Luftwaffe

Der neue Airbus A350 ist bei der Flugbereitschaft

Der neue Airbus A350 ist bei der Flugbereitschaft

  • Beschaffung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
2 MIN

Die bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr eingesetzten zwei Airbus A340 werden überwiegend für den politisch parlamentarischen Flugbetrieb genutzt. Diese Flugzeuge wurden seit 2000 bis heute 20 Jahre lang im Flugdienst der Flugbereitschaft eingesetzt. Sie werden nun durch drei neue Airbus A350 ersetzt. 

Bei Regen befindet sich der Airbus A350 im Landeanflug.

Der erste Airbus A350 ist im Anflug zur Flugbereitschaft BMVgBundesministerium der Verteidigung in Köln-Wahn

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Der Erste von Dreien

Der erste A350 mit der Kennung 10+03 ist am 9. Oktober 2020 von Lufthansa Technik in Hamburg zur Ergänzung und Verstärkung der Langstreckenflotte der Flugbereitschaft BMVgBundesministerium der Verteidigung in Köln überführt worden. Oberstleutnant Jens B., einer der erfahrensten Piloten und Fluglehrer der Flugbereitschaft BMVgBundesministerium der Verteidigung, hat das Flugzeug als Kommandant nach Köln geflogen. Er war einer der ersten Piloten, die bei der Lufthansa auf das neue Flugzeugmuster umgeschult wurden. Sein Fazit klingt begeistert: „Der A350 ist das beste Flugzeug, das ich je geflogen habe. Es fliegt schneller, höher, weiter und ist das modernste sowie ökonomischste Flugzeug in der Flotte der Flugbereitschaft.“

„Mit diesem Airbus A350 erhält die FlBschft BMVgBundesministerium der Verteidigung ein Flugzeugmuster der modernsten Generation. Dies ist der erste Airbus A350 überhaupt, der als Regierungsflugzeug genutzt wird und dafür auch umgerüstet wurde. Damit kann der Auftrag zum Lufttransport der ranghöchsten Vertreter von Staat und Regierung zukünftig noch effizienter, zuverlässiger, aber auch emissionsärmer durchgeführt werden“, erklärt der leitender technische Regierungsdirektor Stefan Rauscher. Er ist der zuständige Projektleiter im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. „Die Umsetzung dieses Projekts in einem äußerst ambitionierten Zeitplan war eine enorme Herausforderung, die nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten bei Industrie und Bundeswehr gemeistert werden konnte.“

Der Airbus A350 wird bei Regen von einem Flughafenfahrzeug gezogen.

Der Airbus A350 wird künftig die Langstreckenflotte der Flugbereitschaft BMVgBundesministerium der Verteidigung ergänzen und verstärken

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Das Aufgabenspektrum des A350 besteht überwiegend aus dem Personentransport von Politikern des parlamentarischen Bereichs sowie aus dem Transport von Soldatinnen und Soldaten. Zukünftig wird auch die Möglichkeit bestehen, Verwundete und Kranke intensivmedizinisch betreut zu transportieren. Nach der heutigen Übernahme des Flugzeugs durch die Flugbereitschaft in Köln, wird das fliegende und technische Personal weiter ausgebildet. Ziel ist die Aufnahme des Regierungsflugbetriebes zum Ende 2020.

Ablöse des A340 in 2022

Der Airbus A350-900 ist ein zweistrahliges Langstrecken Großraumflugzeug. Es ist das Verkehrsflugzeug mit dem höchsten Anteil an Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen in Rumpf- und Tragflächenstruktur. Die Reichweite beträgt ca. 15.000 Kilometer bei einer Reisegeschwindigkeit von ca. 910 Stundenkilometern. Der A350 kann bis zu 132 Passagiere befördern. Im hinteren Bereich ist eine Premium Echo Bestuhlung angeordnet mit 76 Passagierplätzen, im mittleren Bereich eine Business Class Bestuhlung für 30 Passagiere und im vorderen Teil der VIP Bereich. In der 10+03 wurde dieser Bereich als Interimskabine an die Bedürfnisse der VIP angepasst. 

Der erste von drei Airbus A350 ist gelandet.

Der erste von drei Airbus A350 ist gelandet

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Die beiden nächsten A350 mit den Kennungen 10+01 und 10+02 werden nach ihrer Fertigung in Toulouse bei Lufthansa Technik in Hamburg umgebaut und sollen im Jahr 2022 an die Flugbereitschaft übergeben werden. Dann wird es im vorderen Bereich der Flugzeuge, ähnlich wie im A340, einen Reiseraum, einen Konferenzraum sowie ein Private Office geben. Danach wird dann auch die 10+03 im vorderen Bereich die VIP Ausstattung erhalten. Die Airbus A350 sollen dann voraussichtlich ab 2022 die derzeitigen A340 ersetzen.

von Günter Straub