Funkkreis – der Podcast der Bundeswehr

Funkkreis gibt es ab sofort jeden Donnerstag unter anderem auf bundeswehr.de zum Download, in der Playlist auf dem YouTube-Kanal der Bundeswehr und auf SoundCloud.

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Bundeswehr

Fregatte rettet aus Seenot

Über 850 Notfälle ereignen sich durchschnittlich pro Jahr allein in der Deutschen Bucht zwischen Borkum im Westen und List auf Sylt im Norden. Regelmäßig sind Marineschiffe an der Rettung beteiligt. Zu den meisten Hilfseinsätzen kommt es in der Sommersaison.

„Mayday, Mayday“ funkt ein Motorbootfahrer am frühen Morgen des 11. Juli 2020. Nur vier Seemeilen entfernt fängt die Fregatte „Sachsen-Anhalt“ den Notruf auf. Am Sprechfunk: Oberleutnant Tim Rockmann. In diesem Podcast schildert er Redakteurin Barbara Gantenbein, wie sein Schiff dem havarierten Sportboot zu Hilfe kam.
Audio-Transkription

My vessel is breaking – mein Boot zerbricht“, funkt der Skipper an diesem Julimorgen in seinem Hilferuf. Die Besatzung der „Sachsen-Anhalt“ reagiert sofort. Ihr Schiff ist dem havarierten Boot am nächsten. Rockmann, der Zweite Brückenwachoffizier, ist am Sprechfunk. Er koordiniert sich auf Anweisung seines Kommandanten mit den Seenotrettern von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und dem Seeverkehrszentrum.

Vier Seemeilen entfernt herrscht Panik

Die Motorjacht „Bella“ aus Litauen ist in Bedrängnis. An Bord drei Mann Besatzung und ein Hund. Von der „Sachsen-Anhalt“ wird ein Speedboot zu Wasser gelassen. Mit circa 80 kmKilometer/h fahren die Marinesoldaten zu dem vier Seemeilen entfernten Havaristen. Währenddessen übernimmt der Kommandant der „Sachsen-Anhalt“, Fregattenkapitän Elmar Bornkessel, in Absprache mit der Seenotleitung Bremen der DGzRS (dem deutschen Maritime Rescue Co-Ordination Centre, MRCC), die Funktion des On-Scene-Coordinators.

Gefahr für die Schifffahrt

Porträtaufnahme eines Marinesoldaten in blauer Arbeitsuniform; im Hintergrund Fensterreihen einer Schiffsbrücke.

Tim Rockmann auf der Brücke der „Sachsen-Anhalt“

Bundeswehr/Leon Rodewald

Der Einsatzort ist nahe der viel befahrenen Schiffsroute nach Bremerhaven. Vor Ort stellt die Crew des Speedboots fest: „Keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben.“ Die Ankerkette der „Bella“ hat sich zwischen den Schrauben der Jacht verkeilt. Der noch laufende Motor hat die Kette angezogen und für sägenden Lärm gesorgt.

Manövrierunfähig kann das Boot zum gefährlichen Hindernis für den Seeverkehr werden. Inzwischen ist auch das Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ der DGzRS eingetroffen. Gemeinsam mit den Kameraden der „Sachsen-Anhalt“ gelingt es, die Ankerkette zu lösen, Boot und Besatzung und Hund zu retten.

Aufgabe: Seenotrettung

50 bis 100 Mal pro Jahr sind Schiffe und Boote der Marine an Seenot-Rettungseinsätzen beteiligt. Auf der Ostsee wird eigens ein Minenjagdboot als Bereitschaftsboot vorgehalten. Innerhalb einer Stunde nach Alarmierung ist es einsatzbereit. Zusätzlich steht rund um die Uhr ein SARSearch and Rescue (Search and Rescue)-Rettungshubschrauber, der Sea King, bereit. Er wird über der Nord- und Ostsee eingesetzt.

von Barbara Gantenbein

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