Funkkreis – der Podcast der Bundeswehr

Funkkreis gibt es ab sofort jeden Donnerstag unter anderem auf bundeswehr.de zum Download, in der Playlist auf dem YouTube-Kanal der Bundeswehr und auf SoundCloud.

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Bundeswehr

Zur Drohnendebatte – Einsatzerfahrungen eines Piloten

In dieser Ausgabe von Funkkreis, dem Podcast der Bundeswehr, spricht Redakteur Hauptmann Matthias Lehna mit dem Drohnenpiloten, Hauptmann Marc Breitenbücher.

Hauptmann Marc Breitenbücher und Hauptmann Matthias Lehna tauschen sich über ihre Erfahrungen im Mali-Einsatz MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali aus und sprechen über den Nutzen von Drohnen im Operationsgebiet.

Beide waren vor zwei Jahren zur gleichen Zeit im Norden Malis im Einsatz. Sie dienten in der Region um Gao bei der UNUnited Nations-Mission MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (Mission multidimensionnelle intégrée des Nations Unies pour la stabilisation au Mali). Während Hauptmann Matthias Lehna seine Soldatinnen und Soldaten am Boden führte, überwachte Hauptmann Marc Breitenbücher das Geschehen aus der Luft mit einer ferngelenkten Aufklärungsdrohne vom Typ Heron 1.

Einer der Ersten auf der Heron TP

Breitenbücher zählt zu den erfahrensten Drohnenpiloten der Bundeswehr. Seit 2010 wird die Aufklärungsdrohne Heron 1 bei der Bundeswehr geflogen. 2017 erwarb Breitenbücher seine Lizenz, um das unbemannte Fluggerät unter Einsatzbedingungen durch den Luftraum zu führen. Mehrmals in Mali und Afghanistan stationiert, war er außerdem einer der ersten Piloten mit einer Weiterbildung auf dem Nachfolgemuster Heron TP. Dank ihrer modernen Sensorik lassen sich mit der neuen Drohne noch bessere Aufklärungsergebnisse erzielen. Außerdem kann sie – im Gegensatz zur Heron 1 – bewaffnet werden.

Aufklärungsdrohne Heron auf der Startbahn.

Die Heron in Mali: Bei der UNUnited Nations-Mission MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali liefert die Aufklärungsdrohne wichtige Luftbilder in Echtzeit.

Bundeswehr/Daniel Richter
Heron 1 auf der Freifläche vor zwei Hubschraubern

Neben Mali sind die unbenannten und mit Kameras ausgerüsteten Aufklärungsluftfahrzeuge auch in Afghanistan im Einsatz.

Bundeswehr/Lars Koch

Mehr Sicherheit am Boden

Mit hochauflösenden Kameras können die Drohnen vom Typ Heron detaillierte Videoaufnahmen machen und sie in Echtzeit an die Operationszentrale übermitteln. Die Führung gewinnt damit wertvolle Informationen, die direkt in das Gesamtlagebild einfließen. So können Entscheidungen auf einer noch besseren Grundlage getroffen werden.
Gleichzeitig bekommen die Bodentruppen durch den Drohneneinsatz einen weiträumigen Überblick über ihre Umgebung und werden so frühzeitig vor möglichen Bedrohungen gewarnt. Das entlastet die Soldatinnen und Soldaten und erhöht ihre Sicherheit um ein Vielfaches.

Debatte um Bewaffnung

Derzeit beschäftigt die Öffentlichkeit die Debatte, ob die Bundeswehr auch bewaffnete Drohnen beschaffen soll. Breitenbücher bezieht klar Position: Eine Bewaffnung gäbe ihm die Möglichkeit, seine Kameradinnen und Kameraden am Boden im Ernstfall wirksam zu unterstützen. Denn sollte die Heron TP bewaffnet eingesetzt werden, könnten die Drohnenpiloten erkannte Gegner unmittelbar selbst aus der Luft bekämpfen.

von Fabian Friedl

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