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Bevölkerungsbefragung: Gute Werte für die Bundeswehr

Bundeswehr und Gesellschaft

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr) hat im Zeitraum vom 1. Juni bis 5. Juli 2018 eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu den sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, wie schon in den Vorjahren, eine große Unterstützung der Bundeswehr.

Wie seit Jahren genießen die Streitkräfte ein hohes Ansehen. 80 Prozent der Befragten bewerten die Bundeswehr positiv und bringen ihr Vertrauen entgegen. Für die meisten Befragten sind die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein selbstverständlicher Bestandteil von Staat und Gesellschaft. Die Notwendigkeit und normative Verankerung der Bundeswehr werden weithin anerkannt.

Hand setzt mit einem Kugelschreiber ein Haken auf einem Blatt Papier

Die Ergebnisse der Umfrage sind repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.

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Mehr Geld und mehr Personal für die Truppe

Emotionale Bekenntnisse zu den Streitkräften sind hingegen seltener. Zudem werden die Ausrüstung und die Bewaffnung von 43 Prozent der Befragten negativ bewertet (positive Bewertung: 27 Prozent; teils positiv/teils negativ: 25 Prozent).

Im Jahr 2018 ist eine klare Mehrheit der Bürger (51 Prozent) für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) votiert dafür, den Verteidigungshaushalt auf dem aktuellen Niveau zu halten, und 8 Prozent sind der Ansicht, dass weniger Geld für Verteidigung ausgegeben werden sollte.

Ein ähnlich hohes Ausmaß an Unterstützung zeigt sich im Hinblick auf den Personalumfang der Bundeswehr. 47 Prozent der Bürger sprechen sich für eine Erhöhung der Zahl der Soldatinnen und Soldaten aus. 42 Prozent plädieren dafür, dass der Personalumfang auf dem bisherigen Niveau verbleibt, und weniger als jeder Zehnte (7 Prozent) wünscht sich eine Verringerung der Stärke der Bundeswehr.

Einsatzsoldat mit seinem Gewehr

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind zwar bekannt, doch Details wissen nur wenige Befragte.

Bundeswehr/Andrea Bienert

Anti-Terror-Einsatz wird akzeptiert

Hinsichtlich der Auslandseinsätze zeigt die Befragung, dass die Mehrheit der Bevölkerung von allen abgefragten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zumindest schon einmal etwas gehört oder gelesen hat. Allerdings wissen viele Bürgerinnen und Bürger nichts Konkretes über die Einsätze.

Die Frage nach Kenntnis der unterschiedlichen Auslandseinsätze zeigt, dass der Anti-Terror-Einsatz zur Bekämpfung des sogenannten Islamischen Staates (IS„Islamischer Staat“) mit 37 Prozent und der KFORKosovo Force-Einsatz im Kosovo mit 32 Prozent die bekanntesten Einsätze der Bundeswehr sind.

Die Missionen, die im Jahr 2018 am stärksten befürwortet wurden, sind die Operation Sophia zur Ausklärung von Schleusernetzwerken (51 Prozent), der EUTMEuropean Union Training Mission-Einsatz in Mali zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte (50 Prozent) und der Anti-Terror-Einsatz in Syrien und dem Irak zur Bekämpfung des IS„Islamischer Staat“ (46 Prozent).

Insgesamt wird deutlich, dass die Deutschen sich am ehesten für ein Bundeswehr-Engagement bei den Einsätzen aussprechen, die als Hilfseinsätze wahrgenommen werden oder die der Terrorismusbekämpfung dienen. Die Zustimmung für die Maßnahmen im Rahmen der Bündnisverteidigung, wie zur Luftraumüberwachung im Baltikum und zur Beteiligung an der multinationalen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Battlegroup in Litauen, ist mit Zustimmungswerten von 32 beziehungsweise 33 Prozent am geringsten.

Außenansicht auf das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften hat seinen Sitz in Potsdam.

Bundeswehr

Mehr als 2.400 Bürgerinnen und Bürger wurden befragt

Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr wurde im Zeitraum vom 1. Juni bis 5. Juli 2018 durch das renommierte Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Rahmen von computergestützten persönlichen Interviews (CAPI) erhoben. Befragt wurden 2.464 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die in Privathaushalten in Deutschland leben.

von  Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
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