Inhalt
Luftwaffe

Willkumme doheim – der erste A330 MRTT der MMF landet in Köln

Eindhoven: Bei strahlendem Sonnenschein ging es in die Luft. Der A330 MRTT mit der Kennung T-055 erhob sich über der Startbahn der Main Operating Base Eindhoven und machte sich auf den Weg in Richtung Deutschland.

Ein Flugzeug steht auf der Plattform

Der A330 MRTT mit der Kennung T-56 wird als erstes Flugzeug des MMF Programms die Umrüstung für die luftmedizinische Evakuierung erhalten

MMU

Hier stand an diesem Tag eine Luftbetankung mit deutschen Eurofightern auf dem Plan – doch das war nicht das einzige Highlight des Tages für die erfahrene MMU-Crew um Oberstleutnant Christian Körnig. Für ihn und den gesamten multinationalen Verband Multinational Multi Role Tanker Transport Unit (MMU) war es ein besonderer Tag, denn zum ersten Mal landete ein A330 MRTT der MMU in der Forward Operating Base (FOB)+ in Köln.

Nun könnte man denken, dass die Landung eines Flugzeugs auf einem Flughafen nichts Besonderes ist. Aber beim Blick hinter die Kulissen wird schnell klar, wieviel Arbeit damit verbunden ist und was die Soldatinnen und Soldaten in Köln leisten mussten, um diese erste Landung in Köln möglich zu machen. Denn nicht nur das Flugzeug ist neu, sondern auch die Einheit und die Organisation dahinter, die diese Flugzeuge betreiben wird – und das multinational.

Multinationale Hilfe rund um die Uhr aus Köln

Die FOB+ in Köln, als abgesetzter Bereich der MMU in Deutschland, hat den Auftrag, künftig insgesamt vier Luftfahrzeuge zu betreiben. Das bedeutet, dass die FOB+ ein zusätzlicher Flughafen für die MMU ist. Um die Missionen der MMU durchführen zu können, wird fliegendes als auch technisches Personal vor Ort eingesetzt. Doch das ist nicht alles, denn die FOB+ erfüllt in der Zukunft eine Schlüsselrolle im multinationalen Projekt – die Fähigkeit zur luftmedizinische Evakuierung.

So wird in Köln dauerhaft, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr ein A330 MRTT für die luftmedizinische Evakuierung den MMF-Partnernationen (Belgien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Tschechien) zur Verfügung stehen. Diese Rolle umfasst neben der Versorgung von Soldatinnen und Soldaten weltweit auch die Unterstützung bei humanitären Hilfeleistungen – wie es zum Beispiel in Verbindung mit COVID-19 der Fall hätte sein können.

Ein Flugzeug auf der Plattform

Der A330 MRTT auf dem Weg zu seiner Parkposition in Köln

Bundeswehr/Miriam Altfelder

A330 MRTT ersetzt A310 MRTT

Im allerersten Schritt war es wichtig, einen geeigneten Standort für das Personal und Material der MMU zu finden und diesen Standort auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Die Entscheidung fiel auf das Gelände der Flugbereitschaft BMVg in Köln-Wahn, wo mitunter derzeit noch die A310 MRTT der Luftwaffe beheimatet sind. Mit dem Aufwuchs der MMU in den kommenden Jahren wird dieses Luftfahrzeugmuster Schritt für Schritt in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Dessen Aufgaben übernehmen dann die A330 MRTT des MMF Programms.

Zwei Flugzeuge stehen nebeneinander auf der Plattform

Der A330 MRTT der MMU wird in der Zukunft die Aufgaben des A310 MRTT der Luftwaffe übernehmen

Bundeswehr/Kevin Schrief

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich aus diesem Grund auf dem Luftwaffenstandort viel getan. Unter der Federführung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBW) mit Unterstützung der MMU und natürlich der Luftwaffe galt es zunächst die Infrastruktur vorzubereiten, Büroräume und Arbeitsflächen auszustatten und Material für die technische Wartung der Luftfahrzeuge bereitzustellen. In enger Zusammenarbeit mit der Flugbereitschaft BMVg wurde und wird ein gesamter Bereich in der Kaserne an die MMU übergeben, saniert und mit nationaler als auch multinationaler Ausstattung versehen. Für die multinationale Ausstattung ist die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) verantwortlich.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Trotz kleinerer Verzögerungen im Zusammenhang mit COVID-19 ist es gelungen, die Vorbereitungen für den Flugbetrieb der MMU aus Köln weiter voranzutreiben – so dass jetzt die erste Landung in Köln möglich war. „Auch im Namen des Dienstältesten Deutschen Offiziers und Deputy Commander der MMU, Herrn Oberst Bestgen, bringe ich meine besondere Freude zum Ausdruck. Es tut gut zu sehe, dass die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten Früchte tragen und wir das Luftfahrzeug heute hier in Köln begrüßen dürfen. Die Zusammenarbeit mit dem BAAINBW, der Luftwaffe und ganz besonders mit unseren Nachbarn, der Flugbereitschaft BMVg, ist maßgeblich für unseren Erfolg“, betonte Oberstleutnant Jochen Schaible, der Leiter der FOB+ Köln, bei der Ankunft des Flugzeugs. Zum ersten Mal in die zweite Heimat der MMU wurde der A330 MRTT von Oberstleutnant Christian Körnig geflogen. Der erfahrene Luftwaffenpilot und Vorgesetzter des gesamten fliegenden Personals der MMU in Köln, führte die erste Landung persönlich durch.

Zwei Soldaten stehen vor einem Flugzeug

Oberstleutnant Jochen Schaible (rechts) mit Oberstleutnant Christian Körnig beim Empfang des ersten A330 MRTT in der MMU FOB+

Bundeswehr/Kevin Schrief

Umbau für die luftmedizinische Evakuierung in 2021

„Mein Dank gilt den Soldatinnen und Soldaten hier am Standort Köln für ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft in diesen schwierigen Zeiten. Ich bin stolz darauf, was wir bisher gemeinsam erreicht haben und jetzt heißt es, weiter nach vorne zu blicken und weiter anzupacken“, so Oberstleutnant Jochen Schaible.

Das gelandete Flugzeug T-055 wurde direkt an das technische Personal vor Ort übergeben, das eine Routinewartung durchführte. Im Anschluss ging es für diesen A330 MRTT wieder zurück nach Eindhoven. Weitere Flüge des Hightech-Riesen nach Köln sind bereits geplant. Im ersten Halbjahr 2021 wird der erste A330 MRTT des MMF-Programms in Köln in seine Rüstrolle zur luftmedizinischen Evakuierung umgebaut.


von Thomas Bauer
Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung