Die Panzertruppe

Die Panzertruppe

Bereits während des Ersten Weltkrieges entwickelte die deutsche Armee Panzer, die jedoch nur vereinzelt eingesetzt wurden. Die Panzertruppe konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht als einzelne Truppengattung deklariert werden.

Der erste Einsatz britischer Panzer erfolgte in Flers an der Somme im Jahre 1916. Die britische Armee führte allerdings bereits 1916 ein eigenständiges Royal Tank Corps. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges setzten auch deutsche Truppen einige, teilweise erbeutete, Panzer ein.

Vor dem Zweiten Weltkrieg

Als Vordenker für die Gestaltung einer modernen Panzertruppe gilt der deutsche Generaloberst Heinz Guderian (1888-1954). Er war ein deutscher Heersoffizier und Kommandeur großer Panzerverbände.

Guderian leistete nach dem Ersten Weltkrieg taktische Grundlagenarbeit, indem er feststellte, dass der massive Einsatz von Panzern wirksamer ist, als der vereinzelte Einsatz als Unterstützungswaffe für unmotorisierte Fußtruppen.

Gliederung, Ausrüstung und Einsatzgrundsätze der neu aufgestellten Panzerdivisionen waren auf den Kampfpanzer als Hauptwaffe ausgerichtet. Alle anderen Waffen in diesen Verbänden waren auf das Zusammenwirken mit Kampfpanzern angewiesen. 

Mit der Aufrüstung im nationalsozialistischen Deutschland konnte Guderian seine Ideen zu Organisation und Einsatz der Panzertruppe umsetzen. Sie waren Grundlage für die Blitzkriege der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. In anderen Ländern hingegen fanden Offiziere mit ähnlichen Ideen, wie zum Beispiel Charles de Gaulle in Frankreich oder John Frederick Charles Fuller in Großbritannien kein Gehör.

Der gepanzerte Kern

Im Kalten Krieg waren Kampfpanzer eine Hauptwaffe, die in den Truppen der NATONorth Atlantic Treaty Organization und des Warschauer Pakts in weitaus größerer Anzahl als heute vorgehalten wurden. So umfasste die sowjetische Panzertruppe in den späten Achtzigerjahren etwa 29.000 Kampfpanzer mit mehr als einer Million Soldaten.

Auch nach Ende des West-Ost-Konflikts bilden die Panzertruppen auch in vielen Armeen den gepanzerten Kern der Landstreitkräfte und die Schwerpunktwaffe des Heeres. Dennoch ist bei den Armeen der NATONorth Atlantic Treaty Organization ein Trend zu leichteren und beweglicheren Truppen erkennbar.

Waffenfarbe Rosa

Anders als bei vielen Waffengattungen ist die Entstehung der Waffenfarbe Rosa der Panzertruppe nicht eindeutig geklärt. Eine Möglichkeit der Entstehung könnte der Farbenmix der früheren Infanterie (weiß) und der Artillerie (rot) sein, da beide Truppengattungen an die Panzertruppe angelehnt waren.