Die Flottendienstboote der Oste-Klasse

Ein graues Schiff in Seitenansicht auf weißem Hintergrund
  • mehr als 9.000 Kilometer Einsatzreichweite

  • geheim Anzahl und Typen aller Sensoren

  • 48 + 39 Marinecrew plus Cybersoldaten

Aufklärungsexperten auf den Weltmeeren

Die drei Flottendienstboote der Oste-Klasse sind das hochsensible Auge und Ohr nicht nur der Marine, sondern der ganzen Bundeswehr. Als Aufklärungsschiffe sind sie auf das Überwachen weiter See- und Küstengebiete spezialisiert. Dazu dienen ihnen besonders effiziente elektronische, hydroakustische und elektro-optische Sensoren. Um weiteres Spezialgerät an Bord nehmen zu können, ist an Oberdeck Platz für zwei 20-Fuß-Container.

Eine Stammcrew der Marine ist für den nautischen Einsatz und Betrieb der Schiffe zuständig; ein Bordeinsatzteam des Bundeswehr-Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) mit Spezialisten für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung komplettiert die Besatzung. Gemeinsame Aufgabe der Flottendienstbootsbesatzungen ist, möglichst umfassend und kontinuierlich hauptsächlich elektronischen Informationen zu sammeln. Die Aufklärungsexperten melden ihre Ergebnisse an Land, teilen sie nach Lage aber auch mit anderen, verbündeten Kriegsschiffen und Marineverbänden.

Für ihre sensiblen Aufträge können Flottendienstboote lange in einem Seegebiet verbleiben. Mit dem strategischen Einsatz ihrer Fähigkeiten in Krisenregionen besitzt Deutschland ein zuverlässiges, effektives Warninstrument bei drohenden Konflikten. Politische Entscheidungsträger bleiben so ständig über die aktuelle Lage vor Ort informiert. Davon profitieren auch die Bündnispartner Deutschlands: Dank ihrer Aktionsreichweite und Kommunikationsanlagen können die schwimmenden Datensammler multinational kooperieren.

Die Schiffe

A 52 Flottendienstboot „Oste“, in Dienst gestellt am 30. Juni 1988
A 53 Flottendienstboot „Oker“, in Dienst gestellt am 10. November 1988
A 50 Flottendienstboot „Alster“, in Dienst gestellt am 30. Juni 1989

Ein graues Schiff vor einer Küste

Ihr Auftrag bestimmt das typische Aussehen der Flottendienstboote. Unter den großen Kuppeln ihrer Aufbauten sind hochsensible Sensoren verborgen.

Bundeswehr

Flottendienstboote in Aktion

Wir stellen das Flottendienstboot näher vor.

Technische Daten

Maẞe

83,5 m Länge

14,6 m Breite

6,2 m Tiefgang

3.200 t Verdrängung 

Antrieb

2 x Dieselmotor

6.600 KW (9.000 PS) Gesamtleistung

2 x Elektromotor

2 x Propeller

Geschwindigkeit: bis zu 20 kn

Sensoren

2 x Navigationsradar

diverse Sensoren für elektronische, elektro-optische und hydroakustische Aufklärung

Waffen

4 x schweres Maschinengewehr 12,7 mm

Besatzung und Sonstiges

Stammcrew: 48

Zusatzpersonal: bis zu 39 Aufklärungsspezialisten (CIRCyber- und Informationsraum-Bordeinsatzteam)

2 x Beiboot

2 x 20-Fuß-Container Zuladekapazität