Oberste der Reserve der Luftwaffe: Bindeglieder zur Gesellschaft
Reserve- Datum:
- Ort:
- Bayern
- Lesedauer:
- 2 MIN
Mit Übernahme von mehr Aufgaben in der Landes- und Bündnisverteidigung durch die Luftwaffe wächst die Bedeutung der Reserve. Bei der diesjährigen Tagung der Obersten der Reserve mit Luftwaffenuniform in Marktoberdorf im November informierten sich die Bindeglieder zur Gesellschaft über die neusten Entwicklungen in der Luftwaffe.
Bei der diesjährigen Tagung der Obersten der Reserve der Luftwaffe nahmen 55 Oberste und Oberstärzte der Reserve mit Begleitung teil
Bundeswehr/Radetzki_PhilippWährend der dreitägigen Veranstaltung standen aktuelle Sachstände zu Logistik und Technik, Strategie und Einsatz, sowie die Planungen zu künftigen fliegenden Waffensystemen im Mittelpunkt. Insgesamt waren 55 Oberste und Oberstärzte der Reserve anwesend.
Der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten in der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, stellte in seiner Begrüßung dar, wie die Luftwaffe ihre schnelle Reaktionsfähigkeit bei der Verlegung von Luftfahrzeugen und Flugabwehrkräften an die Ostflanke der NATONorth Atlantic Treaty Organization unter Beweis gestellt hat. Der zukünftige Fokus der Luftwaffe auf die Landes- und Bündnisverteidigung werde sich auch auf die Entwicklungen in der Reserve der Luftwaffe auswirken.
Der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten in der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, begrüßte die Teilnehmenden
Bundeswehr/Andre BorowskiBrigadegeneral Gerhard Hewera, Kommandeur der Unterstützungsverbände der Luftwaffe, stellte die Bedeutung einer leistungsstarken Logistik am Negativbeispiel der Versorgungslage der russischen Streitkräfte in der Ukraine heraus und präsentierte in diesem Zusammenhang eine Übersicht der Unterstützungsverbände der Luftwaffe und deren Leistungsspektrum. Dabei ging er auf die Chancen querschnittlicher technischer Werkstätten in der Luftwaffe ein, die auch kurzfristige Modifikationen einsatzbezogen leisten könnten.
Weitere Referenten der Tagung waren der Stellvertreter des Abteilungsleiters BMVgBundesministerium der Verteidigung Strategie und Einsatz, Generalmajor Andreas Hoppe, Brigadegeneral a.D. Helmut Dotzler - beide trugen zu NATONorth Atlantic Treaty Organization und Landes- und Bündnisverteidigung vor - und Brigadegeneral Thomas Hambach, Kommandeur Landeskommando Bayern. Hambach stellte die Strukturen und Aufgaben des Landeskommandos vor mit Schwerpunkt auf die Führung und Ausbildung der Heimatschutzkräfte, die auch zum Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur eingesetzt werden.
Prof. Dr.-Ing.Doktor-Ingenieur Axel Schulte von der Universität der Bundeswehr München gewährte einen Einblick in die Arbeiten des Forschungszentrums des Military Aviation Research Center (MARC) sowie in die Studien und Forschungen, die sich mit einem künftigen Operationsumfeld und möglichen Szenarien der Luftstreitkräfte beschäftigen. Dabei spannte er in seinem Vortrag einen Bogen vom Einsatz von Assistenzsystemen über neue bemannte und unbemannte fliegende Waffensysteme bis zur Schwarmtechnologie.
Der Militärhistoriker im Kommando Luftwaffe, Oberstleutnant Thomas Schmitz, stellte die Traditionspflege der Luftwaffe dar. Die Handreichung „Traditions- und Brauchtumspflege in der Luftwaffe“ ist für Reservistinnen und Reservisten auf dem Dienstweg erhältlich.
Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, sprach zu den Handlungsoptionen und militärischen Erfordernissen im Bereich der Waffensysteme in einer unsicheren Welt. Bei der Zeitenwende aus Luftwaffenperspektive ging er auf die aktuelle Ausrichtung auf die Landes- und Bündnisverteidigung und die schnelle Reaktionsfähigkeit der Luftwaffe ein und beantwortete im Anschluss Fragen dazu.
von Stefan Radermacher