Luftwaffe

Frischzellenkur für Start- und Landebahn

Frischzellenkur für Start- und Landebahn

  • Infrastruktur
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
1 MIN

Wo sonst Eurofighter starten und landen, rollte am Freitag, den 8. Mai, schweres Gerät am Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 an. Pünktlich zur Platzschließung um 12.30 Uhr begannen die Bauarbeiter, den Flugplatz in Zell mit zahlreichen kleineren Baumaßnahmen einer Frischzellenkur zu unterziehen. Im Vordergrund steht, weiterhin die notwendige Sicherheit für einen reibungslosen Flugbetrieb zu gewährleisten.

Die Nahaufnahme zeigt einen Riss in der Startbahn.

Um die Sicherheit für einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten, werden die Risse auf der Startbahn repariert

Bundeswehr/Lena Djokic

In der Zeit vom 9. Mai bis 21. Mai findet am NATONorth Atlantic Treaty Organization Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 kein militärischer Flugbetrieb statt. Ursprünglich wäre das Geschwader in diesem Zeitraum beim NATONorth Atlantic Treaty Organization Tiger Meet in Portugal gewesen. Wegen der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie wurde das Treffen allerdings abgesagt. „Dadurch, dass die Flieger jetzt in Neuburg sind, kamen zusätzliche Herausforderungen und ein erhöhter Koordinationsaufwand auf uns zu, da die Maschinen jetzt auf dem Hof stehen und nicht in Portugal sind“, so Hauptfeldwebel Matthias Bauer, der als Infrastrukturfeldwebel die Maßnahme mit begleitet.

Auch Shelter brauchen Schutz

Neben der Reparatur von Rissen auf der Start- und Landebahn wird auf der Bahn außerdem der Gummiabrieb entfernt, was bei einem Militärflughafen einmal im Jahr erfolgt. In den Shelter-Bereichen werden die Fugenkanten neu verfüllt. Um den Betonunterbau der Shelter gegen die starken Witterungseinflüsse zu schützen, werden mehrere davon zusätzlich an der Außenhülle mit einem Blech verstärkt und bekommen einen neuen Anstrich.

Blick auf die Start- und Landebahn, die mit vielen schwarzen Spuren vom Gummiabrieb übersät ist.

Durch die zahlreichen Starts und Landungen ist viel Gummiabrieb auf der Bahn, der entfernt werden muss

Bundeswehr/Dennis Kremer
Am Eingang eines Shelters ist ein Baugerüst aufgebaut.

Der Shelter bekommt einen neuen Anstrich sowie einen Schutz für den Betonunterbau

Bundeswehr/Dennis Kremer

Bequemer Parkplatz für den A400M

Ferner wird in einem Bereich des Flugplatzes die Zufahrt von der Start- und Landebahn um etwa zwei Meter auf jeder Seite verbreitert, damit das Transportflugzeug A400M dort seine Parkposition einnehmen kann. Bis dato musste das große Fluggerät auf der Start- und Landebahn in einem aufwendigen Verfahren gewendet werden. In dieser Zeit war die Bahn für Starts und Landungen anderer Flugzeuge blockiert.
Läuft alles planmäßig, sind die Maßnahmen bis zum 21. Mai abgeschlossen und die Eurofighter des Geschwaders können wieder durchstarten.
 

Auf der Zufahrt zur Start- und Landebahn stehen Lkw, Bagger und zwei Bauarbeiter.

Die Bauarbeiten sind im vollen Gange. Damit der A400M nicht mehr aufwendig wenden muss, wird der Taxiway um jeweils zwei Meter auf jeder Seite verbreitert

Bundeswehr/Dennis Kremer


von Florian Herrmann