Luftwaffe

Blutspende in Zeiten der Pandemie

Blutspende in Zeiten der Pandemie

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Datum:
Ort:
Kalkar
Lesedauer:
1 MIN

Corona ist für Oberstleutnant Oliver Hoppe kein Hinderungsgrund zur Blutspende zu gehen. Mit dem richtigen Abstand ist es auch sicher.

Ein Soldat liegt auf einer Trage und spendet Blut.

Mit der Nadel im Arm entspannt der erfahrene Blutspender, Oberstleutnant Oliver Hoppe, auf der Liege

Bundeswehr/Michael Scheller

Seit seinem Eintritt in die Bundeswehr 1991 spendet Oberstleutnant Oliver Hoppe regelmäßig Blut. „Helfen!“ ist seine Motivation. „Jeder kann bei einem Notfall auf fremdes Blut angewiesen sein. So ist es selbstverständlich, dass ich für Menschen, die Blut benötigen, spende.“ Und das regelmäßig. Über die Jahre hinweg hat Oberstleutnant Hoppe schon mehr als 15 Liter seines Blutes zur Verfügung gestellt.

Blutspendedienst in der von-Seydlitz- Kaserne

Viermal im Jahr organisiert der Flugmedizinische Assistent in der Abteilung Kommandoarzt, Oberstabsfeldwebel Marc Verch, für die Standorte Kalkar/Uedem einen Blutspendetermin. Seine Hauptaufgabe besteht dann darin sicherzustellen, dass den Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes der Zugang zur Kaserne gewährt wird. Das beinhaltet die Registrierung der Fahrzeuge und der EDVElektronische Datenverarbeitung, die für die Blutspendeaktion benötigt wird. Durch die besondere Herausforderung der Pandemie ist genügend Platz unabdingbar. Ideal dafür wäre die Turnhalle, diese ist jedoch im Moment als Lagerplatz in Verwendung. Daher wich man in das ehemalige Kasino aus. 

Einem Soldaten wird von einer Mitarbeiterin des DRK Blut abgenommen. Beide tragen aufgrund von Corona Masken.

Als Folge der Pandemie tragen sowohl Spender als auch die Mitarbeiter des DRKDeutsches Rotes Kreuz medizinische Masken

Bundeswehr/Michael Scheller

Die Helfer des DRKDeutsches Rotes Kreuz arbeiten die ganze Zeit mit medizinischen Masken und werden täglich getestet. Damit in dem kleineren Kasino keine Schlangen entstanden, kam der Organisator auf eine einfache Lösung. „Wir haben ein Terminsystem mit Online-Anmeldung im Intranet installiert, das sich sehr gut bewährt hat“, erklärte Oberstabsfeldwebel Verch. „Dieses soll auch weiterhin eingesetzt werden“, ergänzt er mit einem zufriedenen Lächeln. 

Nach der Blutspende erhält der Soldat ein Stärkungspaket von einer Mitarbeiterin des DRK.

Verdienter Lohn nach erfolgter Blutspende: Ein Stärkungspaket und Getränke

Bundeswehr/Michael Scheller

Im Laufe des Tages fanden sich im alten Kasino der von-Seydlitz-Kaserne mehr als 120 Soldatinnen und Soldaten, Zivilangestellte, sowie hier stationierte Soldaten verbündeter Streitkräfte ein und spendeten ihr Blut. Als kleines Dankeschön erhielt Oberstleutnant Hoppe, wie jeder Spender, vom Deutschen Roten Kreuz direkt danach Getränke und ein Paket zur Stärkung. Die nächste Blutspende wird in der städtischen Turnhalle in Altkalkar stattfinden. Dort ist dann auch wieder mehr Platz.

von Michael Scheller