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Zufallsfund: Soldaten in Litauen unterstützen Kriegsgräberfürsorge

Kriegsopfer

Durch einen Zufallsfund der Militärpfarrerin und ihres Unterstützungssoldaten wurde eine Kriegsgräberstätte in dem litauischen Ort Musninkai entdeckt. Die meisten Gräber der Kriegstoten stammen aus dem Jahr 1915, was aufgrund der Verwitterungserscheinungen der Gräber die Arbeit auf dem Friedhof nicht gerade einfacher machte.

Nicht immer sind die Grabsteine sofort zu entziffern

Nicht immer sind die Grabsteine sofort zu entziffern

Bundeswehr/Marcel Fiechel

„Auf der Fahrt zum zum Truppenübungsplatz Pabrade sind wir zufällig an dem Friedhof vorbeigefahren. Uns sind sofort die kleinen, verwitterten Grabsteine aufgefallen“, sagt der Unterstützungssoldat der Militärseelsorge Stabsfeldwebel S. Der Friedhof liegt in dem litauischen Ort Musninkai, etwa 45 Fahrminuten entfernt von der Kaserne in Rukla, dem Stationierungsort der deutschen Kräfte in Litauen. Ein kleiner Ort.Für den Laienist die unscheinbare Kriegsgräberstätte am Ortseingang nicht auf den ersten Blick erkennbar. 

Auf dem Friedhof befinden sich 49 Gräber, die meisten stammen aus dem Jahr 1915. Diese sind also dem Zeitraum des Ersten Weltkrieges zuzuordnen. Die Kriegsgräberstätte war sogar dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.eingetragener Verein bis dato noch unbekannt. Aus der Initative der Militäpfarrerin des deutschen Kontingentes der eFPenhanced Forward Presence in Litauen wurde die Reinigung und Pflege beantragt und am 27.07.2023 durchgeführt.

Das Alter der Gräber birgt Herausforderungen

Insgesgesamt 18 deutsche Soldatinnen und Soldaten der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup Litauen sowie des Forward Command Elements der eVAenhanced Vigilance Activities Brigade Litauen waren an dem Vorhaben beteiligt. Nach insgesamt sieben Stunden waren alle 49 Gräber katalogisiert und gereinigt. Vor allem die Entzifferung der Grabsteininschriften stellte die Helfer immer wieder vor Herausforderungen: „Nach all den Jahren der Verwitterung sind die Buchstaben oft nicht mehr eindeutig zu erkennen und müssen anhand von Ähnlichkeiten zu anderen Gräbern hergeleitet werden, sagt die Militärpfarrerin. 

Insgesamt konnten namentlich 93 deutsche und 29 unbekannte russische Soldaten des Ersten Weltkrieges erfasst werden. Die Dokumentation der Gräber wird nun dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.eingetragener Verein übermittelt und in die Datenbank des Vereins aufgenommen.

von Marcel Fiechel

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