Luftwaffe

Im April heißt es für den Objektschutz der Luftwaffe: Destination – Mali

Im April heißt es für den Objektschutz der Luftwaffe: Destination – Mali

  • Einsatzvorbereitung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Schortens
Lesedauer:
2 MIN

Für knapp 100 Objektschützer heißt es in sechs Monaten: Sachen packen und ins Flugzeug nach Afrika. Ihr Ziel: der Stabilisierungseinsatz im krisengebeutelten Mali. Das “Schweizer Taschenmesser” macht sich auf den Weg.

Ein Transportflugzeug A400M startet im afrikanischen Niamey.

Das Objektschutzregiment der Luftwaffe wird mit rund 100 Soldatinnen und Soldaten im April 2021 nach Mali fliegen und den Stabilisierungseinsatz der Vereinten Nationen unterstützen

Bundeswehr/Jane Schmidt

Die generelle Aufgabe der Soldatinnen und Soldaten aus Schortens ist es, den Aufbau, den Schutz und den Betrieb eines Flugplatzes im Einsatz zu garantieren. Die Logistiker der 5. Staffel sorgen dafür, dass alles vom benötigten Material, über die Unterbringung, bis hin zu fließend Wasser und Strom vor Ort ist. Um die Infrastruktur, die zum Teil erst noch entstehen muss, kümmern sich die Pioniere.

Mit schwerem Gerät bauen oder reparieren die Pioniere bei Bedarf Straßen oder Landebahnen. Da die größte Bedrohung in Mali aktuell von Sprengfallen ausgeht, bereiten sich die Kampfmittelbeseitiger des Regimentes ebenfalls auf ihren Einsatz vor; genauso wie die militärischen Brandschützer und die Feldnachrichtenkräfte – die Spezialisten der Gesprächsaufklärung.

Zwei Soldaten stehen auf einer Straße und besichtigen die Umgebung.

Die Aufklärung durch Gespräche und die Beratung von Einheimischen in Afrika sind Kernaufgaben der Blauhelmsoldatinnen und -soldaten in Mali. Im Vorfeld wird möglichst einsatznah trainiert.

Bundeswehr/Pressestelle Objektschutzregiment der Lutwaffe

Die Feldnachrichtenkräfte haben immer einen Sprachmittler an ihrer Seite, der sich fließend in der jeweiligen Landessprache verständigen kann. So werden Gespräche, Befragungen und Informationsgewinnung innerhalb der Bevölkerung möglich. Die infanteristisch ausgebildeten Luftwaffensoldaten sichern den Einsatzflugplatz ab.

Ein Soldat liegt mit einem Gewehr im Anschlag im Gras und beobachtet das Gelände vor ihm.

Die infanteristisch ausgebildeten Luftwaffensicherer werden in Afrika an der Seite des Heeres die Aufklärer begleiten und schützen. Dafür bereiten sie sich derzeit intensiv vor.

Bundeswehr/Pressestelle Objektschutzregiment der Luftwaffe

Bekanntes Land – neuer Auftrag

Auch wenn das westafrikanische Land keine Unbekannte für das Objektschutzregiment ist, wird es jedoch der Auftrag zum Teil sein. Während die Brandschützer und die Pioniere ihre klassischen Aufgaben übernehmen, werden 84 Infanteristen für ein halbes Jahr dem Heer unterstellt. Die Luftwaffensicherer werden die Heeresaufklärer des Aufklärungsbataillons 8 sichern und auf ihren Patrouillen begleiten – an der Seite der Gebirgsjäger.

Drei gepanzerte Fahrzeuge stehen in der Wüste Afrikas auf einer Straße.

Eine neue Aufgabe wartet auf das Objektschutzregiment der Luftwaffe in Mali. Sie werden auf mehrtägigen Kontrollfahrten bis tief ins Landeinnere unterwegs sein.

Bundeswehr/Meike Reetz

Wo die Luftwaffensoldatinnen und -soldaten vorher ein Objekt mit festem Standort geschützt haben, werden sie in den Monaten des Einsatzes mobil sein. Sie werden die Aufklärer und die Gebirgsjäger auf mehrtägigen Kontrollfahrten bis tief ins Landesinnere begleiten. Ihre infanteristische Grundausbildung befähigt sie dazu, denn bis zu der spezifischen Ausbildung zum Luftwaffensicherer, sind sie genauso ausgebildet worden wie ihre Kameradinnen und Kameraden vom Heer.

von Pia Miranda & Sandra Süßmuth