Konzept zur „Personalentwicklung in den Laufbahnen der Reserve“ herausgegeben

Konzept zur „Personalentwicklung in den Laufbahnen der Reserve“ herausgegeben

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Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
3 MIN

Die Angehörigen der Reserve der Bundeswehr leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung. In diesem Zusammenhang beschreibt das vom Bundesministerium der Verteidigung herausgegebene Fachkonzept sowohl die Vorgaben zur Personalentwicklung der Reservistinnen und Reservisten als auch die Grundsätze für ein Engagement in der Reserve der Bundeswehr im Frieden.

Personalführerin der Bundeswehr im Gespräch mit einem Soldaten

Eine Personalführerin der Bundeswehr bespricht mit einem Soldaten weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Bundeswehr/Ines Blandau

Neben den in der Personalführung Tätigen richtet sich das Fachkonzept „Personalentwicklung in den Laufbahnen der Reserve“ des für Reserve und Personellen Wehrersatz im Bundesministerium der Verteidigung zuständigen Referates an

  • alle Reservistinnen und Reservisten sowie
  • alle Personen ohne Vordienstzeiten, die ein Interesse an einem Engagement in der Reserve haben.

Richtungsbestimmung mit dem „Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“

Mit dem „Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ vom 13. Juni 2016 hat die Bundesregierung eine strategische Standort - und Kursbestimmung vorgenommen und die Landes- und Bündnisverteidigung aufgrund des veränderten sicherheits-politischen Umfeldes wieder als strukturbestimmendes Merkmal im Aufgabenspektrum der Bundeswehr verankert.

Landes- und Bündnisverteidigung gewinnt an Bedeutung

Die im Weißbuch 2016 vorgenommene Betonung der Landes- und Bündnisverteidigung wurde in der „Konzeption der Bundeswehr“ aufgegriffen, wonach die Landes- und Bündnisverteidigung im Sinne kollektiver Verteidigung einer der bestimmenden Faktoren für die Grundaufstellung der Bundeswehr ist.

Unabdingbar für den Aufwuchs der Streitkräfte: die Reserve der Bundeswehr

Vor diesem Hintergrund wurde der Reserve der Bundeswehr in der „Konzeption der Bundeswehr“ erstmals ein eigenes Kapitel gewidmet. Im Kern bildet die Reserve demnach das erweiterte Aufwuchspotenzial für die Streitkräfte auch im Rahmen der Territorialen Reserve und wird damit zu einer der wesentlichen Säulen der Landes- und Bündnisverteidigung.

Ausgebreitete Exemplare der Strategie der Reserve.

Die Strategie der Reserve ist das Folgepapier der Konzeption der Reserve.

Bundeswehr/Detlef Schachel

Strategie der Reserve formuliert die Entwicklung der Reserve über das Jahr 2032 hinaus

Zugleich bleibt die Reserve für die Wahrnehmung von einsatzrelevanten Aufgaben im Grundbetrieb unverzichtbar. Mit der „Strategie der Reserve 2019 – Vision Reserve 2032+“ wurden die Vorgaben der „Konzeption der Bundeswehr“ weiter ausdifferenziert und umgesetzt. Dafür bildet ein Implementierungsplan die Grundlage der weiteren Arbeit.

Grundbeorderung und Freiwilligkeit

Zukünftig werden die wehrdienstfähigen Soldatinnen und Soldaten unmittelbar nach Abschluss ihrer aktiven Dienstzeit grundsätzlich durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr im Rahmen einer Grundbeorderung für die Dauer von sechs Jahre auf Dienstposten in der Reserve eingeplant - entsprechend ihrer während der aktiven Dienstzeit erworbenen Qualifikationen.

So soll eine bessere Besetzung der nicht-aktiven Dienstposten der Bundeswehr erreicht und sichergestellt werden, dass im Konfliktfall auf gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten zurückgegriffen werden kann. Das Freiwilligkeitsprinzip für den Reservistendienst im Frieden bleibt bestehen.

Verlässliche Verfügbarkeit

Ziel ist es, möglichst viele Reservistinnen und Reservisten für Ausbildung und In Übung halten im Frieden verlässlich verfügbar zu haben. Hierzu bedarf es dauerhafter Anstrengungen und vielfältiger, differenzierter und gezielter Attraktivitätsfaktoren, um Anreize zu schaffen.

Im Dialog mit den Arbeitgebern soll zudem deren Bereitschaft gefördert werden, bei ihnen beschäftigte Reservistinnen und Reservisten verlässlich für Reservistendienste freizustellen.

Vielfältige Möglichkeiten des Engagements in der Reserve der Bundeswehr

Beorderungsmöglichkeiten werden auch Ungedienten für die einzelnen Laufbahnen angeboten. Weitere Optionen des Engagements sind der Laufbahnaufstieg oder -wechsel früherer Soldatinnen und Soldaten sowie die Einstellung von Gedienten und Ungedienten mit höherem Dienstgrad aufgrund bestimmter zivilberuflicher Qualifikationen.

Sie möchten mehr wissen?

Wenn Sie sich für ein Engagement in der Reserve der Bundeswehr in Verbindung mit persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten interessieren, informieren Sie sich im Fachkonzept „Personalentwicklung in den Laufbahnen der Reserve“.

Bei weiteren Fragen zur Reserve der Bundeswehr wenden Sie sich bitte an das Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr. Wir nehmen uns Ihres Anliegens gerne an.

von  Streitkräfteamt - Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr  E-Mail schreiben