Luftwaffe

Zukunftsweisender Besuch bei der Luftwaffe

Zukunftsweisender Besuch bei der Luftwaffe

  • Digitalisierung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Nörvenich
Lesedauer:
2 MIN

Auch wenn das Internet schon lange kein Neuland mehr ist, entwickelt sich die digitale Welt rasend schnell. Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, wurde daher mit der Gestaltung der Digitalisierung in der Luftwaffe beauftragt.

Sven Weizenegger sitzt im Cockpit eines Eurofighters. General Rieks und ein anderer Soldat erklären es ihm.

Sven Weizenegger lernt den Arbeitsplatz der Piloten kennen

Bundeswehr/Laura Kasper

Sven Weizenegger, anerkannter Experte für Cyber Security, Digitalisierung und künstliche Intelligenz, will als neuer Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHCyber Innovation Hub) Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Bundeswehr entwickeln und umsetzen.
Auf dem Fliegerhorst Nörvenich kamen beide zusammen, um sich über den aktuellen Stand in einem fliegenden Verband und mögliche gemeinsame Projekte auszutauschen.

Vernetzung in allen Lagen

Oberstleutnant Gerd Schnell, Kommandeur der Fliegenden Gruppe, empfing stellvertretend für den Kommodore die Besucher und stellte den Verband vor. Dem Leiter des CIHCyber Innovation Hub wurde das Waffensystem Eurofighter sowohl durch fliegerisches als technisches Personal im Detail erklärt. Dabei ging es besonders um die bereits bestehende Vernetzung zwischen Waffensystem und Bodenpersonal und die digitale Unterstützung des Piloten. In der Werkstatt für den Lightning Designator Pod (LDP) wurden die Möglichkeiten dieses Systems für die Bekämpfung von Bodenzielen und am Airborne Reconnaissance Pod (ARP) die Aufklärung erläutert. Dabei ist gerade die Möglichkeit der direkten Übermittlung von Aufklärungsergebnissen an das Auswertungspersonal am Boden thematisiert worden.

Virtuell und besonders digital

Zum Ende des Besuchs tauchten die Gäste ab in die virtuelle Welt der Simulationen. Hier können die Eurofighter-Piloten in zwei Flugsimulatoren, alleine oder im Verbund, jedes erdenkliche Szenario üben.  Dazu können die Fluglehrer verschiedenste Einflüsse, wie Landschaft, Wetter oder weitere Luftfahrzeuge, steuern. Darüber hinaus können im virtuellen Tower, Flugverkehrskontrolloffiziere geschult werden. Dies hilft dabei, sich an in die Besonderheiten des Nörvenicher Luftraums und des Fliegerhorsts zu gewöhnen. Künftig ist eine Vernetzung mit den Simulatoren der anderen Luftwaffenverbände und NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern angestrebt.

Zwei Männer befinden sich in einem Flugzeugsimulator.

In der virtuellen Welt des Simulators

Bundeswehr/Laura Kasper

Aufsetzpunkt getroffen

Generalleutnant Dr. Rieks bedankte sich beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ für die Möglichkeit des Besuchs. „Wir haben eine Reihe von Dingen vor, im Bereich der Digitalisierung der Luftwaffe, und ich glaube es gibt eine Menge Anknüpfungspunkte. Diese sollten aber immer verbunden sein mit der Praxis, um letztendlich die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe nach vorne zu bringen. Und ich glaube das der Besuch hier im Geschwader genau der richtige Aufsetzpunkt war, um dies in der Zukunft anzugehen.“ Herr Weizenegger ergänzte: „Ich finde es sehr wichtig zu erleben, was vor Ort passiert und geschieht. Jetzt gilt es gemeinsam Probleme zu identifizieren und daraus Lösungen abzuleiten und das natürlich gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.“

Drei Männer stehen vor einem Eurofighter und unterhalten sich.

Oberstleutnant Gerd Schnell erklärt die Möglichkeiten des Eurofighters

Bundeswehr/Laura Kasper
von David Joliet