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Luftwaffe

Guter Schutz für den Zwölf-Tonnen-Koloss

Die Abendsonne steht knapp über dem Horizont und der Himmel ist wolkenlos. Das Thermometer hängt jedoch starr bei zwölf Grad unter null. Von hinten – aus Richtung des dichten Kiefernwaldes – werden Triebwerkgeräusche immer lauter. Eine CH-53 GSGesetzliche Schutzaufgaben kommt knapp über den Baumwipfeln aus dem Wald hervor und geht in den Landeanflug. In 200 Metern Entfernung klappen plötzlich mehrere rote Schützenscheiben nach oben. Der Bordschütze an der Seitentür, der das Gelände ständig überblickt, hält kurz Rücksprache mit dem Piloten und eröffnet das Feuer aus seinem Maschinengewehr M3M.  Ein paar kurze Feuerstöße später sind die ersten Scheiben umgefallen. Der Hubschrauber startet durch, dreht ab und fliegt davon. Der Schütze an der hinteren Laderampe übernimmt das Feuer und bringt die letzten Scheiben zu Fall.

CH-53 GS kurz vor der Landung

Die CH-53 GSGesetzliche Schutzaufgaben mit drei schweren Maschinengewehren an Bord

Bundeswehr/Johannes Heyn

Es ist der Truppenübungsplatz Oberlausitz, auf dem das Hubschraubergeschwader 64 (HSGHubschraubergeschwader 64) neue Bordsicherungssoldaten für die CH-53 ausbildet. Die Schützen, auch Doorgunner genannt, erbringen im Einsatz einen erheblichen Schutz für die Luftfahrzeuge und deren Besatzungen. „Unsere Hubschrauber können sich aus eigener Kraft nicht verteidigen“, erklärt einer der Piloten, „Dank der Bordschützen können wir aber unsere Kameraden am Boden sogar aus Kampfzonen holen. Allein durch die Lautstärke vom M3M würden wohl die meisten in Deckung gehen.“ Die Besatzungen vom HSGHubschraubergeschwader 64 transportieren nicht nur Material im Einsatz. Sie werden auch für Rettungseinsätze und teilweise zur Unterstützung von Spezialkräften eingesetzt.

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