Gliederung
- Datum:
- Lesedauer:
- 1 MIN
Ziel dieser Organisationsstruktur ist es, einen stetigen Wissensaustausch zwischen Forschung, Entwicklung und Ausbildung zu gewährleisten, um jederzeit die eigene Ausbildung an den medizinischen und technischen Fortschritt anzupassen.
Das Direktorat Wehrmedizinische Wissenschaft und Fähigkeitsentwicklung Sanitätsdienst ist verantwortlich für Forschung und Entwicklung an der Sanitätsakademie der Bundeswehr. Darüber hinaus verfügt das Direktorat mit der Tierschutzbeauftragten der Bundeswehr und dem Medizinischen ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutz (Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen) über zwei einzigartige Fähigkeiten innerhalb der Bundeswehr.
Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts für Radiobiologie liegt in der Erforschung molekularer und zellulärer Mechanismen der Strahlenreaktion. Zudem werden geeignete diagnostische Verfahren zur Beurteilung eines Strahlenschadens entwickelt.
Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr befasst sich mit einer Vielzahl von Infektionserregern und Biogiften, die als biologische Kampfstoffe eingesetzt werden können. Die Entwicklung stationärer und mobiler Nachweisverfahren von biologischen Kampfstoffen ist einer der Forschungsschwerpunkte des Instituts.
Das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr befasst sich mit der Entwicklung von Antidoten und alternativen Therapieverfahren zur Behandlung von Vergiftungen durch Haut- und Nervenkampfstoffe. Zudem ist das Institut in der Lage Vergiftungen durch chemische Kampfstoffe nachzuweisen.
Folge der Zeitenwende und der Erhöhung der Verteidigungstüchtigkeit ist die Reorganisierung des Sanitätsdienstes, welches auch an der Sanitätsakademie nicht unbemerkt bleibt. Die Sanitätsakademie der Bundeswehr wird zukünftig das Zentrum für die sanitätsdienstlichen Fachaufgaben Gesundheitsschutz und Gesundheitssicherheit, Wissenschaft und Weiterentwicklung sowie Lehre und Ausbildung sein. Hierzu erfolgten 2025 die Unterstellungswechsel der vier Überwachungsstellen für Öffentlich-rechtliche Aufgaben sowie der beiden Zentralinstitute des Sanitätsdienstes in Kiel sowie München und des Instituts für Präventivmedizin.