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Unsichtbarer Seekrieg

NATO beendet Marineübung Dynamic Guard

NATO beendet Marineübung Dynamic Guard

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
3 MIN

Vom 20. bis 25. Februar hat die Standing NATO Maritime Group 1 vor der Küste Norwegens den elektronischen Kampf geübt.

Ein graues Kriegsschiff in See; im Vordergrund ein Marinesoldat in blauer Arbeitsjacke mit einem Fernglas.

Die dänische „Peter Willemoes“ tankt beim SNMGStanding NATO Maritime Group -1-Flaggschiff „Berlin“. In den Mastaufbauten der modernen Luftverteidigungsfregatte verbergen sich die Sensoren und Sender für die elektronische Kampfführung

Royal Netherlands Navy/Joelle Hoeksma

Dynamic Guard ist eine halbjährliche, multinationale NATO-Übungsreihe zur elektronischen Kampfführung, im Englischen Electronic Warfare, kurz EW. Sie bietet für die beteiligten Fachleute aus dem Operationsdienst nicht nur taktisches Training. Sie hilft ebenso, Kenntnisse in der maritimen elektronischen Kampfführung und der Raketenabwehr für die Schiffe der NATO Response Force aufzubauen und aufrechtzuerhalten

Die verschiedenen beteiligten Seeaufklärungsflugzeuge, Hubschrauber, U-Boote und weiteren Kriegsschiffe wurden dabei geführt vom NATO-Marinehauptquartier Allied Maritime Command (MARCOMAllied Maritime Command), unterstützt vom NATO Joint Electronic Warfare Core Staff (JEWCS). Das Flaggschiff der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMGStanding NATO Maritime Group 1), der deutsche Einsatzgruppenversorger „Berlin“, hatte speziell für die Übung den „Transportable Radar and Communications Simulation Van“ des JEWCS eingeschifft, ein spezialisiertes Radar-Stör- und Kommunikationssystem.

Die fünftägige Übung demonstrierte, wie unterschiedliche alliierte Seestreitkräfte sich schnell integrieren, um von der NATO geleitete Missionen mit der Kombination ihrer verschiedenen Fähigkeiten zu erfüllen. Die teilnehmenden Einheiten kamen aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und den Vereinigten Staaten.

Die SNMGStanding NATO Maritime Group 1 umfasst zurzeit neben der „Berlin“ die dänische Fregatte „HDMS Peter Willemoes“ und die niederländische „HNLMS Van Amstel“. Die USUnited States-Zerstörer „USS Donald Cook“ und „USS The Sullivans“ hatten sich dem NATO-Verband für Dynamic Guard angeschlossen. Für Luftverteidigungsszenarien standen auf EW spezialisierte Jets der norwegischen Luftwaffe bereit.

Auch im elektromagnetischem Spektrum gilt: Train as you fight

„Es läuft alles darauf hinaus, zu trainieren, wie wir kämpfen“, sagte Commander James Diefenderfer, Kommandant der „The Sullivans“. „Diese Übung ermöglichte es uns, die gesamte Palette von Aktivitäten zu planen, zu integrieren und zu betreiben, die wir für die elektronische Kriegsführung, die Raketenabwehr, aber auch die Logistik in einem komplexen Umfeld benötigen.“

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Zwei graue Kriegsschiffe in See.

Die „Peter Willemoes“ (rechts) gehört zur Iver-Huidtfeldt-Klasse der Königlich-Dänischen Marine. Diese Schiffe sind mit dem gleichen Luftraumüberwachungsradar SMART-L ausgestattet wie die deutschen Sachsen-Klasse-Fregatten

Royal Netherlands Navy/Joelle Hoeksma
Blick auf das Vorschiff eines Kriegsschiff; darauf stehen mehrere Marinesoldaten mit Schutzhelmen.

Die deutsche „Berlin“ hat in der SNMGStanding NATO Maritime Group 1 eine Doppelfunktion: als Flaggschiff und Versorgungsschiff für den gesamten Verband. Hier bei der Seeversorgung mit der amerikanischen „Donald Cook“

US Navy/Nicholas M. Skyles
Ein graues Kriegsschiff in See.

Der USUnited States-Zerstörer „The Sullivans“: Das Schiff gehört zur 6. USUnited States-Flotte beziehungsweise den USUnited States Naval Forces Europe und ist in Neapel stationiert

Royal Navy/Belinda Aker

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Das Manöver Dynamic Guard ist in seiner Art einzigartig: Es besteht aus einer Reihe von Einzelübungen mit zunehmender Komplexität für die elektronische Kampfführung und die Abwehr von Anti-Schiff-Raketen. Die Raketenabwehr ist dabei eine Hauptaufgabe für mit Lenkflugkörpern bewaffnete Zerstörer und Fregatten, und eine mehrschichtige Luftverteidigung durch solche Schiffe hat für alle NATO-Seestreitkräfte höchste Priorität.

Die SNMGStanding NATO Maritime Group 1 ist einer von vier ständigen Marine-Einsatzverbänden, die sich aus Schiffen verschiedener alliierter Länder zusammensetzt. Sie bilden den maritimen Anteil der Very High Readiness Joint Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ) der NATO. Die Einsatzverbände bieten kontinuierlich maritime Fähigkeiten für NATO-Missionen im gesamten Spektrum der Seekriegführung. Zugleich demonstrieren sie Bündnissolidarität und stärken die diplomatischen und fachlichen Verbindungen zwischen den alliierten Seestreitkräften.

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