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Grippeschutzimpfung in Poggio Renatico

Grippeschutzimpfung in Poggio Renatico

  • Medizin & Gesundheit
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Poggio Renatico
Lesedauer:
2 MIN

Die Grippeschutzimpfung gehört seit vielen Jahren zur Pflichtimpfung für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. In Deutschland kann dieser wichtige Impfschutz unkompliziert vom Truppenarzt oder in einem Sanitätsversorgungszentrum empfangen werden. Komplizierter gestaltet sich das bei Auslandsdienststellen, die keinen eigenen Truppenarzt vor Ort haben. 

Ein General wird in seinen linken Oberarm gespritzt. Er erhält eine Impfung gegen die Grippe.

Mit gutem Beispiel voran: Brigadegeneral Christoph Pliet erhält als Erster den Impfstoff

Bundeswehr/Oswald Fahrner

Grippeschutz auch im Ausland

In Italien unterstützt eine Dienststelle die andere. Der Fliegerarzt und sein flugmedizinischer Assistent beim deutschen Anteil (DtA) der NATO Alliance Ground Surveillance Force (NAGSF) in Sigonella/Sizilien reisen dazu einmal im Jahr zum Deployable Air Command and Control Centre (DACCCDeployable Air Command and Control Centre) nach Poggio Renatico. Denn die dort stationierten Frauen und Männer des DACCCDeployable Air Command and Control Centre und deren Angehörige müssen mit dem Grippeschutzimpfstoff versorgt werden.

Für Soldaten und Familienangehörige

„Wir sind sehr dankbar, dass die über Jahre bewährte Zusammenarbeit mit Oberfeldarzt Lichtschläger vom DtADeutscher Anteil NAGSF Sigonella auch in diesem Jahr unter den schwierigen Bedingungen der Covid-19-Lage fortgeführt werden konnte. Damit kann der geforderte Impfschutz für unsere Soldaten hier in Poggio Renatico aufwandsarm und unbürokratisch gewährleistet werden. Und auch die Familienangehörigen haben die Influenza-Schutzimpfung erhalten. Das ist besonders wichtig in diesem Jahr, “ erklärt Oberst i.G.im Generalstabsdienst Mario Herzer, der Dienstälteste Deutsche Offizier im DACCCDeployable Air Command and Control Centre.

Mehr als 200 Impfungen

Was auf den ersten Blick einfach aussieht, ist bei genauerer Betrachtung ein nicht unerheblicher Aufwand für die Fliegerarzt-Dienststelle in Sigonella. Insbesondere ist hier der flugmedizinische Assistent, Hauptfeldwebel Hannes Dittmeier, gefordert. „Wir selbst nehmen ja für unsere Bundeswehrangehörigen auf Sizilien bereits rund 200 Impfungen vor. Die zusätzlich benötigte Menge für unsere Kameraden im nördlichen Italien muss bestellt, gelagert, transportiert und abgerechnet werden. Die Dienststellen müssen untereinander einen Termin koordinieren, an dem so viele Soldaten wie möglich vor Ort sind, “ erläutert der Fliegerarzt.

Ein Mann verspritzt eine Influenza-Impfung in den linken Oberarm einer zivilen Frau.

Neben den Soldatinnen und Soldaten erhalten auch die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Impfung gegen die Grippe

Bundeswehr/Oswald Fahrner

Impfungen unter Covid-19 

„Dazu stand, nach intensiver Vorbereitung, die Planung und von heute auf morgen platze das Vorhaben, weil die Airline kurzfristig die Flüge absagte. Schnell musste eine neue Flugverbindung und ein neuer Termin gefunden werden, da die Zeit drängte. Und natürlich alles unter Berücksichtigung der aktuellen Covid-19-Lage in Italien. Dabei war hilfreich, dass die Gefährdungsniveaus sowohl in Sizilien als auch in Poggio Renatico gerade rechtzeitig heruntergesetzt worden waren,“ so Oberfeldarzt Arnold Lichtschläger weiter.

Nach der Impfung ist vor der Impfung

Natürlich ist auch die bevorstehende Covid-19-Impfung hier ein brennendes Thema. Oberfeldarzt Lichtschläger und sein Team entwerfen bereits mehrere Szenarien, wie der lang ersehnte Impfstoff gegen die weltweite, schreckliche Pandemie, für die deutschen Streitkräften in Italien, professionell beschafft und verimpft werden könnte.

von Oswald Fahrner