European Union Naval Force Mediterranean

Zentrales Mittelmeer – EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Irini

Die Bundeswehr beteiligt sich seit dem 7. Mai 2020 an der Mission EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Irini im zentralen Mittelmeer. Gemäß aktuellem Beschluss des Deutschen Bundestages können bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden.

Ein aufgetauchtes Uboot auf dem Meer

Aktuelle Artikel aus dem zentralen Mittelmeer – Operation IRINI

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Der Einsatz im Zentralen Mittelmeer – EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Irini

Nachdem die Außenminister der Europäischen Union am 17. Februar 2020 vereinbart hatten, das VN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen, wurde einen Monat später durch den EU-Rat die Operation Irini beschlossen.

Eine Karte vom zentralen Mittelmeer, die das Einsatzgebiet der Bundeswehr bei Irini zeigt

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr im zentralen Mittelmeer (Infografik)

Bundeswehr

Was ist der Auftrag?

Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen zur Durchsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen und trägt damit durch die Einleitung einer neuen Militäroperation der GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik  im Mittelmeerraum zum Friedensprozess im Land bei. Irini (neugriechisch für „die Friedfertige“) hat als Kernauftrag die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen ,des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet (VN-Sicherheitsrats-Resolution 2292 [2016]).

Weitere Aufgaben der Mission sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Exporte von Erdöl, Rohöl und raffinierten Erdölprodukten aus Libyen. Die EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean unterstützt beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache/Marine und der Ausbildung von Strafverfolgungsaufgaben auf See. Weiterhin leistet die Operation Irini einen Beitrag zur Störung des Geschäftsmodells des Menschenschmuggels und Menschenhandels durch das Sammeln von Informationen und deren Weitergabe an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten.

Wie groß ist das Operationsgebiet?

Das Einsatzgebiet von EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Irini erstreckt sich auf die Hohe See außerhalb der Küstenmeere Libyens und Tunesiens, südlich Siziliens, innerhalb der Region des mittleren und südlichen Mittelmeers. Hinzu kommen der Luftraum über diesen Gebieten sowie angrenzende Seegebiete, die zur Umleitung und Übergabe von Schiffen in einen europäischen Hafen benutzt werden. Davon ausgenommen sind Malta sowie das umschließende Seegebiet innerhalb von 15 Seemeilen. Das Operationsgebiet entspricht ungefähr der Größe der Bundesrepublik Deutschland.

Welches Mandat hat der Einsatz im zentralen Mittelmeer?

Das EU-Mandat für die Operation Irini läuft bis zum 31. März 2023. Das Mandat des Deutschen Bundestages vom 29. April 2022 behält die Obergrenze von 300 Soldatinnen und Soldaten bei und läuft bis zum 30. April 2023.

EU-Beschluss (PDF, 509,1 KB)

Antrag der Bundesregierung (PDF, 186,9 KB)

Wer sind die Akteure der Operation Irini?

Ein UBoot liegt nachts vor einem beleuchtetem Hafen

Das Uboot U35 liegt vor Anker bei der Mission EUNAVFOREuropean Union Naval Forces Med Operation Irini

Bundeswehr/Christopher Bär

Derzeit beteiligen sich sieben europäische Nationen mit rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilpersonal an der Operation. Die Operationsführung wechselt halbjährlich zwischen Italien und Griechenland und begann mit einem italienischen Admiral.

Was ist der deutsche Beitrag?

Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich im Wechsel mit einem Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ P-3C Orion und einem Schiff an der Operation. Derzeit beteiligt sich Deutschland mit der Entsendung eines Seefernaufklärungsflugzeugs vom Typ P-3C Orion an der Operation und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über See im Einsatzgebiet. Hinzu kommt Personal im operativen Hauptquartier in Rom in Italien und auf dem Flaggschiff im Einsatzgebiet.


Informationsbroschüre

Zum Einsatz EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Irini

Flyer (Stand: 05/2022) Informationsbroschüre PDF, barrierefrei, 495 KB
IRINI

EUNAVFOREuropean Union Naval Forces Med Irini

Der Kernauftrag ist die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen, des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet. Ein weiterer Auftrag ist die Beobachtung und Überwachung illegaler Ausfuhren von Erdöl aus Libyen und Sammeln diesbezüglicher Informationen, einschließlich zu Ausfuhren von Rohöl und raffinierten Erdölerzeugnissen.

Das EU-Mandat für die Operation Irini läuft bis zum 31. März 2023. Das Mandat des Deutschen Bundestages vom 21. April 2021 läuft bis zum 30. April 2022.

Die Mandatsobergrenze für das Deutsche Einsatzkontingent Irini wurde durch den Bundestag auf 300 Soldatinnen und Soldaten festgelegt.

Die Soldatinnen und Soldaten des deutschen Einsatzkontingentes Irini sind sowohl im EU-Hauptquartier in Rom, an Bord des Flaggschiffes in See und an Bord der eigenen seegehenden Einheit eingesetzt. In Einsatzkontingenten ohne eingesetzte seegehende Einheit werden die Einsatzflüge von Deutschland aus durchgeführt.

Im Rahmen der Ausrüstung achtete die Bundeswehr besonders darauf, den Soldatinnen und Soldaten das bestmögliche Equipment für den Einsatz zur Verfügung zu stellen. Eine speziell für das Einsatzland zugeschnittene persönliche Ausrüstung gewährleistet zusätzlich den bestmöglichen Schutz für die Soldatinnen und Soldaten vor Ort.

Weitergehende Informationen zu den seegehenden und fliegenden Einheiten bei EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean Operation Irini finden Sie unter: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/ausruestung-und-technik

Grundsätzlich dauert ein Kontingentzeitraum insgesamt vier Monate. Im Rahmen des Kontingentwechsels können noch ca. 2 Wochen Übergabezeit hinzukommen. Hinzu kommen für die seegehenden Einheiten, auch wenn dies keine Einsatzzeit ist, die Notwendigkeit des langen Anmarschweges von Deutschland aus in das Operationsgebiet.

Die Schiffe der deutschen Marine haben mehrere Möglichkeiten Informationen von anderen Schiffen zu erhalten, diese gehen von der Abfrage (dem sog. Hailing) bis zum sogenannten Besuch an Bord, dem Boarding. Welche es sind und wo die Unterschiede liegen erfahren Sie unter:

https://www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr/mittelmeer-unifil-irini-sea-guardian/zentrales-mittelmeer-eunavfor-med-irini/irini-boarding-eunavfromed-libyen-2340954

Die Besatzungen der eingesetzten Schiffe retten bei Bedarf Menschen aus Seenot. Dies ist für alle Seefahrer Verpflichtung nach dem Seerechtsübereinkommen und dem Übereinkommen zum Schutz menschlichen Lebens auf See ist.

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