Die Fregatten der Bremen-Klasse

Fregatte Bremen-Klasse F213
  • 51.700 PS Gesamtleistung des CODOG-Antriebs

  • 30 Knoten Höchstgeschwindigkeit

  • 30 Jahre im Dienst der Bundeswehr

Die Letzte ihrer Klasse

Die Fregatte „Lübeck“ ist die letzte aktive Vertreterin der Bremen-Klasse der Deutschen Marine. Konzipiert und gebaut am Ende des Kalten Krieges, ist ihre Hauptfähigkeit die U-Boot-Jagd in Nordsee und Nordatlantik. Erstmals in der Marine bekamen die Fregatte „Lübeck“ und ihre Schwesterschiffe der Klasse F122 dafür Bordhubschrauber – heute ein Standard für alle Fregattenklassen.

Doch die Fregatte „Lübeck“ ist in der Lage, auch andere Aufgaben zu übernehmen. Sie kann mit ihren Flugabwehrraketen des Typs NATONorth Atlantic Treaty Organization Sea Sparrow sich und andere Schiffe in ihrer Nähe gegen feindliche Flugzeuge und Raketen verteidigen. Mit ihren Seezielflugkörpern Harpoon kann sie gegnerische Kriegsschiffe angreifen. Im Laufe der Jahre wurde die Fregatte „Lübeck“ mehrfach mit neuen Systemen nachgerüstet, darunter mit den heute üblichen Marine-Leichtgeschützen und dem RAMRolling Airframe Missile-Flugabwehrsystem.

Zwei graue Kriegsschiffe in See nebeneinander, hinter ihnen aufgewühltes Kielwasser

Das schnellste Schiff der Flotte: die Fregatten „Lübeck“ und „Augsburg“ bei einem gemeinsamen Testlauf ihrer Gasturbinen im Mittelmeer, Dezember 2018

Bundeswehr

Arbeitspferde der Marine

Eine weitere Besonderheit der 122er: Ebenfalls erstmals in der Flotte erhielten sie einen sogenannten CODOG-Antrieb. Diese Kürzel steht für  „Combined Diesel engine or gas turbine“. Bei diesem System kann die Besatzung Dieselmotoren für Marschfahrt oder Gasturbinen für Höchstgeschwindigkeit auf die Antriebswellen schalten.

Die Fregatte „Lübeck“ und ihre inzwischen außer Dienst gestellten sieben Schwesterschiffe haben sich nach 1990 in den Auslandseinsätzen der Marine enorm bewährt. Neben der Teilnahme an Manövern, um ihre militärischen Kernfähigkeiten zu trainieren, haben sie an Embargokontrollen, Evakuierungen, Piratenjagd und Seenotrettungen in Mittelmeer und Indischem Ozean teilgenommen.

Das Fregatte „Lübeck“, das letzte Schiff der Bremen-Klasse, ist in Wilhelmshaven stationiert und gehört zum 4. Fregattengeschwader.

Die Schiffe

  • F 213 „Augsburg“, in Dienst gestellt am 3. Oktober 1989, Außerdienststellung am 18. Dezember 2019
  • F 214 „Lübeck“, in Dienst gestellt am 16. März 1990

Technische Daten

Maße

  • 130,5 m Länge
  • 14,6 m Breite
  • 6,5 m Tiefgang
  • 3.700 t Verdrängung

Antrieb

  • Typ CODOG (kombinierter Dieselmotor- oder Gasturbinenantrieb)
  • 2 x Gasturbine
  • 2 x Dieselmotor
  • 38.000 kW (51.700 PS) Gesamtleistung
  • 2 Propeller
  • Geschwindigkeit mehr als 30 Knoten

Sensoren

  • 1 x Multifunktionsradar TRS-3D, Reichweite mehr als 200 kmKilometer,
    Zielverfolgungskapazität: mehr als 750 Ziele
  • 1 x Feuerleitradar STIR
  • 1 x Bugsonar DSQS 21
  • 1 x Video- und Infrarot-Zielverfolgung MSP 500
  • 1 x EK-System FL 1800 S (Elektronische Aufklärung/Elektronischer Kampf)
  • 1 x Navigationsradar

Waffen

  • 1 x Hauptgeschütz 76 mmMillimeter Compact, Reichweite mehr als 18 kmKilometer
  • 2 x Maschinenkanone 27 mmMillimeter MLGMarineleichtgeschütz
  • 4 x schweres Maschinengewehr 12,7 mmMillimeter
  • 2 x Starter für Seezielflugkörper RGM-84 Harpoon, Reichweite mehr als 220 kmKilometer
  • 1 x Starter für Luftzielflugkörper RIM-7 NATONorth Atlantic Treaty Organization Sea Sparrow
  • 2 x Starter für Nahbereichsflugabwehr RIM-116 RAMRolling Airframe Missile
  • 2 x Torpedorohrsatz für Leichtgewichtstorpedo Mk46
  • 4 x Täuschkörperwurfanlage Mk36 SRBOC

Besatzung und Sonstiges

  • Stammcrew: 201 Soldaten und Soldatinnen
  • Zusatzpersonal (für Bordhubschrauber): 18 Soldaten und Soldatinnen
  • 2 x Beiboot Modell Boomeranger
  • 2 x Bordhubschrauber Sea Lynx Mk88A (an Bord nur für den Einsatz)

Die Fregatten der Bremen-Klasse in Aktion

Weitere Schiffe und Boote

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