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Einsatzbericht der „Brandenburg“, Teil 6: Instandsetzung und Versorgung

Einsatzbericht der „Brandenburg“, Teil 6: Instandsetzung und Versorgung

Datum:
Ort:
in See
Lesedauer:
2 MIN

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Vorteil der Seefahrt: mehr Zeit für Wartung und Pflege von Anlagen. Bei Problemen müssen die Schiffstechniker aber improvisieren.

Ein Soldat in beigefarbenem T-Shirt hantiert in einer grauen Kompressormaschine.

Auf ihr Talent kommt es im Einsatz immer an, und unter Pandemiebedingungen erst recht: hier ein Techniker in einem der Torpedoräume der Fregatte.

Bundeswehr/Florian Westphal

Mit ihren 26 Jahren im Dienst der Deutschen Marine ist die Fregatte „Brandenburg“ schon etwas „gereift“. Die meisten Anlagen, Geräte, Sensoren und Waffen sind immer noch dieselben wie zur Indienststellung 1994. Oder sie haben bereits eine „bewegte Vorgeschichte“, wie zum Beispiel der 42 Jahre alte Turm des Hauptgeschützes.

Die leider nie vollständig realisierte Versorgungsreife der Schiffe der Brandenburg-Klasse hat sich mit dem Alter der Technik – unter den Restriktionen der Pandemie – zu einer herausfordernden Melange verbunden. Wenngleich viele Anlagen den gesamten Einsatz dank durchgehender und intensiver Wartung und Pflege – die im Heimathafen unter den Bedingungen der verknappten Ressource Arbeitszeit immer schwerer zu leisten ist – problemlos und zuverlässig funktionierten, gab es das ein oder andere „technische Sorgenkind“, welches der Instandsetzung bedurfte.

Viele technische Anlagen funktionierten den gesamten Einsatz über problemlos und zuverlässig, dank durchgehender und intensiver Wartung und Pflege. Die lässt sich im Heimathafen mit der verknappten Ressource Arbeitszeit schwerer leisten. Dennoch gab es im Einsatz das ein oder andere Sorgenkind, welches der Instandsetzung bedurfte.

Profi-Hilfe aus der Heimat via Live-Chat

Hier zeigte sich ein positiver Effekt der Pandemie: Bis vor kurzem noch war der Besatzung eine intensive Eigeninstandsetzung verboten. Es wären stattdessen eigens Techniker von Marinearsenal oder Fremdfirmen eingeflogen. Nun aber hatte die Besatzung die Erlaubnis, die notwendigen Instandsetzungen oder Einstellungen selbst vorzunehmen. Die „Heizer“, „Wäffner“ und Elektroniker durften wieder persönlich an ihren Anlagen schrauben – und das taten sie mit viel Herzblut und Hingabe. Teilweise unterstützten die Profis aus dem Marinearsenal virtuell über eine mobile Videokonferenzanlage.

In zwei hartnäckigen Fällen mussten die Mitarbeiter der Waffenwerkstatt des Arsenals aber dann doch jeweils aus Deutschland anreisen. Trotz Hygieneauflagen und sehr knappen Zeitlinien arbeiteten die Artilleristen des Schiffs mit den Spezialisten des Marinearsenals beispielhaft zusammen.

Nachversorgung mit Kraftstoff, Klopapier, Postkarten und mehr

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Nachversorgung im Hafen von Souda: Alles kommt per Kran aufs Flugdeck der „Brandenburg“.

Bundeswehr/Florian Westphal

Auch wenn in Wilhelmshaven noch große Vorräte an Proviant und Material im Schiff verstaut worden waren – die „Brandenburg“ musste sich über die Dauer des Einsatzes immer wieder nachversorgen, also ihre Vorräte ergänzen und auffüllen. So tankte das Schiff während der Hafenaufenthalte Kraftstoff und übernahm Frischproviant. Über 25 Tonnen Gemüse und 6 Tonnen Obst verbrauchten die rund 200 „Brandenburger“ in fünf Monaten Seefahrt.

Weiteren Proviant  und weiteres Material – vom Ersatzteil bis zum Klopapier – kamen in regelmäßigen Abständen aus Deutschland per Lkw, oder wenn es mal sehr schnell gehen musste, auch per Luftfracht.

Ebenfalls im Hafen empfing und versendete die Besatzung jede Menge dienstliche und private Post. Gerade in der Vorweihnachtszeit kamen davon Unmengen an Bord, zugleich griffen auch viele Crewmitglieder zu Stift und Postkarte oder Briefpapier und schrieben fleißig.

von Jan Hackstein  E-Mail schreiben

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