
Evangelische Militärseelsorge
Aktuelle Meldungen und Berichte aus 104 evangelischen Militärpfarrämtern, den Dekanaten und dem Kirchenamt
Aktuelle Meldungen und Berichte aus 104 evangelischen Militärpfarrämtern, den Dekanaten und dem Kirchenamt
Soldatinnen und Soldaten haben das Recht auf freie Religionsausübung und Seelsorge. Deshalb gibt es seit 1957 die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, die gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bundesrepublik Deutschland getragen wird.
Die evangelische Militärseelsorge begleitet Soldatinnen und Soldaten und ihre Familien – im Alltag und in Ausnahmesituationen. Eine lateinische Redewendung bildet seit Ende der 1970er-Jahre die Losung der evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr: Domini sumus – Wir sind des Herrn.
Soldatinnen und Soldaten haben das Recht auf freie Religionsausübung und Seelsorge. Deshalb gibt es seit mehr als 60 Jahren die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, die gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bundesrepublik Deutschland getragen wird.
Doch was bedeutet Seelsorge für die Menschen in der Bundeswehr heute und ganz konkret?
Die· Rolle der Soldatinnen und Soldaten in unserer Gesellschaft hat sich verändert. Auf der einen Seite sind die Aufgaben und Gefahren gewachsen. Auslandseinsätze sind mittlerweile Alltag. Das Risiko, verwundet oder getötet zu werden, ist für viele bedrückend real. Und auch der Umbau der Bundeswehr stellt Soldaten vor große Herausforderungen hinsichtlich Flexibilität und Mobilität. Und sorgt zudem für viel Ungewissheit.
Kernaufgaben der evangelischen Militärseelsorge sind die vier Bereiche „Begleiten“, „Ermutigen“, „Verkündigen“ und „Orientieren“.
Hier finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Fragen, die uns erreichen. Schauen Sie sich gern um – vielleicht ist Ihre Frage schon beantwortet.
Gottesdienste der Militärseelsorge finden regelmäßig an vielen Bundeswehrstandorten statt – oft in Kasernen oder nahegelegenen Kirchen. Die genauen Orte und Zeiten variieren je nach Standort. Informationen erhalten Sie beim zuständigen Standortpfarramt oder über Aushänge in Ihrer Kaserne. Eine Liste der Evangelischen Militärpfarrämter ist hier verlinkt.
Einen Termin mit Ihrer Militärseelsorgerin oder Ihrem Militärseelsorger können Sie unkompliziert vereinbaren – persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Website der Militärseelsorge oder beim Standortpfarramt. Termine sind meist kurzfristig möglich. Eine Liste der Evangelischen Militärpfarrämter ist hier verlinkt.
Niemand – was Sie mit Ihrer Militärseelsorgerin oder Ihrem Militärseelsorger besprechen, unterliegt der seelsorglichen Schweigepflicht. Diese ist rechtlich geschützt und gilt uneingeschränkt, auch gegenüber Vorgesetzten oder Kameradinnen und Kameraden.
Nein. Die Militärseelsorge respektiert Ihre persönliche Überzeugung – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Lebensweise. Ziel ist nicht Missionierung, sondern Begleitung, Unterstützung und Orientierungshilfe in herausfordernden Situationen.
Ja, der Lebenskundliche Unterricht (LKULebenskundlicher Unterricht) ist für alle Soldatinnen und Soldaten dienstliche Pflicht. Er wird von speziell qualifizierten Lehrkräften erteilt und behandelt ethische, persönliche und gesellschaftliche Fragestellungen unabhängig von religiöser Zugehörigkeit. Auch wenn die Qualifikation zur Erteilung des LKULebenskundlicher Unterricht nicht an eine bestimmte Personengruppe gebunden ist, so sind es in der Praxis fast ausschließlich Militärgeistliche, die diesen Unterricht als besonders qualifizierte Lehrkräfte in ihrer Eigenschaft als Bundesbeamte erteilen.
Rüstzeiten stehen allen Soldatinnen und Soldaten offen – unabhängig von Konfession oder Glauben. Rüstzeiten werden in der Regel nicht überregional angeboten, sondern von jeweils einem konkreten Pfarramt für die Soldatinnen und Soldaten in seinem Bereich. Voraussetzungen sind in der Regel die Anmeldung über das zuständige Pfarramt und die Genehmigung durch die Vorgesetzten. Die Teilnahme erfolgt als dienstliche Bildungsmaßnahme.
Militärpfarrerinnen und -pfarrer sind zivile Angehörige der Bundeswehr mit kirchlichem Auftrag. Sie tragen keine Uniform, um ihre unabhängige Rolle zu unterstreichen – als Vertrauenspersonen, nicht Teil der militärischen Befehlskette.
Die Militärseelsorge steht Ihnen bei persönlichen, familiären oder beruflichen Herausforderungen zur Seite – zum Beispiel bei Einsamkeit, Glaubensfragen, Konflikten, Trauer, Einsatzbelastungen, Zukunftsfragen oder Lebenskrisen. Auch einfach ein Gespräch kann bereits entlastend sein – vertraulich und ohne Bewertung.
Wenn Sie kirchlich heiraten möchten, nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit Ihrer Militärseelsorgerin oder Ihrem Militärseelsorger auf. Sie oder er begleitet Sie durch die Vorbereitung, klärt mit Ihnen den Ablauf der Trauung und hilft bei organisatorischen Fragen – auch wenn die Hochzeit nicht am Dienstort stattfindet. Eine Liste der Evangelischen Militärpfarrämter ist hier verlinkt.
Seit 1951 gibt es die „Internationale Begegnung protestantischer Soldaten“ in Südfrankreich. Damals kamen fünfzehn französische Soldaten zusammen, um sich über ihren christlichen Glauben auszutauschen.
Inzwischen treffen sich auf Einladung der französischen protestantischen Militärseelsorge jährlich im Juni über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Angehörige der Streitkräfte verschiedener Länder und Militärseelsorgen aus mehr als 20 verschiedenen Nationen) in Méjannes-Le-Clap, einem kleinen Ort in den französischen Cevennen, wo einst die Hugenotten während ihrer Verfolgung Zuflucht fanden.
Man erzählt, spricht und diskutiert miteinander über den eigenen Glauben, über den Dienst im Heimatland, feiert Gottesdienste und besucht Orte und Stätten, die eng mit der Geschichte der evangelischen Christen und Kirche in Frankreich verbunden sind.
Sowohl die besondere Atmosphäre in einer herrlichen Landschaft als auch der überschaubare, fast schon familiäre Rahmen hinterlassen bei den Teilnehmern immer wieder einen bleibenden und nachhaltigen Eindruck.
Die Evangelische Militärseelsorge beteiligt sich mit einer großen Gruppe von Soldaten an dem alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Evangelischen Kirchentag.
Vom 5. bis 9. Mai 2027 findet in Düsseldorf der 40. Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) statt. Dort soll ein unvergessliches Fest des Glaubens gefeiert werden.
Fünf Tage lang suchen Christinnen und Christen in Düsseldorf zusammen mit Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen aus anderen Religionen, Politik und Gesellschaft Antworten auf die vielfältigen Probleme und Fragen der Gegenwart und wollen Anstöße für gesellschaftliches Handeln geben.
Auch die Evangelische Militärseelsorge will sich wieder mit Besuchen, Informationsangeboten, Mitwirkung an Veranstaltungen und Gottesdiensten an diesem Großereignis beteiligen.
Wenn Sie als Soldat oder Soldatin an der Präsenz der Evangelischen Militärseelsorge auf dem Kirchentag 2027 mitwirken wollen, melden Sie sich bitte beim zuständigen Referat im Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr unter der Mailadresse ekareferatII@bundeswehr.org
Unter Downloads finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen der Evangelischen Militärseelsorge auf dem 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025 in Hannover.
Mehr Informationen und das Programm des Kirchentages finden Sie unter www.kirchentag.de.
Von El Paso in Texas bis Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern, von Flensburg in Schleswig-Holstein bis Sigonella auf Sizilien: Die evangelische Militärseelsorge ist immer da, wo Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst leisten. Alle Dienststellen der Evangelischen Militärseelsorge finden Sie auf der Übersichtskarte und gleich darunter verlinkt.
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