Enhanced Air Policing South: der deutsche Beitrag

Multinationaler Schutz des NATO-Luftraums: Drei Eurofighter auf dem Weg nach Rumänien

Multinationaler Schutz des NATO-Luftraums: Drei Eurofighter auf dem Weg nach Rumänien

  • eAPS
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
2 MIN

Drei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau sind heute nach Rumänien gestartet, um das Enhanced Air Policing South zu verstärken. In einer zweiwöchigen Übung trainieren dabei die Eurofighter-Nationen das Zusammenwirken zum Schutz des südöstlichen Luftraums der NATO.

Ein Eurofighter kurz nach dem Start

Last Takeoff um 14:35 Uhr: Innerhalb weniger Sekunden starteten heute drei Eurofighter nach Rumänien. Ihr Auftrag ist die Sicherung des Luftraums der südosteuropäischen NATO-Bündnispartner.

Bundeswehr/Rebecca Kostanjevec

Das Enhanced Air Policing South ist eine kollektive Verteidigungsmaßnahme der NATO. Die Mission dient dem Schutz des südöstlichen Luftraums und der Rückversicherung der südosteuropäischen Bündnispartner der Allianz gegen Bedrohungen ihrer territorialen Integrität. Im Rahmen des Enhanced Air Policing South sind Kampfflugzeuge der NATO-Partner abwechselnd auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt „Mihael Kogalniceanu“ in der Nähe der Stadt Konstanza am Schwarzen Meer stationiert. 

Die heute verlegten Eurofighter werden dabei weitestgehend in das bereits vor Ort befindliche italienische Kontingent integriert. Rund 60 Soldatinnen und Soldaten des Taktische Luftwaffengeschwaders 74 sind bereits vor Ort. Die Flugzeit für die drei Eurofighter beträgt rund zwei Stunden und wird ohne Betankung durchgeführt.

Ziel: Schnelles Aufwachsen, wirksame Unterstützung

In den kommenden zwei Wochen werden die beteiligten Nationen gemeinsam bewaffnete Schutzflüge durchführen. Darüber hinaus werden Abläufe und Verfahren abgestimmt und trainiert, um ein effektives Zusammenwirken und schnelles Aufwachsen im Bedarfsfall vorzubereiten und zu üben. 

„Das Enhanced Air Policing South ist ein wichtiger Baustein, um die Interoperabilität zu erhöhen und die NATO-Bündnispartner im Bedarfsfall wirksam unterstützen zu können“, erklärt Oberst Gordon Schnitger, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74. Jede der vier Eurofighter-Nationen in der NATO habe ihre Stärken, so dass alle vom internationalen Austausch profitierten: „Das gemeinsame Üben schafft die Grundlage für eine schnelle Integration nationaler Einheiten in einen multinationalen Verband.“

NATO-Partner schützen auch Luftraum über dem Baltikum

Bereits im vergangenen Jahr waren Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ aus Wittmund gemeinsam mit der britischen Royal Air Force am Air Policing South beteiligt. Darüber hinaus ist die Luftwaffe acht Monate jährlich Partner des NATO Air Policing im Baltikum – ein wesentlicher Beitrag zum Schutz des Luftraums der nordöstlichen Bündnispartner der NATO, die über keine eigene Luftwaffe verfügen.

von Simona Boyer

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