Litauen

Enhanced Forward Presence der NATO wird verstärkt

Bündnissolidarität an der NATO-Ostflanke: Weitere 350 Männer und Frauen verstärken die Einsatzkräfte in Litauen. Seit 2017 beteiligt sich Deutschland dort an der enhanced Forward Presence. Mit nunmehr 900 Soldatinnen und Soldaten stellt die Bundeswehr den größten Anteil der Battlegroup Lithuania.

Drei Panzerhaubitzen 2000 fahren hintereinander im Gelände.

Die enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) dient der Rückversicherung der baltischen Staaten und Polens und der glaubhaften Abschreckung von Bedrohungen des NATO-Bündnisgebietes. Die Mission wurde durch die NATO-Mitglieder als Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 und die fortgesetzte Destabilisierung der Ukraine ins Leben gerufen. Angesichts der derzeitigen russischen Truppenbewegungen im ukrainischen Grenzgebiet ist sie so wichtig wie nie zuvor.

Verstärkung EFP Bundeswehr

Aktuell beteiligen sich sieben Nationen an der Battlegroup

Bundeswehr

Die eFPenhanced Forward Presence umfasst drei multinationale Battlegroups im Baltikum und eine Polen. Deutschland führt als einzige EU-Nation eine dieser vier. Weitere Führungsnationen sind die USA, Kanada und Großbritannien. Die deutsch geführte Battlegroup in Litauen besteht somit aus rund 1.600 Soldatinnen und Soldaten.

Bundeswehrangehörige machen davon rund zwei Drittel aus, während insgesamt sechs Nationen die übrigen Einsatzkräfte der Battlegroup Lithuania stellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen an der Ostflanke der NATO wird der deutsche Anteil nun um 350 Einsatzkräfte aufgestockt.

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Verstärkungskräfte: Signal des Zusammenhaltes

Das deutsche Engagement ist Ausdruck der Bündnissolidarität zu den osteuropäischen NATO-Partnern. Bewusst hatte die neue Verteidigungsministerin Christine Lambrecht im Dezember 2021 Litauen als Ziel ihrer ersten Auslandsreise gewählt. „Wir stehen fest an der Seite unserer Partner und Freunde“, sagte Lambrecht. „Jeder in der NATO kann sich auf uns verlassen.“ Mit der Verlegung der Verstärkungskräfte sendet Deutschland ein Zeichen der Geschlossenheit und des Rückhalts an seine Partner im Osten.

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Mehr Fähigkeiten: Artillerie, Aufklärer und ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr

EFP ist kein Kampfeinsatz. Doch die Battlegroup stellt ihre Verteidigungsfähigkeit und ihre Verteidigungsbereitschaft regelmäßig unter Beweis. In Gefechtsübungen und Manövern wie Iron Wolf, Saber Strike, Flaming Thunder oder Eager Leopard trainieren die Einsatzkräfte zahlreiche Szenarien, vom Häuser- und Stellungskampf bis zur Verzögerung des anrückenden Feindes.

Mit der aktuellen Verlegung zusätzlicher Einsatzkräfte wird die Verteidigungsfähigkeit der Battlegroup weiter gestärkt. Dazu zählen Artilleriekräfte zur Feuerunterstützung im Gefecht, Aufklärer zur Erkundung des Gegners im Gelände und ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrkräfte zur Schutz vor Auswirkungen atomarer, biologischer und chemischer Kampfmittel. Die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Fachleute erledigen dabei bereits während ihres Landmarsches nach Litauen ihren ersten Auftrag in der Tierseuchenprophylaxe gegen die Afrikanische Schweinepest.

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Soldaten stehen im Wald und unterhalten sich
enhanced Forward Presence

Litauen

  • EFP
  • Anerkannte Missionen

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Fünf Jahre eFPenhanced Forward Presence: 9.000 Soldatinnen und Soldaten

Als Führungsnation der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup Lithuania leistet Deutschland seit fünf Jahren einen wichtigen Beitrag für die glaubwürdige Abschreckung einer möglichen Bedrohung des NATO-Bündnisgebietes. Schwerpunkt der Mission sind die multinationale Ausbildung und Übungen gemeinsam mit den litauischen Streitkräften, um Zusammenhalt und Interoperabilität der Einsatzkräfte verschiedener Nationen zu stärken.  Seit Februar 2017 waren insgesamt rund 9.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Litauen eingesetzt.