Luftwaffe

Bodengeräte bei Blue Flag: Die Unsichtbaren

Bodengeräte bei Blue Flag: Die Unsichtbaren

  • Blue Flag
  • Menschen
Datum:
Ort:
Israel
Lesedauer:
2 MIN

Mit rund 150 Soldatinnen und Soldaten ist die Luftwaffe nach Israel gereist, um während der internationalen Übung Blue Flag verschiedene Luftoperationen zu trainieren. Damit die sechs Eurofighter in den Himmel über der Negev-Wüste aufsteigen können, sind viele Frauen und Männer am Boden notwendig. Zwei von ihnen werden selten wahrgenommen und gelten als selbstverständlich. Ohne sie könnte die Übung jedoch gar nicht erst beginnen – Die Jungs von den Bodendienstgeräten.

Kleine Schweißperlen glitzern auf der Stirn und Staub liegt in der trockenen Luft. 
Während in Deutschland langsam der Winter einkehrt, herrschen in Israel Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius. 

Der Teststand wird nach dem Transport nach Israel wieder mit Hydrauliköl aufgefüllt

Das Hydrauliköl wurde für den Lufttransport aus dem Teststand abgelassen und in Israel wieder nachgefüllt

Luftwaffe/Francis Hildemann


Gut gelaunt und bestens aufeinander abgestimmt

Die schweißtreibende Arbeit trübt jedoch nicht die Stimmung der Beiden. Es ist ihnen deutlich anzumerken, wie gerne sie ihren Job ausüben und wie eingespielt sie sind. „In Deutschland ist unsere Fachgruppe wesentlich größer. Das liegt an dem ständigen Flugbetrieb und an der großen Anzahl an Gerätschaften. Durch unsere Ausbildung und unseren Erfahrungen von anderen Kommandos sind wir alle sehr gut aufeinander abgestimmt. Daher ist es uns bei solchen Übungen auch möglich, zu zweit die Arbeit gemeinsam zu stemmen“, sagt Stabsunteroffizier Busch. 


 

Die Haube des Hydraulikteststandes wird von zwei Soldaten abgenommen

Oberfeldwebel Timo Schubert und Stabsunteroffizier Frederik Busch nehmen die Haube des Hydraulikteststandes ab

Luftwaffe/Francis Hildemann

Schule ist nicht alles

Die Frauen und Männer der Bodengeräte gelten als „Alleskönner“. Sie sind in sämtlichen Sparten der Technik ausgebildet. Darunter zählen Elektrik, Motortechnik, Hydraulik und Pneumatik. Über vier Monate drücken sie die Schulbank, um ihren Betriebsberechtigungsschein zu erhalten. Doch die Erfahrung gewinnt man nicht nur in der Schule. „Nach der Ausbildung beginnt die Lehre. Unser eigentliches Können erlernen wir im täglichen Dienst und ganz besonders auf solchen Übungen wie hier in Israel“, erklärt Oberfeldwebel Schubert.

Vor jeder Mission wird von den Bodengerätlern nochmal alles geprüft

Die Bodengerätler überprüfen alle Systeme, die für den technischen Flugbetrieb notwendig sind

Luftwaffe/Francis Hildemann

Zwei Wochen lang trainieren deutsche, israelische, USUnited States-amerikanische, italienische und griechische Streitkräfte Seite an Seite. Der Übungszeitraum der beiden Männer von den Bodengeräten zieht sich allerdings über fünf Wochen. „Wir richten nicht nur alle notwenigen Geräte her, sondern müssen natürlich auch dafür sorgen, dass unser Material für den Rücktransport vorbereitet wird“, begründet Stabsunteroffizier Busch ihren langen Aufenthalt. 

Die beiden Soldaten agieren eingespielt während der Übung Blue Flag in Israel

Es ist deutlich zu sehen, wie eingespielt Schubert und Busch bei Blue Flag die Geräte instand setzen

Luftwaffe/Francis Hildemann

Jede Woche am heiligen Samstag, dem Sabbat, ruht der Dienstbetrieb. Timo Schubert und Frederik Busch wollen die Zeit nutzen, um sich das Tote Meer anzuschauen. 


 

von Stephan Jeglinski