Rettungskette: Teamarbeit der Streitkräfte
- Datum:
- Ort:
- Schönefeld
- Lesedauer:
- 2 MIN
Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr (ZSanDst Bw) ist mit einem eigenen Display auf der ILA vertreten. Auf der Ausstellungsfläche haben die Besucher die Möglichkeit, sich über die Rettungskette zu informieren. Dieses koordinierte Verfahren zum Transport Verwundeter funktioniert nur im Zusammenspiel mehrerer Teilstreitkräfte.
Oberfeldarzt Dr. Sven Marquardt, Leitender Fliegerarzt des ZSanDst Bw und Leiter des Patient Evacuation Coordination Center (PECC), stellt auf der ILA gemeinsam mit Kameradinnen und Kameraden aus Leer, Berlin und Koblenz Teile des Leistungsportfolios des Sanitätsdienstes vor. Zu den Exponaten auf der Ausstellungsfläche der Sanitäter gehören ein SAR-Rettungshubschrauber Airbus H145 des Heeres, ein Beweglicher Arzttrupp GTK Boxer, eine Luftlanderettungsstation und das Transportflugzeug A400M MedEvac der Luftwaffe. „Wir bilden hier große Teile der Rettungskette ab. Die Besucher erfahren, wie das Zusammenspiel bei der Verwundetenversorgung und -evakuierung funktioniert, die durch das PECC koordiniert wird“, so Marquardt.
An der Rettungskette beteiligt: Der SAR-Rettungshubschrauber Airbus H145 des Heeres, ein Beweglicher Arzttrupp GTK Boxer, eine Luftlanderettungsstation und das Transportflugzeug A400M MedEvac der Luftwaffe
Bundeswehr/Björn AlbrechtDazu werden die Messebesucher analog eines Rettungseinsatzes über das Ausstellungsgelände geführt. Zunächst beantwortet die Besatzung des Rettungshubschraubers die Fragen zur Rettung und Erstversorgung von Verletzten. Danach wird der Bewegliche Arzttrupp GTK Boxer des Sanitätsdienstes vorgestellt. Das gepanzerte Fahrzeug ist in der Lage, Verwundete zur Luftlanderettungsstation (LLRS) zu transportieren. In der LLRS wird den Besuchern von medizinischem Fachpersonal erklärt, wie Verletzte für den Lufttransport im A400M stabilisiert werden. Für die ILA wurde der A400M mit Patiententransporteinrichtungen ausgestattet. Interessierten wird hier zum Abschluss des Rundgangs die hochmoderne medizinische Technik der fliegenden Intensivstation erklärt.
Die ILA bietet dem ZSanDst Bw eine hervorragende Plattform, um mit Bürgerinnen und Bürgerrn, die sich für Jobs im medizinischen Bereich der Bundeswehr interessieren, in Kontakt zu treten. „Auch der Sanitätsdienst profitiert von der Möglichkeit, sich auf der ILA zu präsentieren. Hier können wir zeigen, was für ein attraktiver Arbeitgeber wir sind“, sagt Marquardt. Menschen, die sich für die Arbeit im Sanitätsdienst der Bundeswehr interessieren, sind bei Marquardt und seinem Team an der richtigen Adresse. „Meine Kameraden und ich beantworten gerne alle Fragen. Wir freuen uns über zahlreiche Besucher“, so der Mediziner weiter.
In der Luftlanderettuungsstation (LLRS) stabilisieren die Sanitäter und Ärzte Verletzte für den Lufttransport im A400M.
Bundeswehr/Björn AlbrechtDoch nicht nur das Betreiben des Displays gehört zu den Aufgaben der Sanitäter. Auch die Realversorgung für Soldatinnen und Soldaten auf dem Gelände der ILA stellen Marquardt und seine Mannschaft sicher. Dazu wurde ein Rettungstransportwagen (RTW) der Bundeswehr für die Veranstaltung abgestellt. Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius auf dem Vorfeld des Flughafens werden der eingesetzte Truppenarzt und die Notfallsanitäterinnen voraussichtlich einiges zu tun haben.
von Björn Albrecht