Mehrmals in der Woche startet „Jester“ von der Base Aérienne, einem Militärflugplatz der französischen Luftstreitkräfte in Dschibuti, in das Einsatzgebiet. Die zu überwachende Fläche vor der Küste Somalias ist riesig.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
Die Techniker sind die Ersten an der Maschine und beginnen mit der Vorfluginspektion. Nur wenn die Flug- und Triebwerker, Avioniker, Ausrüster, das Personal für die Bodendienstgeräte und Rettung und Schutz zusammenarbeiten, kann „Jester“ abheben.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
Das „Mission Support Center“ ist das operative Zentrum der deutschen Mission. Im Bürocontainer bereiten der Tasking- und der Intelligence-Officers das Crewbriefing vor. Unterstützt werden sie dabei durch den Luftbildauswerter.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
Nach dem Briefing bereitet die Crew die Maschine für den Einsatz vor. „Jester“ soll über die südliche Küste Somalias fliegen. Bei dem Einsatz sollen Camps angeflogen und erkundet werden.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
„Fliegendes Auge“: Das Kamera-System im Bug des Flugzeuges dient zur optischen Aufklärung. Die P-3C Orion ist mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Damit kann sie Ziele über große Flächen, auf und unter dem Wasser, aufzuspüren.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
Der Arbeitsplatz des „TACCO“. Der „Tactical Coordinator“ befehligt die einzelnen Bediener an den Sensorstationen des Flugzeugs und leitet die Mission operativ.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. „Jester“ kann starten. Rund 3,7 Millionen Quadratkilometer ist das Einsatzgebiet der Mission Atalanta groß. Der Flug in das Operationsgebiet wird über zwei Stunden dauern.
Bundeswehr/Carsten Vennemann
„Jester“ hat das Operationsgebiet erreicht: Die Küstenlinie Somalias kommt in Sicht. In mittlerer Höhe wird das erste Camp überflogen. Menschen, Tiere und Autos sind zu erkennen.
Bundeswehr/Peter Mielewczyk
„Jester“ hat einen engen Zeitplan. Ein weiteres Camp wird überflogen. Zerfallene Häuserruinen sind zu erkennen und Planen, die einmal als Zelte gedient haben. Menschen oder Tiere sind nicht zu sehen. Am Strand liegt ein altes Schiffswrack.
Bundeswehr/PAO Atalanta
Auch Schiffe werden während der Mission kontrolliert. Auf dem Monitor ist alles gestochen scharf und zum Greifen nah (das Lagebild ist hier aus Sicherheitsgründen verpixelt). Die hochauflösende Kamera unter dem Flugzeug macht es möglich.
Bundeswehr/Peter Mielewczyk
Ein „Einzelfahrer“ wird kontrolliert – es gibt keine Auffälligkeiten. Im Oktober wurde der letzte Angriff auf einen Frachter vor der Küste Somalias verzeichnet.
Bundeswehr/Peter Mielewczyk
Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Nach mehreren Stunden sind alle Camps erfolgreich abgeflogen. Der Auftrag ist erledigt. „Jester“ erreicht kurz vor der Dämmerung seine Parkposition auf der Base in Dschibuti. Die Techniker warten schon.
Bundeswehr/Peter Mielewczyk
Die Triebwerke sind abgestellt. Sofort wird das Flugzeug von den Technikern umringt: Strom- und Klimaleitungen werden angeschlossen, Klappen an den Triebwerken und am Rumpf geöffnet. Es wirkt wie eine einstudierte Choreographie.
Bundeswehr/Carsten VennemannEs ist früher Morgen in Dschibuti. Die Soldaten des Marinefliegergeschwaders 3 aus Nordholz sind schon auf den Beinen. In drei Stunden soll „Jester“ in den Einsatz starten. Die Zeit drängt. „Jester“ ist ein Seefernaufklärer der Deutschen Marine vom Typ P-3C Orion. Bei der europäischen Mission Atalanta ist das Flugzeug in Dschibuti, einem kleinen Staat am Horn von Afrika, stationiert. Der Auftrag von Atalanta ist der Schutz der Transporte des Welternährungsprogramms vor der Küste Somalias. Zusätzlich werden durch die Mission die wichtigen Handelsrouten in der Region, Seeleute und Handelsschiffe vor Piraterie geschützt. Über 70 deutsche Soldaten leisten zweimal im Jahr ihren Beitrag dazu.