werden beispielsweise Trainings-Lenkflugkörper benötigt, weisen wir die Wartung an, diese an die Träger der Maschinen anzubringen“, erläutert Stabsfeldwebel Jörg Sambale

Kurze Wege erleichtern vieles

Obwohl die beiden Stabsfeldwebel nur zu zweit die Einsatzsteuerung stemmen, hat die Infrastruktur auf der israelischen Luftwaffenbasis gewisse Vorzüge. „Der Vorteil hier in Israel ist, dass wir alle zusammen auf einem sehr engen Bereich untergebracht sind. Das sind kurze Wege. Zur Not können wir auch mal schnell aus dem Büro an den Flieger und direkt mit den Leuten sprechen. Das ist in Deutschland durch die langen Strecken auf dem Fliegerhorst wesentlich schwieriger“, berichtet Stabsfeldwebel Thomas Cassens.

Die beiden Einsatzsteuerer haben regelmäßig Kontakt mit dem Wartungspersonal

Stabsfeldwebel Thomas Cassens und Stabsfeldwebel Jörg Sambale im Gespräch mit der Wartung

Bundeswehr/Jane Schmidt

Zwei Runden werden täglich mit jeweils vier Eurofightern geflogen. Nach dem Flug beim „Debriefing“, der technischen Nachbesprechung, werden Auffälligkeiten während des Fluges erfasst und dadurch Aufträge für Wartung und Instandsetzung erstellt. Gesteuert wird das dann alles von der Einsatzsteuerung. Diese Arbeit muss gut koordiniert sein, weil natürlich nicht alle Fachgruppen gleichzeitig an die Maschine können. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe für die beiden Stabsfeldwebel Sambale und Cassens. 

Stabsfeldwebel Sambale ist einer von zwei Einsatzsteuerern bei der Übung Blue Flag in Israel

Stabsfeldwebel Jörg Sambale koordiniert die einzelnen Fachgruppen per Funk

Bundeswehr/Francis Hildemann

Stabsfeldwebel Cassens hat auch fern ab der Heimat in Israel immer gute Laune und Spaß bei seiner Arbeit

Obwohl die Arbeit der Einsatzsteuerung sehr fordernd und verantwortungsvoll ist, hat Stabsfeldwebel Cassens immer gute Laune

Bundeswehr/Francis Hildemann

Führung und Technik im ständigen Austausch

Führer des kompletten technischen Bereichs ist Oberstleutnant Thomas Behrendt. Er ist mit seiner Einsatzsteuerung im ständigen Kontakt, sitzt sogar im gleichen Raum und hat so stets einen Überblick über den Zustand seiner Maschinen. Dadurch kann er der Kontingentführung immer über den technischen Klarstand der Eurofighter berichten. 
 „Wichtig ist, dass der fliegende und der technische Bereich stets das gleiche Lagebild haben, um die Einsätze zuverlässig planen und durchführen zu können“, erklärt Oberstleutnant Behrendt.  

Oberstleutnant Thomas Behrendt und sein Stellvertreter im Gespräch mit dem Kontingentführer Oberstleutnant Manuel Last (mittig)

Oberstleutnant Thomas Behrendt und sein Stellvertreter im Gespräch mit dem Kontingentführer Oberstleutnant Manuel Last (mittig)

Bundeswehr/Jane Schmidt

Die Übung Blue Flag dauert noch bis zum 14. November. Im Anschluss werden die Maschinen für den Rückflug vorbereitet. Erst wenn der letzte Eurofighter die Uvda Luftwaffenbasis Richtung Deutschland verlassen hat, packen Stabsfeldwebel Sambale und Stabsfeldwebel Cassens ihr Material in Kisten und beenden ihre Arbeit in der Kommandozentrale der Technik. 
 

von Stephan Jeglinski