Luftwaffe

Der Eurofighter-Schrauber

Der Eurofighter-Schrauber

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  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
2 MIN

„Ich arbeite an einem der modernsten Kampfjets der Welt“, beschreibt Hauptfeldwebel Alexander Müller mit Stolz seine verantwortungsvolle Aufgabe. Als Fluggerätemechaniker in der Wartungsstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg an der Donau ist er zusammen mit seinen Kameraden für die technische Vorbereitung der Eurofighter für den Flugbetrieb zuständig.

Alexander Müller überprüft eine Komponente des Eurofighters

Die genaue Arbeit der Wartungsstaffel sorgt für die Sicherheit der Eurofighter-Piloten. Alexander Müller ist 1. Wart

Bundeswehr/Xaver Habermeier

Dies geschieht durch verschiedene Inspektionen, die von der reinen Sichtinspektion bis hin zu diversen elektrischen Funktionsüberprüfungen reichen. „Darüber hinaus werden je nach Mission Lenkflugkörper, Überschalltanks oder Hitzetäuschkörper verbaut“, zählt Müller auf. Hohe Verantwortung, großes technisches Verständnis und korrektes Arbeiten im Team sind die Grundsteine im täglichen Dienstbetrieb mit dem Waffensystem Eurofighter. „Daraus resultiert auch die sehr gute Flugsicherheitsbilanz in unserem Geschwader.“

Nach dem Check ist vor dem Check

Als 1. Wart ist Alexander Müller ab der ersten Minute der Vorfluginspektion dabei. Zusammen mit dem Piloten übernimmt er das Flugzeug, anschließend werden die Triebwerke gestartet. Der sogenannte „Last Chance Check“ ist die letzte Inspektion direkt vor dem Start. Bei laufenden Triebwerken überprüfen die Mechaniker im Vier-Augen-Prinzip letzte Punkte wie mögliche Leckagen oder Defekte.  In der Luft muss sich der Pilot absolut auf die technische Vorbereitung am Boden verlassen können. Nach der Mission wird der Jet vor dem Shelter angenommen. Nach einer Zwischenfluginspektion steht er dann wieder für den nächsten Einsatz bereit.

Hauptfeldwebel Alexander Müller

Hauptfeldwebel, Fluggerätemechaniker und Radprofi: Alexander Müller

Bundeswehr/Johannes Heyn

Alexander Müller  begann seine Karriere bei der Bundeswehr im Alter von 22 Jahren. Seine Schwester, selbst Hauptfeldwebel, begeisterte ihn für die Luftwaffe. Nach der Mittleren Reife schloss er eine Lehre zum KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker ab. Nach sechs Jahren Dienstzeit wurde er Berufssoldat in der Wartungsstaffel.

Sportlich bewies sich Müller in diversen Radprofiteams. Dieses Hobby kann er während seiner Dienstzeit in der Militär-Nationalmannschaft (CISMConseil International du Sport Militaire) fortführen und beeindruckte unter anderem mit einem Weltmeistertitel im Fixed Gear (Rennräder ohne Schaltung und ohne Bremsen) und einer Bronzemedaille bei den 6. Military World Games in Südkorea.

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Alexander Müller überprüft mit der Taschenlampe ein Triebwerk

Bei den verschiedenen Inspektionen und Überprüfungen wird jeder Eurofighter genau unter die Lupe genommen; in diesem Fall ist es allerdings eine Taschenlampe

Bundeswehr/Xaver Habermeier
Alexander Müller begutachtet das Laufwerk

Geprüft wird alles: vom Laufwerk…

Bundeswehr/Xaver Habermeier
Alexander Müller inspiziert das Cockpit eines Eurofighters

… bis zum Cockpit

Bundeswehr/Xaver Habermeier

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Sicherheit im deutschen Luftraum

Ein Eurofighter rollt aus dem Shelter

Ein Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter auf dem Weg zum Rollfeld zum Nachtflug auf dem Fliegerhorst in Neuburg an der Donau

Bundeswehr/Andreas Zeitler

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 stellt zur Überwachung des Luftraums an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zwei Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter mit zwei Piloten sowie Techniker und Flugbetriebspersonal bereit. Diese Alarmrotten oder im Militärjargon „Quick Reaction Alert“-Maschinen müssen spätestens 15 Minuten nach ihrer Alarmierung in der Luft sein, um auffällig gewordene Flugzeuge abzufangen und zu identifizieren. Mit dieser Aufgabe ist neben dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74 auch das Taktische Luftwaffengeschwader 71 in Wittmund beauftragt.

von PIZ Luftwaffe