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Schöne Bescherung – wie die Weihnachtspost in den Einsatz kommt

Schöne Bescherung – wie die Weihnachtspost in den Einsatz kommt

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

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Schokolade, Mandelplätzchen und ein neues Buch vom Lieblingsautor: Zu Weihnachten freut man sich über liebevoll verpackte Kleinigkeiten. Damit die Geschenke auch rechtzeitig bei den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz ankommen, gibt es die Feldpost. Im Funkkreis sprechen wir diese Woche darüber, was ins Päckchen darf – und was nicht.

Podcast-Logo ,,Funkkreis" und Text ,,Weihnachten im Einsatz". Im Vordergund stehen Pakete im Weihnachtspapier gewickelt.
Diese Woche sprechen wir im Funkkreis darüber, welchen Weg ein Weihnachtspäckchen nimmt, bevor es bei den Einsatzsoldatinnen und Einsatzsoldaten an Heiligabend ankommt und welche Gegenstände auf keinen Fall eingepackt werden dürfen.
Audio-Transkription

Ein Schokoladenweihnachtsmann, Zimtsterne und Lebkuchen dürfen in einem Weihnachtspäckchen nicht fehlen. Ein bisschen weihnachtliche Deko soll auch noch mit in das Paket, bevor es auf die Reise in eines der Einsatzländer geht. LED-Teelichter in einem Kerzenständer zum Beispiel wären der Weihnachtsstimmung im Einsatz sicher förderlich. Aber hier ist Vorsicht geboten: Nicht alles darf ins Päckchen.

Luftsicherheit wird großgeschrieben

Prinzipiell kann man sagen: Alle Gegenstände mit Akku oder Batterie dürfen generell nicht versandt werden. „Das wissen viele nicht, aber das kann auch eine singende Geburtstagskarte sein. Denn die enthält Knopfzellen“, sagt Jan Ulrich W.* Er ist stellvertretender Feldpostbeauftragter bei der Deutschen Post DHL Group. 

Behälter, die unter Druck stehen, sind ebenfalls verboten. Das schließt beispielsweise Deodorant und auch Haarspray ein. Parfüm darf auch nicht in die Weihnachtspost. Denn das ist eine brennbare Flüssigkeit – und ein Transport widerspräche den Regeln der Luftsicherheit.

In der Feldpostleitstelle in Pfungstadt werden die Päckchen und Briefe deshalb vor dem Versand in die Einsatzländer von Feldjägerinnen und Feldjägern der Bundeswehr geröntgt. Geöffnet werden darf die Post nicht. Besteht der Verdacht, dass sich verbotene Gegenstände im Paket befinden, wird das Paket zurück zum Empfänger geschickt. 

Manche Lebensmittel sind geeigneter als andere

Auch bei manchen Lebensmitteln sollte man eher vorsichtig sein, bevor sie in das Weihnachtspaket gelegt werden. In warmen Einsatzländern wie Mali oder Niger, wo auch in den Wintermonaten heiße Temperaturen herrschen, kann es passieren, dass Schokolade geschmolzen ankommt.

Doch es gibt auch Lebensmittel, die sich bedenkenlos zum Versand eignen und bei den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz oft gut ankommen. Das kann ein original verpacktes Glas der Lieblingsmarmelade sein, die zu Hause am Frühstückstisch immer gern gegessen wird, oder auch herzhafte Snacks.

Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, wenn man sich an die Regeln hält. Um sicherzugehen, gibt es für die Einsätze sogenannte Feldpostmerkblätter, auf denen detailliert erklärt ist, was nicht verschickt werden darf.

Persönliche Geschenke

Am besten kommen bei den Soldatinnen und Soldaten immer noch die persönlichen Geschenke an. Das selbstgemalte Bild des Kindes oder der liebevoll geschriebene Brief der Familie werden oft aufgehoben und immer wieder angeschaut.

Aber egal, welche Geschenke am Ende in das Päckchen sollen: Das Päckchen selbst muss bis zum 1. Dezember in Pfungstadt gelandet sein, um pünktlich zu Weihnachten beim Adressaten anzukommen. Was die Feldpost der Bundeswehr sonst noch ausmacht, hören Sie diese Woche im Funkkreis.

*Name zum Schutz der Person abgekürzt.

von Janet Watson

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