Arbeit im Schichtsystem

Arbeit im Schichtsystem

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„Diesen Bau haben wir schulmäßig errichtet“, sagt Mayer. „Da stecken locker 24 Stunden Arbeit drin. Aber unter realen Bedingungen würde es noch länger dauern.“ Denn im Einsatz bewegen sich Fernspäher immer nachts. Den Beobachtungsstand würden sie also ebenfalls im Schutz der Dunkelheit und mithilfe ihrer Nachtsichtgeräte bauen.

Ein getarnter Soldat sitzt unter der Erde in einer kleinen Höhle mit einem Tablet in den Händen.

Wohngemeinschaft unter Tage: Sieben Quadratmeter müssen für drei Fernspäher reichen.

Bundeswehr/Christian Vierfuß

Die nächste Herausforderung ist die Zeit unter der Erde. Der Beobachtungsstand mag geräumig sein, doch mit drei Fernspähern und deren Ausrüstung belegt, wird es eng. Gearbeitet wird im Schichtsystem. „Ein Mann schläft und zwei beobachten.“ Eine Toilette gibt es nicht. Die Soldaten verrichten ihre Notdurft in mitgebrachte Flaschen und Beutel. „Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ohne Alternative“, sagt Mayer. Wenn der Beobachtungsauftrag erfüllt ist, verwischen die Fernspäher ihre Spuren so gut wie möglich, bevor sie abrücken. Im Idealfall weist nichts darauf hin, dass sie dagewesen sind.