Rückverlegung MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Spezialpioniere: Das Rückgrat der Rückverlegung

Spezialpioniere: Das Rückgrat der Rückverlegung

Datum:
Ort:
Mali
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Der Rückbau von Teilen des Camp Castor, des Feldlagers der Bundeswehr in Mali, geht in die entscheidende Phase. Bis Ende des Jahres soll die Rückverlegung der Bundeswehr nach Deutschland abgeschlossen sein. Das bedeutet viel Arbeit vor allem für die Spezialpioniere des deutschen Einsatzkontingentes.

Ein Kranfahrzeug hebt einen Container, der von einem Netz umwickelt ist, auf eine Hebebühne

Mit Muskelkraft allein ist der Rückbau eines Feldlagers nicht getan. Der Containerstapler Orion muss kräftig zupacken.

Bundeswehr/Jana Neumann

Sie reißen einzelne Gebäude ab, legen Leitungen still und schütten Sperrgräben zu – und das alles unter der sengenden Sonne Malis. Die Spezialpioniere der Bundeswehr kommen beim Rückbau von Camp Castor derzeit mächtig ins Schwitzen. Doch davon lassen sich die Frauen und Männer nicht stoppen, denn ihr Auftrag ist klar: Bis Ende des Jahres soll in Camp Castor kein sicherheitsrelevantes Material mehr vorhanden sein. Nur wenig soll dann noch daran erinnern, dass hier viele Jahre lang teilweise über 1.000 Soldatinnen und Soldaten stationiert waren.

Feldlager wird an Mali übergeben

Die geordnete Rückverlegung der MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Truppen der Bundeswehr ist in vollem Gange. Das Feldlager wird stetig verkleinert: Container werden abgebaut, Zelte zusammengelegt und viele Tonnen militärisches Gerät und Material auf die Reise zurück nach Deutschland geschickt. Die Spezialpioniere des letzten deutschen Einsatzkontingentes leisten dabei tatkräftige Unterstützung. Aktuell kümmern sie sich unter anderem um den Abbau von sogenannten Hescos, also mit Sand gefüllten Körben für den Splitterschutz. Auch eine hohe Sicherheitsmauer muss weichen.

„Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir hier ab 2016 alles aufgebaut haben“, sagt Leutnant Tobias O.*, einer der Zugführer. „Wir haben Barrikaden und Sperrgräben angelegt, um das Lager sicherer zu machen.“ Genau dieses Lager soll Ende des Jahres in malische Hände übergeben werden. Deshalb wird der Großteil der Infrastruktur bestehen bleiben. Sicherheitsempfindliche Bereiche hingegen werden komplett abgebaut und nach Deutschland gebracht wie zum Beispiel das Joint Operation Centre – also die Operationszentrale.

Camp Castor bleibt sicher

Obwohl Camp Castor immer leerer wird, muss es gleichzeitig verteidigungsfähig bleiben, aber mit weniger Personal. Deshalb werden beispielsweise die Hescos nur umgesetzt und an anderer Stelle wieder aufgebaut. „Wir stärken die Sicherheitsmaßnahmen vor allem in jenen Bereichen, die nach Abschluss der Rückverlegung Ende des Jahres nicht mehr so stark überwacht werden“, erklärt Tobias O.

Erst wenn das Camp Castor für die Übergabe an einen Nachnutzer soweit vorbereitet ist, packen auch die Spezialpioniere der Bundeswehr ihre Sachen. „Wir unterstützen die Baumaßnahmen hier, soweit wir können“, so der Leutnant. Bis Anfang Dezember sollen die Spezialpioniere ihre Arbeit in Camp Castor abgeschlossen haben. „Deshalb ist jetzt umso mehr Anpacken angesagt“, sagt Tobias O. und gibt seinen Soldaten die nächsten Befehle. 

*Name zum Schutz des Soldaten abgekürzt.

von Janet Watson

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