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Arbeitspferd der Marine

„Lübeck“ von ihrem letzten Einsatz zurück

„Lübeck“ von ihrem letzten Einsatz zurück

  • Einsatz
  • Marine
Datum:
Ort:
Wilhelmshaven
Lesedauer:
2 MIN

Am 16. Juni ist die Fregatte in ihren Heimathafen eingelaufen. Mit der Rückkehr aus der Ägäis von der Standing NATO Maritime Group 2 schließt sich somit das Kapitel der Fregatten der Bremen-Klasse F122 im Einsatz. Zum Jahresende wird die „Lübeck“ außer Dienst gestellt.

Ein graues großes Schiff macht in einem Hafen fest.

Die Fregatte „Lübeck“ wurde am 16. März 1990 in Dienst gestellt und ist damit die dienstälteste Fregatte der Deutschen Marine

Bundeswehr/Julia Kelm

„Dieser Einsatz war, so kurz nach dem letzten Einsatz in der Ägäis, für die Besatzung eine besondere Herausforderung. Die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar massiv veränderte Lage in der Welt hatte ihren Einfluss auf das gesamte Schiff, aber letztendlich nicht auf den Auftrag“, so der Kommandant, Fregattenkapitän Kai Röckel.

„In einer zugespitzten Sicherheitslage gleichzeitig die Außerdienststellung der ‚Lübeck‘ vorzubereiten, führt zu gemischten Gefühlen“, führt er fort. „Meine Besatzung hat alles getan, um jederzeit bereit zu sein auf Unvorhergesehenes zu reagieren.“

Der U-Jagd-Fregatte kommt aus der NATO-Unterstützungsmission Ägäis zurück. Dort waren der Lagebildaufbau und die Kooperation mit den Partnern in der Grenzregion zwischen der Türkei und Griechenland ihr Hauptaugenmerk. In ihrer Funktion als Flaggschiff verrichteten auf der Fregatte der Commander Task Unit und dessen Stab, der unter anderem aus Verbindungsoffizieren der Anrainerstaaten und zeitweise auch der europäischen Grenzschutzorganisation FRONTEX bestand, ihre Arbeit.

Letzte Heimkehr der „Lucky Lübeck“

Ein Mann in Uniform kniet vor einer Frau und macht ihr einen Heiratsantrag.

Die Wiedersehensfreude der Besatzung mit ihren Angehörigen ist immer sehr groß. Nicht selten möchten die Soldaten ihren liebgewonnen Partner nie mehr loslassen.

Bundeswehr/Julia Kelm

Die Rückkehr des Schiffes nach Wilhelmshaven ist dieses Mal etwas Besonderes. Die Besatzung freut sich auf zu Hause und weiß, dass es mit der alten Lady das letzte Mal war.

„Für mich neigt sich ein längeres Kapitel meines Lebens dem Ende zu“, erzählt Besatzungsmitglied Obermaat L. „Dabei habe ich ein lachendes und weinendes Auge. Auf der einen Seite habe ich vier Jahre meines Lebens an Bord verbracht, mich hier sehr wohl gefühlt, viele neue Kameraden und auch Freunde gefunden und mich sehr gut eingelebt. Auf der anderen Seite freue ich mich auf neue Erfahrungen, auf einem neuen Schiff, da ich bis jetzt nur die 122er-Klasse kennengelernt habe.“

Die „Lucky Lübeck“ hat während ihrer 32-jährigen Dienstzeit 863.449 Seemeilen zurückgelegt. Somit ist sie sinngemäß knapp 40 mal um die Welt gefahren.

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