Luftwaffe

Zusätzliche „Medical Directors“ für den A400M

Zusätzliche „Medical Directors“ für den A400M

  • Coronavirus
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Wunstorf
Lesedauer:
2 MIN

Dieser Beitrag wird nicht dargestellt, weil Sie Twitter in Ihren Datenschutzeinstellungen deaktiviert haben. Mit Ihrer Zustimmung aktivieren Sie alle Twitter Posts auf bundeswehr.de.

Weiteres medizinisches Fachpersonal wurde für den A400M ausgebildet. Jetzt kann die Betreuung von noch mehr Patienten gewährleistet werden.

Anhand des Dummys trainieren die Soldaten für die MedEvac.

Die für COVID-19Coronavirus Disease 2019 so wichtige Beatmung von Patienten ist nur an den ersten vier PET möglich. An den letzten beiden an der Laderampe ist das jedoch nicht möglich.

Bundeswehr/Doris Lammers

Um verletzte oder erkrankte Personen schnell über weite Distanzen transportieren zu können, hat die Luftwaffe ihre „fliegenden Intensivstationen“. Diese speziell ausgestatteten Flugzeuge helfen im Kampf gegen COVID-19Coronavirus Disease 2019. Schon mehrfach wurden in den vergangenen Wochen Intensivpatienten aus Italien und Frankreich zur Behandlung nach Deutschland geflogen. Dafür gingen Maschinen vom Typ A310 und A400M an den Start, die für die luftgestützte medizinische Evakuierung – der „Aeromedical Evacuation“ (AirMedEvac) ausgestattet sind.

Ein A400M mit eingebauten Patienten-Transoprt-Einheiten.

Im Laderaum des A400M können bis zu sechs Patienten-Transport-Einheiten (PTE) eingebaut werden.

Bundeswehr/Simon Otte

Medizinisches Fachpersonal zwingend erforderlich

Wird ein A400M für einen Hilfs- oder Rettungsflug benötigt, ist dieser innerhalb weniger Stunden von Technikern des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 ein- und umgerüstet. Die Personen-Transport-Einheiten werden für die Versorgung der Patienten eingebaut. Währenddessen reist auch das eingeteilte Sanitätspersonal an. Das befindet sich im regulären Dienst in Bundeswehrkrankenhäusern oder Sanitätsversorgungszentren. Abhängig von der Art der Verletzung oder Erkrankung und der Patientenanzahl, wird das medizinische Personal individuell zusammengesetzt.

Ausbildung je nach Flugzeugtyp

Da sich die eingesetzten Flugzeuge in der technischen Ausstattung, wie den Türen, Feuerlöschern und auch dem jeweiligen Flugverhalten unterscheiden, erfolgt für das Fachpersonal jeweils eine spezielle Einweisung. Somit wird auch das richtige Verhalten und Notfallverfahren bei einem Flugzwischenfall gewährleistet.

Damit in der aktuellen Lage auf eine möglichst große Anzahl an Fachkräften zurückgegriffen werden kann, erfolgte kurzfristig eine „Medical Director - Unterschiedsschulung“ für den A400M in Wunstorf. Verantwortlich für die Ausbildung war das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe. Das Lehrpersonal wird dabei vom LTG 62 unterstützt. Ziel der Kurzschulung war es, die bereits auf anderen Flugzeugen ausgebildeten Medical Directors (MD) für ihre Arbeit im A400M MedEvacMedical Evacuation zu trainieren. Hierdurch können sie kurzfristig das bereits vorhandene Personal auf diesem Flugzeugmuster ergänzen oder auch ersetzen.

Ein Dummy, dass auf eine Personen-Transport-Einheit geschnallt und an ein Beatmungsgerät angeschlossen ist.

Die medizinische Ausstattung des A400M MedEvacMedical Evacuation ist mit der Intensivstation eines Kreiskrankenhauses vergleichbar.

Bundeswehr/Doris Lammers

Was ist ein Medical Director (MD)?

Der MD, ein Fliegerarzt der Luftwaffe, ist zuständig für die Organisation und Führung des Einsatzes und fungiert als Bindeglied zwischen Cockpit-Besatzung und medizinischer Crew.

Ihm steht ein Team von weiteren Spezialisten zur Verfügung, wie zum Beispiel der Medical-Crew-Chief (MCC) als seine „rechte Hand“, ein Anästhesie-Team, Notfallsanitäter und Techniker für die medizinischen Geräte.  


von Martin Buschhorn