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Steadfast Defender 2021: Die Seephase

Steadfast Defender 2021: Die Seephase

  • Übung
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
1 MIN

Der Marineanteil des NATO-Großmanövers hat vom 20. bis 28. Mai gedauert. Größerer Rahmen war der strategische Seetransport von militärischer Verstärkung für Europa.

Ein graues Versorgungsschiff und ein graues Kriegsschiff fahren parallel in See.

Fregatte „Brandenburg“ und USUnited States-Versorgungsschiff USNS „Supply“ bei der Seeversorgung während Steadfast Defender 2021

NATO/Armada Española/Laura Pons Miles

Die Großübung Steadfast Defender 2021 war die erste ihrer Art, um die angepasste Kommandostruktur der Allianz zu testen, und in drei Phasen unterteilt. Die erste umfasste eine maritime Live-Übung mit 18 Kriegsschiffen, darunter auch der neue britische Flugzeugträger „Queen Elizabeth“, über 40 Flugzeugen und rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten. Die Deutsche Marine war durch die Fregatte „Brandenburg“ des 2. Fregattengeschwaders vertreten.

„Steadfast Defender 2021 wird die militärische Bereitschaft und Mobilität der NATO testen“, hatte der Generalsekretär des Bündnisses, Jens Stoltenberg, zuvor erklärt, „den ganzen Weg von Nordamerika bis in die Schwarzmeerregion. Das Manöver demonstriert, dass die NATO die Fähigkeiten und die Entschlossenheit hat, alle Verbündeten gegen jede Bedrohung zu schützen.“

Elf NATO-Partner trainierten in einem Seegebiet vor der Küste Portugals, organisiert war die Marinephase von Steadfast Defender allerdings hauptsächlich vom neuen Joint Forces Command Norfolk (JFCNF) an der USUnited States-Ostküste. Der Manöververband übte vor allem den Schutz von Truppentransporten über den Atlantik, die am Ende ihres Weges in eine angenommene Konfliktzone in Europa gelangen sollten.

Drei Manöverphasen um Mobilität zu testen

Ein großes graues Schiff mit einem durchgehenden Flugdeck in See.

Große Landungsschiffe wie hier die USS „Iwo Jima“ haben bei Steadfast Defender auch die Rolle unbewaffneter Militärtransporter gespielt. Aufgabe von Fregatten wie der „Brandenburg“ war es, solche „Hochwertziele“ gegen alle Bedrohungen zu verteidigen.

NATO/US Navy/Jessica Kibena
Ein Panzer mit Tarnnetzen und mit zwei Soldaten in Tarnfleckuniform im Turm auf einer grünen Wiese.

Ein USUnited States-Kampfpanzer M1A2 Abrams bei einer Vorführungsübung für Steadfast Defender in Rumänien. Zusätzliche Ausrüstung wie diese kann im Ernstfall nur über See Europa verstärken.

NATO/Pia Dunkel

Daher war als dritte Phase der Großübung das Manöver Noble Jump in Rumänien vorgesehen. Hier trainierte vor allem die NATO-Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force. Verknüpft hat diese beiden Abschnitte von Steadfast Defender eine Stabsübung des Joint Support and Enabling Command (JSECJoint Support and Enabling Command) im deutschen Ulm. Es war für den angenommenen Transport von militärischen Verstärkungen aus Nordamerika auf der Strecke von Europas Atlantikhäfen bis nach Rumänien zuständig.

JSECJoint Support and Enabling Command und JFCNF hatte die NATO beide 2018 aufgestellt. Der Stab an der USUnited States-Ostküste erhielt dabei Verantwortung für die Planung und Führung militärischer Operationen im gesamten Nordatlantik.

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