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Vom Flieger bis zum General: Blutspendeaktion in Kalkar

Vom Flieger bis zum General: Blutspendeaktion in Kalkar

  • Coronavirus
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Datum:
Ort:
Kalkar
Lesedauer:
2 MIN

Vor kurzem gab es am Standort Kalkar eine Blutspendeaktion. Wichtiger Bestandteil der Aktion war ein angemessener Schutz vor dem Coronavirus.

Brigardegeneral Pototzky liegt auf einer Liege und spendet Blut.

Brigadegeneral Pototzky beim Spenden

Bundeswehr/Sven Dube

Das erste Mal in diesem Jahr fand eine Blutspendeaktion in der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar statt. Dies ist mittlerweile die zweite Aktion, die unter Corona-Bedingungen stattfindet. Mehr als 130 freiwillige Spenderinnen und Spender fanden sich trotz der immer noch andauernden Pandemie zusammen. Auch in diesen schweren Zeiten wollen sie etwas Gutes für Menschen tun, die es momentan nicht so leicht haben und auf solche Blutspenden dringend angewiesen sind. Sowohl Soldatinnen und Soldaten und zivile Angestellte der Bundeswehr, als auch internationale Soldaten aus verbündeten Streitkräften gehörten zu den Spendern.

Blutspende trotz Corona?

In Zeiten von Corona haben viele Menschen Angst vor einer Blutspende. Grund dafür ist die Befürchtung, sie könnten sich leicht mit dem Corona-Virus infizieren. Sie meiden deshalb die Spende. Thorsten Hemmers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRKDeutsches Rotes Kreuz), versichert allerdings, dass im Vorhinein Maßnahmen getroffen wurden, um einer Infektion der Spender entgegenzuwirken.

Es dürfen beispielsweise nur zehn Spender gleichzeitig in einem Zeitfenster von 20 Minuten zur Spende. Ebenfalls wurde darauf geachtet, dass die Spender- und die Ruhebetten in einem ausreichenden Abstand aufgestellt wurden, sodass die Abstandsregelungen auch hierbei eingehalten werden konnten. 

Blutspendeutensilien liegen auf einem Tisch in der Sporthalle in Kalkar.

Der Blutspendedienst in der Sporthalle in Kalkar

Bundeswehr/Sven Dube

Spenden ist wichtig

Es ist sehr wichtig, dass man trotz der andauernden Pandemie zur Blutspende geht. Thorsten Hemmers betont: „Gerade für Krebspatienten ist es essenziell wichtig, weiterhin regelmäßig Blut zu spenden. Auch wird bei der Versorgung von Unfallpatienten eine Menge Blut benötigt. Operationen, wie zum Beispiel eine Leber-OP, verbrauchen bis zu 60 Blutkonserven.“

Ein Soldat liegt auf einer Liege und spendet Blut.

Obergefreiter Vogel bei der Blutspende

Bundeswehr/Sören Schiffer

Hilfsbereitschaft unter den Spendern

Brigadegeneral Burkhard Pototzky, Leiter Bereich Nationale Führung und General Weltraumoperationen im Zentrum Luftoperationen, lässt es sich nicht nehmen, auch an der Blutspende teilzunehmen. Er will mit der Spende ein Zeichen setzen und andere dadurch zum Blutspenden animieren. Auf die Frage, was sein Antrieb zur Spende ist, sagt er, dass er anderen Menschen helfen möchte. „Jeder Mensch kann selber mal in die Situation kommen, in der er eine Blutspende benötigt“, so der General.

Auch Neuspender konnten durch die Aktion gewonnen werden, wie der 18-jährige Obergefreite Leon Vogel und der gleichaltrige Flieger Dwayne Bernhardt. Beide sind zum ersten Mal bei einer Blutspende dabei. „Es ist ein geringer Aufwand, aber dafür kann man vielen Menschen damit helfen“, so der Obergefreite Vogel auf die Frage, warum er spendet.

Blutkonserven liegen in einer Kühlbox.

Das Ergebnis: Bis zu 400 Leben können theoretisch mit dem heute gespendeten Blut gerettet werden

Bundeswehr/Sven Dube

Insgesamt war die Blutspendeaktion dank der vielen freiwilligen Spender ein voller Erfolg. Es stehen auch schon die nächsten Termine fest: Ende April findet die nächste Blutspende in der Von-Seydlitz-Kaserne statt. 

von Sören Schiffer