Bundeswehr: Corona-Impfquote in der Truppe liegt bei rund 94 Prozent

Bundeswehr: Corona-Impfquote in der Truppe liegt bei rund 94 Prozent

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Berlin
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Für die Einsätze ist die Impfung gegen das Coronavirus längst Routine. Seit Ende 2021 gehört diese Impfung zudem zur Duldungspflicht für die Truppe. Rund 94 Prozent der Truppe sind immunisiert. Die Soldatinnen und Soldaten kommen damit ihrer Verantwortung in den eigenen Reihen und gegenüber der Gesellschaft nach. Es gibt nur wenige Impfunwillige.

Ein Soldat erhält eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19

Verpflichtend: Seit Ende 2021 ist die Corona-Impfung für Soldaten duldungspflichtig

Bundeswehr/Thorsten Kraatz

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht lobt die Impfbereitschaft der Frauen und Männer. Es sei ein „Zeichen der großen Disziplin innerhalb der Truppe, aber auch der Solidarität gegenüber unserer gesamten Gesellschaft“. 

Ende des Jahres 2021 wurde die Impfung gegen das Coronavirus in die Duldungspflicht für Soldatinnen und Soldaten aufgenommen und ist damit noch sehr frisch Teil des Basisimpfschemas. Die Duldungspflicht ist eine militärische Besonderheit und Stützpfeiler für den Erhalt der Führungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Sie ist im Soldatengesetz Paragraf 17a Absatz 2 verankert.  Nun sind die Angehörigen der Truppe also verpflichtet, sich gegen COVID-19Coronavirus Disease 2019 immunisieren zu lassen, sofern aus medizinischer Sicht keine Gründe dagegensprechen.

Aktuell herrschen jedoch teilweise noch Unsicherheiten im Zusammenhang mit den neuen Vakzinen und der neu geltenden Duldungspflicht. Zum Basisimpfschema für Soldatinnen und Soldaten gehören unter anderem auch Impfungen gegen Influenza, Hepatitis A und B, Masern, Mumps, Röteln und FSME. 

100 Prozent Impfquote im Auslandseinsatz

Für Soldatinnen und Soldaten, die in Auslandseinsätzen Dienst leisten, ist die Immunisierung gegen COVID-19Coronavirus Disease 2019 bereits seit Beginn der Impfkampagne gängige Praxis. Daher ergibt sich in den Kontingenten der Bundeswehr ein Impfschutz von 100 Prozent. Was nicht nur vor großflächigen Ansteckungen schützt, sondern auch den Verlauf eines schweren Krankheitsverlaufes mindert. 

Aber auch die Truppe zu Hause engagiert sich im Kampf gegen die Pandemie. Durch die hohe und steigende Impfquote innerhalb der Bundeswehr schützen die Soldatinnen und Soldaten sich gegenseitig und die Bürgerinnen und Bürger. Sie wirken so einer schnellen Ausbreitung des Virus entgegen, sichern die Einsatzbereitschaft innerhalb der Truppe und somit auch die Corona-Amtshilfe. 

Ministerin: Erfreulich hohe Impfbereitschaft

Die Impfbereitschaft in der Truppe ist sehr hoch, aber es gibt – ebenso wie in der zivilen Gesellschaft – Impfverweigerer. Zur Zeit äußern sich einzelne Angehörige der Bundeswehr öffentlich, die Impfung zu verweigern. Diese müssen in der Bundeswehr mit Konsequenzen rechnen, wenn sie die Impfung ohne begründete medizinische Bedenken ablehnen. 

Die „erfreulich hohe Impfbereitschaft unserer Soldatinnen und Soldaten“ zeige, „dass es sich bei den zum Teil lautstark auftretenden Impfverweigerern in Uniform um eine winzige Minderheit handelt, die in keiner Weise für die Bundeswehr als Ganzes steht. Diesen Menschen, die sich bewusst außerhalb der Kameradschaft stellen, werden wir mit Entschlossenheit entgegentreten“, betont Ministerin Lambrecht.

von Amina Vieth

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