Für Martin Augustyniak: Ein Platz in der Heimat

Für Martin Augustyniak: Ein Platz in der Heimat

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Ort:
Bielefeld
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Im Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 fiel Hauptgefreiter Martin Kadir Augustyniak in Afghanistan. Rund zehn Jahre später benennt seine Heimatstadt einen Platz nach ihm. Auf der Grünfläche stehen ein Gedenkstein in Form einer Bank und eine Stele, die an Augustyniak und das Karfreitagsgefecht erinnern.

Ein großer Baum, ein Gedenkstein in Form einer Bank und eine Stele auf einem Platz

Im Bielefelder Stadtteil Brackwede wurde ein Platz nach dem in Afghanistan gefallenen Soldaten, Hauptgefreiter Martin Kadir Augustyniak, benannt. Auf der Wiese erinnern auch eine Stele und ein Gedenkstein an ihn und das Karfreitagsgefecht 2010.

Neue Westfälische/Andreas Zobe

Seit dem 1. Oktober 2020 heißt die kleine Wiese im Bielefelder Stadtteil Brackwede nach Martin Augustyniak. Der Martin-Augustyniak-Platz befindet sich unweit seines Elternhauses. Eine Stele und ein Gedenkstein in Form einer Bank erinnern dort bereits an ihn und das Karfreitagsgefecht vor rund zehn Jahren. Der Soldat rettete zunächst noch einen verletzten Kameraden, bevor er durch einen Sprengsatz getötet wurde.

Zäsur für die Erinnerungskultur

Beim Karfreitagsgefecht in der Nähe der afghanischen Ortschaft Isa Khel gerieten die Soldaten der Bundeswehr in einen Hinterhalt der Taliban. Dabei fielen drei Soldaten, acht wurden verwundet. Es waren die bislang höchsten Verluste der Bundeswehr bei einem Gefecht. Für die Erinnerungskultur der Streitkräfte änderte sich vieles. Was gewissenhafte Pflichterfüllung, Tapferkeit und Kameradschaft in letzter Konsequenz bedeuten können, brannte sich tief auch in das öffentliche Gedächtnis ein.

von Alexander Schröder
Soldat mit dem Gewehr G82 beim Feuern aus einer Stellung

Das Jahr 2010 in Afghanistan

18 Jahre Einsatz in Afghanistan haben die Bundeswehr für immer verändert. Keines aber hat sie so nachhaltig geprägt wie das Jahr 2010.