Der Militärbundesrabbiner

Der Militärbundesrabbiner

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Ein Rabbiner spricht mit einem Mann in Flecktarn

Rabbiner Zsolt Balla im Gespräch mit Soldaten.

Bundeswehr/Alexander Pensch

Rabbiner Zsolt Balla ist seit 21. Juni 2021 Militärbundesrabbiner. Er wurde in der Brodyer Synagoge in Leipzig in sein Amt eingeführt und ist der erste Militärbundesrabbiner in der Geschichte der Bundeswehr. Er ist Rabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig, Landesrabbiner von Sachsen und Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz. Als Militärbundesrabbiner fungiert er als oberster jüdischer Militärseelsorger und hat die religiöse Leitung des Militärrabbinats inne. In Hamburg, Köln, Leipzig, München und Schwielowsee bei Potsdam werden weitere Militärrabbiner ihren Dienst aufnehmen.

Der Militärbundesrabbiner steht in keinem Dienstverhältnis zum Staat, sondern wird vom Zentralrat der Juden ernannt.

Rabbiner Zsolt Balla wurde am 18. Februar 1979 in Budapest/Ungarn geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach einem Studium der Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Budapest hat er von 2002 bis 2009 die Talmud-Hochschule „Beis Zion“ in Berlin besucht und war danach zum Rabbinatsstudium am orthodoxen Hildesheimer'schen Rabbinerseminar zu Berlin. 2009 wurde er zum Rabbiner ordiniert.