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VAPB – Spendenlauf für das Soldatenhilfswerk

VAPB – Spendenlauf für das Soldatenhilfswerk

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Datum:
Ort:
Litauen
Lesedauer:
3 MIN

Das Team des Deployable Control and Reporting Centre (DCRC) „Red Hawk“ konnte bereits Aufgaben und Tätigkeiten dieser hoch spezialisierten Truppe sowie das Leben im Feldlager auf der Air Base in Šiauliai vorstellen. Aus diesem gesunden „Spirit“ des Teams „Red Hawk“ ist nun eine neue Idee entstanden: Ein selbst organisierter Spendenlauf des DCRC bei der Mission VAPB 2020/21.

Noch befindet sich das Team geschlossen auf dem Rundkurs.

In den ersten Runden des Rundkurses befinden sich die Läuferinnen und Läufer geschlossen Seite an Seite

Bundeswehr/Benjamin Albert

Eine kleine Gruppe passionierter Läufer des Kontingents hatte die Idee, einen Spendenlauf ins Leben zu rufen. Als Motivation für die Läufer wurde zusammen mit dem Führungsteam des DCRC angeboten, einen Beitrag von 35 Cent pro gelaufenen Kilometer in einen Spendentopf zu geben. „Challenge Accepted“, so lautete der Zuspruch aus der Gemeinschaft. Die Spenden sollten dabei in Not geratenen Soldatinnen und Soldaten und deren Familien zu Gute kommen. So blieb nun nur noch die Hoffnung auf eine hohe Beteiligung.

Vorbereitung durch viele engagierte Helfer

Es ist Sonntagmorgen, 9 Uhr. Der Boden noch feucht vom nächtlichen Regen, leicht bewölkter Himmel, nahezu windstill. Viele der Spendenläufer sind bereits aus ihren Zelten geschlüpft, dehnen und strecken sich und schnüren vorsorglich nochmals ihre Sportschuhe. Auch die freiwilligen Helfer haben sich bereits am Start- und Zielpunkt eingefunden und treffen die letzten Vorbereitungen zum Lauf. 

Auch wenn während einer Verlegung des DCRC im Einsatz die Mittel begrenzt sind, gelang es dem Organisationsteam nahezu alles bereitzustellen, was einen Volkslauf ausmacht. Da wäre zum einen der DJ, Hauptfeldwebel Mario W., welcher mit ordentlicher Musik am Start- und Zielbereich den Läuferinnen und Läufern Schwung für die nächste Runde bescherte. Oder die Verpflegungsstation mit verschiedenen Getränken, Früchten und Snacks. Und selbstverständlich durfte die Finisher-Medaille nicht fehlen, die jedem Teilnehmer nach erfolgreicher Teilnahme um den Hals gehängt wird. Doch damit nicht genug. Am Abend zuvor konnten sich alle Athletinnen und Athleten ihren Kohlenhydratspeicher mit Nudeln und Bolognese, gekocht vom Küchenteam der „Verlegbar“, auffüllen.

Spannung vor dem Start

Es ist 9.45 Uhr. Alle Läufer, Helfer und Zuschauer sind nun am Startpunkt versammelt. Eine leichte Aufregung und Vorfreude der Teilnehmer sind zu spüren. Vereinzelt leise Stimmen, die einen gewissen Zweifel an selbstgesteckten Zielen ertönen lassen, sind zu hören – doch jetzt gibt es kein Zurück. Die Projektverantwortliche, Oberleutnant Lisa M., begrüßt alle Helferinnen und Helfer und natürlich alle Läuferinnen und Läufer. Die Spannung auf den Startschuss steigt.

Jetzt noch kurz die Einweisung, letzte motivierende Worte, ein Gruppenfoto und dann knallt pünktlich um 10 Uhr die Startklappe und der Lauf ist eröffnet. Knapp 40 Paar Laufschuhe machen sich auf in den Rundkurs von 1,7 Kilometern Länge.

Eine Gruppe von Läuferinnen und Läufern

Manche lenken sich mit Musik ab, andere wiederum suchen das Gespräch mit dem Nachbarn

Bundeswehr/Benjamin Albert

Nach etwas Zeit haben die ersten Läuferinnen und Läufer ihr gesetztes Ziel erreicht und geben nochmal alles für die letzten Meter und überqueren, sichtlich froh und erleichtert, die Ziellinie. Während die ersten Finisher-Medaillen umgehängt werden, ziehen die Langstreckenläufer weiter ihre Runden und die Spendenuhr läuft unaufhörlich.

Zahlreiche Zuschauer und das unterstützende Personal animieren enthusiastisch die Athletinnen und Athleten. Motiviert durch das Wetter, das Gruppengefühl oder einfach nur den Spaß am Laufen, treibt dies viele dazu an, vielleicht noch eine weitere Runde in Angriff zu nehmen. Erstaunlich, wie viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über sich hinauswachsen. Und die Spendenuhr läuft! 

Der Kontingentspieß lief auch mit und wird mit einer La Ola empfangen.

Auch der Spieß konnte sich mit seinem 21-Kilometer-Lauf gebührend feiern lassen

Bundeswehr/Benjamin Albert
Die Gesichter der Läuferinnen und Läufer verraten die zurückgelegte Strecke

Bei manchen ein etwas gequältes Lächeln. Aber durchhalten ist alles.

Bundeswehr/Benjamin Albert

Ein gemeinsames Erfolgserlebnis für den guten Zweck

Mittlerweile sind die Langstreckenläufer Stunden unterwegs und Punkt 12.45 Uhr, begleitet von Applaus, begeben sich die letzten „Halbmarathoni“ in Begleitung des Kontingentführers als letzte verbliebene Läufer auf die Zielgerade. Geschafft!

Der letzte Läufer überquert nach 21 Kilometern die Ziellinie.

Erleichterung: Hauptfeldwebel Oliver B. durchläuft als letzter Teilnehmer nach 21 Kilometern die Ziellinie

Bundeswehr/Benjamin Albert

Viele zufriedene Gesichter, glücklich über persönliche Erfolge, aber mit Sicherheit auch freudestrahlend, für etwas Gutes gelaufen zu sein, runden das Gesamtbild dieser gelungenen Veranstaltung ab. Der schnellste Läufer auf einer Distanz von 10 Kilometern war Oberfeldwebel Markus G. mit einer Zeit von 44 Minuten. Auf der Strecke von 21 Kilometern konnte sich Hauptfeldwebel Andreas M. mit der beeindruckenden Zeit von einer Stunde und 45 Minuten durchsetzen. 

Hauptfeldwebel Andreas M. erhält eine Finisher-Medaille.

Hauptfeldwebel Andreas M. war an diesem Tag in bestechender Form und absolvierte die 21 Kilometer mit 1 Stunde 45 Minuten in deutlich unter 2 Stunden

Bundeswehr/Benjamin Albert
Hauptfeldwebel Andreas M. beendet als erster die 21 Kilometer.

Ein Sportler durch und durch, selbst nach 21 Kilometern für jeden Spaß zu haben, Hauptfeldwebel Andreas M.

Bundeswehr/Benjamin Albert

Am Ende des Tages absolvierten 39 Läufer eine Gesamtstrecke von 512 Kilometern mit einer Gesamtdauer von 57 Stunden und 6 Minuten und füllten dadurch den Spendentopf mit über 600,00 Euro. Der Kontingentführer und der Kontingentspieß des DCRC werden die Spende gemeinsam mit dem schnellsten Halbmarathonläufer virtuell an das Soldatenhilfswerk überreichen.

Zu dritt überreichen die Soldaten symbolisch den Spendenscheck in Höhe von 600 Euro.

Kontingentfeldwebel Sören E., Hauptfeldwebel Andreas M. und Kontingentführer Thorsten Hell mit dem Spendenscheck über 600 Euro

Bundeswehr/Benjamin Albert
von Claudia Müller & Stefan Zippel