Gesundheitsvorsorge: Heimkehr der „Berlin“ mit Rekord
Der Einsatzgruppenversorger ist nach über fünf Monaten im Ägäis-Einsatz nach Deutschland zurückgekommen. Ohne Landgang für die Besatzung.
Der Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, hat die Rückkehr der „Berlin“ aus dem Einsatz am 17. September zum Anlass genommen, um mit einem Tagesbefehl die Leistungen und Entbehrungen nicht nur die der Besatzung des Einsatzgruppenversorgers, sondern aller Marineangehörigen zu würdigen.
Er wirkt in der Marine nach innen: der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann
Bundeswehr/Matthias LetzinEr lobte insbesondere die „Soldaten, die sich noch vor den ohnehin langen Einsätzen in Quarantäne begeben müssen, um Kameraden gar nicht erst zu gefährden. Die Besatzungen, die monatelang nicht von Bord gehen dürfen, die Außenkontakte um jeden Fall vermeiden müssen, denen Familienzusammenführungen nicht gestattet sind und deren Einsätze sich bisweilen auch noch unplanmäßig verlängern.“ Sie hätte sich trotz der ohnehin schon hohen Belastungen und Entbehrungen der Seefahrt und des militärischen Dienstes den besonderen Herausforderungen klaglos gestellt und seien ihrer Pflicht nachgekommen, ohne davon großes Aufheben zu machen.
„Mich macht es stolz, dass sich unsere Männer und Frauen in solchen Situationen immer wieder bewähren“, schließt Brinkmann seinen Tagesbefehl. „Mich macht es demütig, dass wir ihnen immer wieder solche Bewährungen werden abfordern müssen.“
Nach fünfeinhalb Monaten im Einsatz ist die „Berlin“ heimgekehrt. 168 Tage lang konnte die Crew zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit nicht von Bord.
Bundeswehr/Kim CoulingDownload PDF, nicht barrierefrei, 114 KB