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Nachhaltigkeit

Luftwaffe will Vorreiter sein

Luftwaffe will Vorreiter sein

Datum:
Ort:
Schönefeld
Lesedauer:
2 MIN

Die Einsatzbereitschaft steht an erster Stelle - doch Nachhaltigkeit in der Luftwaffe muss kein Widerspruch sein, folgt man dem Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz. In seiner Eröffnungsrede zur Internationalen Luftfahrtausstellung betonte er die Komplexität des Themas und dass das gesamte Team Luftwaffe daran arbeite.

Patch zum Thema Nachhaltigkeit im Rahmen der ILA 22

Mit dem Patch zeigt die Luftwaffe weltweit ihren ökologischen Anspruch

Bundeswehr/Jane Schmidt

Aktuelle Ereignisse fordern heraus

„Sturmfluten, Hochwasser und Hitzewellen sind als Folgen der Klimakrise spürbar und haben bereits jetzt direkte Auswirkungen auf die Sicherheitspolitik und die Aufgaben der Bundeswehr“, betonte Gerhartz und spricht die aktuellen Ereignisse rund um die Waldbrände in Brandenburg an, bei denen die Luftwaffe schnell wie umfassend Hilfe leistete. Den Focus richtet der Luftwaffenchef auf die jungen Menschen, für die Umweltschutz, Nachhaltigkeit und klimaneutrales Handeln selbstverständlich seien, „und wenn wir sie für unseren Beruf gewinnen wollen, müssen wir hier Vorreiter sein“.

Thesen zeigen den Weg

Das fasst die erste von drei Thesen zusammen, mit der sich die Luftwaffe in den Meinungsaustausch einbringen will, um sie nachhaltig auszurichten. Die zweite These stellt die Verantwortung heraus, immer und jederzeit nach ressourcenschonenden Lösungen zu suchen. Da der Hauptteil der Emissionen der Luftwaffe im Flugbetrieb entstehe, so Gerhartz weiter, seien und würden hier schnell wie dauerhaft praktikable Maßnahmen zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes etabliert.

Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, eröffnet die ILA 2022

Auf der ILAInternationale Luft- und Raumfahrtausstellung 22 zeigte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, mit drei Thesen die Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit auf

Bundeswehr / Francis Hildemann

Klimaneutrales Fliegen ist das Ziel

Stichwort SAFSustainable Aviation Fuel: Aus erneuerbaren Energien, Windkraft oder Photovoltaik würde grünes Kerosin gewonnen werden, sogenanntes Sustainable Aviation Fuel (SAFSustainable Aviation Fuel). „Die anteilige Betankung von Luftfahrzeugen der Flugbereitschaft mit SAFSustainable Aviation Fuel sei bereits veranlasst. Bei einer Nutzung von 50 Prozent SAFSustainable Aviation Fuel würde der CO²-Ausstoß um circa 40 Prozent vermindert, so der oberste Luftwaffenchef: „Dies ist ein Quantensprung zum klimafreundlichen oder mittelfristig sogar klimaneutralen Fliegen.“

Flugzeug der Luftwaffe mit SAF Kennzeichnung

Quantensprung zum klimafreundlichen oder zukünftig sogar klimaneutralen Fliegen

Bundeswehr/Jane Schmidt

Fähigkeiten trotz Energiewende erhalten

Nach Verbesserungen streben und die Erfolge auch herausstellen, damit rundet Gerhartz sein Thesen-Papier ab. „Wir haben hierbei das klare Ziel vor Augen, mit SAFSustainable Aviation Fuel unsere militärischen Fähigkeiten im Rahmen der Energiewende zu erhalten und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.“ Das geschehe in dem Maße, wie die Industrie in der Lage sei, synthetischen Kraftstoff flächendeckend bereitzustellen. 

A400M auf der ILA 22

Der A400M ist für grünes Kerosin zertifiziert

Bundeswehr/Francis Hildemann
von Thomas Skiba

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