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Verteidigungsministerin besucht Kampfschwimmer und U-Boote

Verteidigungsministerin besucht Kampfschwimmer und U-Boote

  • Führung
  • Marine
Datum:
Ort:
Eckernförde
Lesedauer:
2 MIN

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist am 15. Juni nach Eckernförde gereist. Sie machte sich erstmals seit Amtsübernahme ein persönliches Bild vom 1. Ubootgeschwader und dem Kommando Spezialkräfte der Marine.

Vier Personen stehen an Deck eines Ubootes. Im Hintergrund ist ein Gewässer zu erkennen.

Verteidigungsminsterin Kramp-Karrenbauer und der Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders Strauch (r.) auf „U 34“

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Nach der Begrüßung durch den Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders, Fregattenkapitän Frédéric Strauch, konnte die Ministerin umgehend praktische Einblicke bei einer Tauchfahrt mit „U34“ sammeln. Die Ausbildungsfahrt des Bootes folgte einem speziell vorbereiteten Szenario, so dass Kramp-Karrenbauer auf diese Weise einen annähernd realistischen Eindruck von der Arbeit an Bord eines U-Bootes der Klasse 212A erhalten konnte – und von seinen Fähigkeiten für den Einsatz: vom Sammeln von Informationen mit weitreichenden Sonaranlagen bis zum Aufbau eines Lagebildes in einem Seegebiet mithilfe der Sonardaten.

Die Ministerin nahm sich ausführlich für das Gespräch mit der Truppe Zeit und beantwortete die Fragen, die ihr Besatzungsmitglieder stellten. Kommandeur Strauch fasst zusammen: „Wir konnten die Einzigartigkeit unseres Verbandes aufzeigen. Es war ein positiver, ein herzlicher Besuch und auch für die Truppe ein tolles Erlebnis. Und wir lagen im Zielfenster mit dem, was wir zeigen und was wir erreichen wollten.“

Nach dem Besuch des 1. Ubootgeschwaders informierte das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) die Ministerin über die aktuellen Entwicklungen bei den maritimen Spezialkräften der Bundeswehr. Der Verband ist der einzige triphibische der Streitkräfte: Die Kampfschwimmer bewegen sich zu Wasser, zu Land oder in der Luft in ihre Einsätze. Der Kommandeur, Fregattenkapitän Sven Rump, verwies besonders darauf, dass sich seine besondere Truppe derzeit in einem weiteren Aufwuchs befinde. Diese positive Entwicklung erfordere, zusätzliches Material nachzusteuern und die am Standort Eckernförde vorhandene Infrastruktur anzupassen.

Kampfschwimmer in der Sahelzone: Ausbildungsmission Gazelle

In einem schwarzen Speedboot befinden sich mehrer Personen: vier in Flecktarn, fünf Personen tragen einen orangenen Overall.

Fließender Übergang: Ein Speedboot der Kampfschwimmer holte die Ministerin von der Tauchfahrt im U-Boot ab.

Bundeswehr/Marcel Kröncke

Thema für Ministerin und KSM-Kommandeur war auch die Military Assistance Mission Gazelle: Seit 2018 bilden Kampfschwimmer in Niger einheimische Spezialkräfte aus, um zum Aufbau von Stabilität in der Sahelzone beizutragen. Die Mission basiert auf einem bilateralen Abkommen zwischen Deutschland und der Republik Niger. Es ist geplant, dass Gazelle zukünftig unter das Mandat für die EUTMEuropean Union Training Mission Mali fallen soll.

Fregattenkapitän Rump konnte berichten, dass die Zusammenarbeit mit den nigrischen Stellen sehr positiv verlaufe. Die Ministerin sprach auch mit Einsatzrückkehrern aus dem Niger und betonte anschließend die Bedeutung des Einsatzes der Bundeswehr in der Sahelzone insgesamt: „Wenn die Bundeswehr aus Afghanistan ‘raus ist, dann ist unser Einsatz im Sahel unser größter Einsatz“, sagte sie.

Kramp-Karrenbauer informierte sich mit einem Rundgang im Stützpunkt ebenfalls über die Ausbildung der Kampfschwimmer. Sie kam mit Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen Bereichen ins Gespräch, etwa aus dem Special Operations Medical Support Team oder aus dem Special Operations Boat Team. Bei ihren Unterhaltungen legte sie großen Wert darauf, in Erfahrung zu bringen, welche Maßnahmen die Arbeit der Marinesoldaten erleichtern würde. Bei der einen oder anderen Herausforderung, die in die Kompetenzbereiche von unterschiedlichen Dienststellen fallen, würde sie alle Beteiligten an einen Tisch bringen.

von Ulla Matthes  E-Mail schreiben

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