Luftwaffe

Die Flugsicherheitsexperten bei Red Flag

Die Flugsicherheitsexperten bei Red Flag

  • Übung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
USA
Lesedauer:
2 MIN

Wir sind Oberstleutnant Fabian B. und Stabsfeldwebel Udo S. Als erfahrener Pilot (Fabian) und Mechaniker (Udo) sind wir bei der Übung RedFlag die Experten für Flugsicherheit. Nach dutzenden Übungen und Einsätzen bringen wir das Know-How sowohl für Eurofighter als auch für Tornado bei der internationalen Großübung mit.

Oberstleutnant Fabian (links) und Stabsfeldwebel Udo (rechts) mit ihrem „Flight Safety“-Auto vor einem Tornado

Der Flugsicherheitsoffizier Oberstleutnant Fabian B. und der Flugsicherheitsmeister Udo S. sind bei Red Flag für die Flugsicherheit zuständig

Bundeswehr/Ingo Tesche


Das sind unsere Aufgaben

Als Flugsicherheitsoffizier und Flugsicherheitsmeister haben wir jederzeit drei Kernbereiche im Blick: Sicherheit für Personen, Material und den Flugverkehr. Dabei ist die Mischung aus fliegerischem und technischem Hintergrund perfekt, um als Bindeglied innerhalb unseres Kontingentes, aber auch als Ansprechpartner zu den internationalen Stellen zu dienen. Zu Beginn der Übung war es wichtig, die Verfahren auf der Nellis Air Force Base kennenzulernen. Grade in Notfällen ist eine reibungslose Zusammenarbeit unerlässlich. Daher haben wir Kontakte zu den Sicherheitsbeauftragten der Amerikaner sowie zur Flugplatzfeuerwehr aufgebaut.

Bei der Besichtigung unserer Abstellfläche sind uns direkt ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die wir in Absprache mit der „Host Nation“ angepasst haben. So waren beispielsweise die Abstände zwischen den Stellplätzen der Eurofighter nach unseren Maßstäben zu gering, sodass wir diese geändert haben. Außerdem war die Wegmarkierung auf den Rollwegen an einigen Stellen brüchig und wurde von uns entfernt. Generell achten wir auf lose Gegenstände im sogenannten Flugbetriebsbereich, da diese unter Umständen in die Triebwerke der Flugzeuge eingesaugt werden können und dort Schäden hinterlassen.

Die Flugsicherheitsexperten knien vor einem schwarz-gelben Streifen, der die Wege für die Flugzeuge markiert

Die lose Wegmarkierung musste entfernt werden, da sie eine Gefahr für die Flugzeuge darstellt.

Bundeswehr/Ingo Tesche


Unsere Arbeit im Vergleich zu Deutschland

In Deutschland ist Fabian seit 2004 Tornado-Pilot und seit 2008 auch Flugsicherheitsoffizier im Taktischen Luftwaffengeschwader 33 in Büchel. Udo ist nach über 40 Dienstjahren als Elektriker und Mechaniker beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 in Nörvenich seit vier Jahren in Pension, kommt aber sehr gerne als Flugsicherheitsmeister zu Reserveübungen. So ist es auch hier bei RedFlag, woran ich 1989 zum ersten Mal teilgenommen habe. Der größte Unterschied in der Arbeit zwischen hier und Deutschland ist, dass bei Übungen deutlich eher im „Einsatzmodus“ gearbeitet wird, als im Heimatbetrieb. Das entsteht alleine dadurch, dass es hier viel mehr Flugbetrieb gibt, da es ein sehr großer Flugplatz ist und auch jeden Tag zweimal über 80 Flugzeuge starten – da ist natürlich auch für uns viel zu tun. In der Zeit der Übung müssen wir hier unsere drei Hauptaufgaben unter einen Hut bringen. Das sind zum einen Prävention, wie die Erstellung von Alarmplänen, Ausbildung, wie Einweisungen der Feuerwehr auf unsere Flugzeugmuster, und Untersuchungen wie Zwischenfallbearbeitungen.

Der Flugsicherheitsexperten knien neben einer gelben Treppe und überprüfen die Flugzeiten der Tornados

Udo (links) und Fabian (rechts) überprüfen die Flugzeiten der Tornados

Bundeswehr/Ingo Tesche
von Maurice Heck, Fabian B. & Udo S.