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Gemeinsam stark

2. Vorbereitungsmarsch für Nimwegen

Fußmarsch

80 Kilometer an zwei Tagen und nicht wenige Höhenmeter lagen im Berner Oberland vor den Marschteilnehmenden des Logistikbataillons 171 aus Burg. „Gemeinsam stark“ war der erste Ruf und los ging‘s.

Marschgruppe des Logistikbataillons 171 aus Burg nach Ankunft am zweiten Marschtag

Marschgruppe des Logistikbataillons 171 aus Burg nach Ankunft am zweiten Marschtag

Eric Haußmann / Militärseelsorge

Anfang Juni marschierten fast 400 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr durch das Berner Oberland. Die Marschgruppe des Logistikbataillons 171 aus Burg hat mich als Militärpfarrer in ihre Mitte aufgenommen. Ich schnüre die Stiefel, setze meinen Rucksack auf und reihe mich ein in die Formation. Mit Pilgern habe ich Erfahrung und bevor wir die Marschvorbereitung in unserer Gruppe im Winter dieses Jahres begonnen hatten, musste ich immer wieder an diese Erfahrung denken. Beim Pilgern läuft jede und jeder für sich, teilt sich das Tempo und die Strecke ein, macht hin und wieder eine Pause und auf wundervolle Weise findet man irgendwo wieder zusammen – spätestens am Abend in der Herberge.

Beim Marschieren laufen alle gemeinsam los und kommen gemeinsam an. Es gibt ein Tempo. Niemand läuft allein, Pausen werden zusammen begonnen und beendet. Auf wundervolle Weise findet man sich nicht irgendwo wieder, sondern bleibt beieinander. Gemeinsam stark! Das ist das Motto bei Regen, Wind und Sonnenschein. Am Ende sind nicht nur die Füße müde und einige Muskeln schwach. Auch die Stimme lässt nach. Vorwärts kommt, wer kräftig singt. „Ja!“ Das dachte ich und habe mit Freuden gesungen und fühlte mich wie in diesem Film „Vaya con Dios“. Die Kraft kommt aus den Füßen. Diese laufen aber nur, wenn der Geist nicht aufgibt. Und der gibt nicht auf, wenn alle gemeinsam singen und einen Fuß vor den anderen setzen. Es entsteht eine Verbindung und jeder Kilometer bringt näher ans Ziel und einander zusammen. Die Füße predigen Zuversicht, dass es immer weitergeht. Und ich habe ihnen vertraut – genauso wie den Kameradinnen und Kameraden, die mich in ihre Marschgruppe aufgenommen haben.

Abschluss des ersten Marschtages auf der Kramgasse in Bern (CH)

Abschluss des ersten Marschtages auf der Kramgasse in Bern (CH)

Eric Haußmann / Militärseelsorge

Das nächste Ziel ist der „Vierdaagse“ in Nimwegen im Juli 2024 – der größte Marsch seiner Art, zivil und militärisch. Fast 50.000 Menschen werden dran teilnehmen. Auch die Marschgruppe der Bundeswehr aus Burg wird ihren Militärpfarrer auf die 160 km lange Strecke wieder mitnehmen und am Ende auf der Via Gladiola einlaufen. Auf geht’s!

(Der Autor, Militärpfarrer Eric Haußmann, leitet das EMilPfAEvangelisches Militärpfarramt Burg.)

von Eric Haußmann
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